Das STM32F4 Discovery Board

Das ST32F4 Discovery Board
Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell die Preise für Elektronik sinken können und dabei trotzdem die Leistungsfähigkeit stark nach oben geht.

Ein Beispiel hierfür ist das ST32F4 Discovery Board von ST Microelectronic. Dieses kleine Demo-Board ist rund um einen ST32F407VTG 32 Bit ARM Cortex-M4 Prozessor aufgebaut und ermöglicht das Kennenlernen dieser Controllerfamilie sowie das Entwickeln eigener Anwendungen. Der Prozessor bietet 1 MB an Flash Speicher sowie 192 KB RAM, damit hat man genug Platz für seine Projekte. Der Prozessor kann zudem mit bis zu 168MHz betrieben werden, eine Leistungsklasse, die früher nicht einmal PC's erreichten.

Dabei ist das Board nicht nur auf den Prozessor beschränkt, es hat auch noch allerlei zusätzliche Peripheriebausteine mit dabei, die alleine für sich schon sehr interessant sind.

Da wäre einmal ein 3-achsiger Beschleunigungssensor vom Typ LIS302DL, welcher bis zu 8g in jede Richtung erfassen kann, mit 8Bit Auflösung.

Weiterhin bekommt man einen CS43L22 Stereo Audio DAC, welcher sogar eine eingebaute Class D Kopfhörer-Endstufe besitzt.

Für Experimente mit Tonaufnahmen ist noch ein kleines MEMS-Mikrofon vom Typ MP45DT02 aufgelötet.

Hinzu kommen natürlich noch die ganzen umfangreichen Peripheriemodule des Prozessors, die von UART,SPI, I2C,CAN,USB, zahlreichen Timern, DA/AD Wandlern etc praktisch alles abdecken, was ein moderner Controller so haben kann.

Darüberhinaus kann das Discover Board über eine SWD Schnittstelle auch noch externe Prozessoren programmieren und debuggen, es ist also wirklich eine gute Basis für den Einstieg in diese Controller-Familie.

Zum Programmieren stehen mehrere Entwicklungsumgebungen zur Verfügung, ich habe für erste Schritte die kostenlose, auf Eclipse basierende CooCox IDE verwendet, und damit recht schnell erste eigene Programme schreiben können. Eine erste Einführung zum STM32 (Tutorial) findet sich zB hier.

Wer also bei seinen Projekten mit 8 Bit Systemen langsam an seine Grenzen stösst, sollte sich dieses Teil einmal näher ansehen, zumal es auch für unter 20 Euro erhältlich ist. Dafür bekommt man ein System, mit welchem sich auch anspruchsvollere Dinge wie etwa Digitale Audio-Signalverarbeitung programmieren, wo auch 16Bit Systeme schon zu langsam dafür wären.

Allerdings ist dieses Board sicher nicht für Mikrocontroller-Einsteiger geeignet, die Architektur ist sehr komplex und bietet gegenüber einfachen 8Bit-Systemen wie etwa Atmel AVR natürlich ungleich mehr Funktionen.

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