Buch Powerprojekte mit Arduino und C

Powerprojekte mit Arduino™ und C

Friedrich und Andreas Plötzeneder

Franzis Verlag 2013, 240 Seiten

ISBN 978-3-645-65131-8


Die Arduino Plattform zur Entwicklung von Mikrocontroller Anwendungen sollte jedem ambitionierten Elektronikbastler ein Begriff sein, gibt es sie doch mittlerweile seit 2005. Zur Programmierung von eigenen Arduino Anwendungen ist die Programmiersprache C sehr beliebt, vermutlich auch da Sie jedem ehemaligen Informatikstudenten mehr oder weniger geläufig ist. Und genau mit diesen beiden Komponenten beschäftigt sich dieses Buch ausführlich. In den Beispielen wird der ATmega8 und der ATmega328P verwendet.

In den ersten drei Kapiteln des Buches geht es zunächst um die benötigte Hardware und Software zur Programmierung des Arduino und eine kurze Einführung in die Zahlendarstellung (Dezimal-, Binär-, Oktal- und Hexadezimalsystem). Zur Programmerstellung werden das Atmel Studio 6 und CodeVisionAVR vorgestellt und später auch verwendet.

Das nächste Kapitel nennen die Autoren "Perfektionskurs in C". Dabei handelt es sich um eine kurze Abhandlung der wichtigsten C Befehle bis hin zu Arrays von Zeigern, was für die meisten Programmiervorhaben aber völlig ausreichen müsste. Diese knapp 30 Seiten können natürlich keinem Anfänger das Programmieren in C nahe bringen. Zum Auffrischen etwas eingestaubter C Kenntnisse und zum schnellen Nachschlagen ist diese kurze Zusammenstellung aber geeignet.

Bevor sich das Buch den ersten Projekten zuwendet, gibt es noch eine ausführliche Vorstellung der seriellen Schnittstelle und der Timer Programmierung. Der lange Abschnitt über Terminalprogramme und die Programmierung eines eigenen in Visual Studio 2010 geht meiner Meinung nach am Thema des Buch etwas vorbei. Im Gegensatz dazu ist die Einführung in die Verwendung von Timern für die folgenden Projekt wichtig und sollte deshalb genau studiert werden.

Nach soviel ausführlichen Grundlagen kommt nun das erste, richtige Projekt, welches sich in verschiedene kleinere Unterprojekte aufteilt. Darin geht es um das Einlesen und die Ausgabe digitaler Signale. Tastaturen und Segmentdisplay dienen hierzu als Projektgrundlagen.

Im dem darauf folgenden Projekt werden die verwendeten Portleitungen durch externe ICs vermindert.

In den beiden nächsten Projekten geht es einmal um endliche Automaten am Beispiel eines Codeschlosses und die Ansteuerung von Schrittmotoren. Danach geht es um Distanzmessungen mit Ultraschallsensoren und das Aufnehmen und grafische Darstellen von Transistorkennlinien.Die beiden letzten Projekt sind natürlich die aufwendigsten und Anspruchvollsten. Als erstes geht es um den Eigenbau einer schwebenden Kugel mit Hilfe von Dauer- und Elektromagneten.

Im letzten Projekt wird ein System zur Messung eines Elektrokardiogramms (EKG) gebaut und die so gewonnenen Daten einmal in Excel und danach auf einem grafischen LC-Display dargestellt und ausgewertet.

Das eben vorgestellte Buch eignet sich für alle die bereits ein wenig Erfahrung mit der Programmierung von Mikrocontrollern gesammelt haben, sich aber noch nicht an komplett eigene Projekt trauen. Die Projekte sind anspruchsvoll, aber gut erklärt und mit ein wenig Zeit und Geduld durchaus zu meistern. Auch wird versucht die Projekte mit möglichst wenig bzw. günstiger zusätzlicher Hardware zu verwirklichen.
kue
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