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Ausbildung

 
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Hahn



Anmeldungsdatum: 23.07.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: Mi 13.Jan 2010 12:20:55    Titel: Ausbildung Bauteile finden Antworten mit Zitat

Einen wunderschönen Schneetag wünsche ich euch Smile
Ich wollte fragen wie es zur Zeit mit Ausblidungsplätzen in Deutschland so aussieht, weil ich mir jetzt wohl eine suchen muß. Allerdings bin ich schon 25 und breche wohl mein Elektrotechnikstudium aus verschiedenen Gründen ab. Habe bis jetzt aber keine Abgeschlossene Ausbildung. Ich arbeite nebenbei schon seit ca.7 Jahren in einer renommierten Firma für Bühnen-, Studio- und Instrumententechnik/anlagen in der Elektronikwerkstatt. Dort habe ich auch mein einjähriges Praktikum geleistet. Zudem bin ich natürlich auch Privat sehr eng mit der Materie. Mit ein Spezialgebiet bei mir ist die gute alte Röhrentechnik. Ich entwickle und baue mir z.Z. auch wieder ein Gitarrenverstärker weil mich diese Technik einfach fasziniert ^^. Nur ich kann nicht mal den Techniker machen, da man dafür auch eine abgeschlossene Berufsausbildung brauch -.- D.h. ich steh zur Zeit völlig in der Luft und werde nicht jünger.
Habt ihr evtl. noch Tipps was ich als nächsten Weg (auf dem Gebiet der Elektronik/Elektrotechnik!) gehen kann, oder kennt sogar zufällig eine Firma die in dieser Richtung ausbildet und so einen alten ***** wie mich noch nehmen würde Smile Bin gerade echt verzweifelt und dass auch noch in der Kriesenzeit. Wäre super erfreut und dankbar wenn ihr mir Ratschläge geben könntet falls es überhaupt noch Aussichten gibt -.-
Gruß der Gockel


Zuletzt bearbeitet von Hahn am Mo 18.Jan 2010 13:24:40, insgesamt einmal bearbeitet
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Elektron



Anmeldungsdatum: 16.03.2008
Beiträge: 1049

BeitragVerfasst am: Mi 13.Jan 2010 16:14:43    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Ich habe das Thema mal verschoben. Wie viele Semester hast du hinter dir? Wenn es genug ist, dann kannst du dir deine Leistungen aus dem Diplomstudienfächern u.U. als Leistungen für den Bachelor anrechnen lassen, dann hast du nach 6 Semestern immerhin einen berufsqualifizerenden Abschluss.

<rant>
Ich kann dir aber versichern, das Gefühl "dieses Mal ging's noch gut, im nächsten Semester machen die dich fertig", ist in diesem Studienfach völlig normal. Man entwickelt mit der Zeit einen echten Hass; endlose Arroganz, Schwafelei und grenzenlose Unfähigkeit sind alles Dinge, mit denen man zurechtkommen muss. Übungsleiter, die die eigenen Übungszettel nicht lösen können. Informatiker, die es nicht schaffen ein Applet zur Übungsgruppenanmeldung hinzubasteln. Eine Übungsgruppenleiterin (bezahlte Studentin kurz vor dem Diplom) sagte mir doch tatsächlich mitten ins Gesicht, direkt nachdem ich die Frage gestellt hatte: "Wenn du das nicht verstehst, guck doch bei wikipedia nach." Und das, obwohl sie jedesmal knapp 45min eher (von 1,5h) Schluss gemacht hat.

Wenn ich so darüber nachdenke, dann sind die Studiengebühren reine Abzocke, lieber hätte ich den Betrag an Wikipedia gespendet, dann könnte mir die Olle den Buckel runterrutschen. Für ein bisschen mehr Geld ("Gebühren": 500€) kann ich mir Privatnachhilfe finanzieren. Stattdessen habe ich für die Summe in der Grundlagenvorlesung eine Stunde lang an einem Tektronix Digiscope anstelle eines analogen gesessen.

Wenn du schon etwas weiter bist, Augen zu und durch, und wenn du fertig bist den Saftladen verlassen. Zwar ist die Arbeit in der freien Wirtschaft nicht unbedingt angenehmer (man denke nur an Kundensupport), aber wenigstens kann man die Menschen hier einfach ignorieren, wenn's einem zu blöd wird.
</rant>

So, nachdem ich jetzt Luft abgelassen habe, geht es mit viel besser. Und falls du in der Zeit zwischen Studium und Ausbildung noch Arbeit suchst, die part time scientists könnten noch Hilfe gebrauchen =) du kannst einfach mal im IRC channel vorbeischauen: #part-time-scientists auf FreeNode.
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Hahn



Anmeldungsdatum: 23.07.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: So 17.Jan 2010 15:49:02    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Danke für den Tipp. Naja, ich wer wohl aufhören müssen, weil ich eine Prüfung nicht mitschreiben konnte aus gesundheitlichen Gründen die aber nur ein amtsärzliches Zeugnis als Entschuldigung akzeptieren. Naja, wird mir eh zu bund. Bin im 4. Semester und fehlen noch ein paar Scheine (Dank der Studiengebühren)! Aber mal sehen.
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derguteweka



Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 1466

BeitragVerfasst am: So 17.Jan 2010 17:53:07    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Moin,

Hahn hat folgendes geschrieben:
Danke für den Tipp. Naja, ich wer wohl aufhören müssen, weil ich eine Prüfung nicht mitschreiben konnte aus gesundheitlichen Gründen die aber nur ein amtsärzliches Zeugnis als Entschuldigung akzeptieren. Naja, wird mir eh zu bund. Bin im 4. Semester und fehlen noch ein paar Scheine (Dank der Studiengebühren)! Aber mal sehen.


Dann geh' zum Amtsarzt und lass dir dort das Dingens ausstellen und studier weiter! Lass dich vorher ggf. von deinem normalen Arzt und entsprechender Studierendenberatung ausfuehrlich briefen. Du bist garantiert nicht der erste in so einer Situation.

Wenn dein mangelnder Studienerfolg aber nicht am Amtsarzt oder an den Studiengebuehren oder der globalen Erwaermung liegt, sondern massgeblich an dir selber, dann solltest du das auch so kommunizieren. Kommt ueblichweise besser an in Bewerbungsgespraechen.

Gruss
WK
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Hahn



Anmeldungsdatum: 23.07.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: Mo 18.Jan 2010 13:24:05    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Bestreite ja nicht, daß ich daran nicht schuld wäre ^^ Nur die Gesamtsituation ist halt nicht leicht zu bewältigen. Mit monatlichen Fixkosten von knapp 500 Euro inklusive Studiengebühren (bekomme kein BAföG) ist es nicht leicht zu studieren. Zumindest bei wissenschaftlichen Studiengängen. Da mußte ich natürlich einige Sachen zurückstecken, das stimmt. Nichtmal für meine Projekte, die ja voll und ganz was mit dem Studium zu tun haben, konnte ich weiterführen. Bei dem Stoff, was dort einem vorgesetzt wird, braucht man eine Menge Zeit und vorallendingen Ruhe.
Das interessante dabei ist, daß die Kommolitonen, denen es ähnlich geht wie mir, das selbe problem haben. Naja, zumindest bin ich noch zu den Vorlesungen erschienen Very Happy
Hätte ich mehr TEE getrunken, mich gesünder ernährt und wäre ich die ganze Sache entspannter angegangen, hätte ich auch bessere Chancen zumal mich das Studium ja auch interessiert (abgesehen von ein par Vorlesungen). Aber diesen Dreh rauszubekommen, wie man sich trotzdem entspannt bei so einem Tagesablauf, habe ich nicht rausgefunden. Ein Kommolitone ist schon deswegen durchgedreht und hat seine Einrichtung zerschlagen Confused Andere hingegen ziehen es ohne Gnade durch. Vor denen hab ich echt riesen Respekt, die nach der Vorlesung 5 Stunden zusätzlich Arbeiten, sich zuhause hinsetzen und den ganzen Stoff in sich reinwürgen und es auch nach einem Semester noch wissen bzw verstehen. Das Tag für Tag, Semster für Semester. Das ist schon heftig.
Aber nochmal auf den Punkt zu kommen...
Ich habe Angst, daß ich (wenn ich abbreche bzw abgebrochen werde) keine Ausbildung mehr bekomme und ich dann völlig in der Luft stehe. Ich weiß nicht, wie sehr Elektroniker noch nachgefragt werden, aber ich habe gehört, daß es immer weniger Interessenten gibt und sich alle lieber mit Wirtschafft rumschlagen wollen oder Sozialpädagogen werden.
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derguteweka



Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 1466

BeitragVerfasst am: Mo 18.Jan 2010 19:13:38    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Moin,

Hahn hat folgendes geschrieben:
Bestreite ja nicht, daß ich daran nicht schuld wäre ^^ Nur die Gesamtsituation ist halt nicht leicht zu bewältigen.

Ich wollt' dir mal die Denkweise von Personalverantwortlichen kurz nahebringen...
Dass ein Ingenieurstudium nicht einfach ist, ist nix neues.

Hahn hat folgendes geschrieben:
Nichtmal für meine Projekte, die ja voll und ganz was mit dem Studium zu tun haben, konnte ich weiterführen.

Neee, nehm ich dir nicht ab. Wenn du dir daheim ein paar Roehren um die Ohren fliegen laesst, ist das 100% dein Privatvergnuegen. Das hat mit dem Studium genau nix zu tun.
Musste mir nix erzaehlen, das war bei mir genauso - ich weiss ungefaehr von was ich da sprech'. Wink

Hahn hat folgendes geschrieben:
Bei dem Stoff, was dort einem vorgesetzt wird, braucht man eine Menge Zeit und vorallendingen Ruhe.
Das interessante dabei ist, daß die Kommolitonen, denen es ähnlich geht wie mir, das selbe problem haben. Naja, zumindest bin ich noch zu den Vorlesungen erschienen Very Happy

Ein Ingenieursstudium ist nicht einfach - sagte ich das nicht bereits? Das merken deine Kommilitonen genauso wie du. je schneller du den Stoff geschnallt hast, desto schneller bist du fertig. Desto frueher kannste in den Bastelkeller. Zu den Vorlesungen zu gehen, ist fast immer eine gute Idee, die Uebungen sind aber noch Groessenordnungen wichtiger. Wenn es zur Vorlesung ein Script in Buchform gibt, oder du einen guten Draht zur Quotenstudentin mit der leserlichen Handschrift und einem Kopierer hast, kannst du die Vorlesung auch mal schwaenzen, ohne dass es dich gleich ribbelt.

Wenn du Stress hast, bloed gelaufen - denn den wirst du immer haben. Auch bei einer Ausbildung oder spaeter im Beruf. Da kommen immer wieder Situationen, wo du einfach mal Vollgas geben musst. Im Studium ist das noch OK, wenn du mal morgens sagst: Ich hab' Hohlraumsausen wie bekloppt, die Fischsemmel nach den 11 Bierchen gestern abend war bestimmt schlecht - ich bleib heut daheim.
In einer Ausbildung sieht das wieder ganz bloed aus...

Hahn hat folgendes geschrieben:
...zumal mich das Studium ja auch interessiert (abgesehen von ein par Vorlesungen)

Naja, also wirklich - das ist doch immer so, dass irgendwo was nicht so prickelnd ist. Das wird in der Ausbildung auch nicht anders. Wichtig ist halt, dass das nicht gerade die Kernvorlesungen sind, fuer die du keinen Nerv hast. Wenn dich so Faecher wie z.B. Technische Mechanik, Physik oder Industriebetriebslehre langweilen, ist das nicht so dramatisch, wie wenn dich Grundlagen E-Technik oder Digitaltechnik oder Schaltungstechnik ueberhaupt nicht interessieren.

Hahn hat folgendes geschrieben:
Aber diesen Dreh rauszubekommen, wie man sich trotzdem entspannt bei so einem Tagesablauf, habe ich nicht rausgefunden.

Dann find' das raus - das wirst du auch nach Abschluss oder Abbruch des Studiums immer brauchen.

Hahn hat folgendes geschrieben:
...sich zuhause hinsetzen und den ganzen Stoff in sich reinwürgen und es auch nach einem Semester noch wissen bzw verstehen. Das Tag für Tag, Semster für Semester.

Hee, du bist nicht im russischen Straflager. Es gibt noch Wochenenden und auch in der vorlesungsfreien Zeit muss man nicht jeden Tag auf Pruefungen lernen. Die paar Semester kannste auf einer Backe absitzen. Wenn du im Beruf bist, wirds nicht besser - dauert 40 Jahre, das sind 80 Semester bis zur Rente...

Hahn hat folgendes geschrieben:
Ich habe Angst, daß ich (wenn ich abbreche bzw abgebrochen werde) keine Ausbildung mehr bekomme und ich dann völlig in der Luft stehe.

Du bist ja nicht der Erste in so einer Situation. Von der Erstsemestern machen doch deutlich weniger als 50% den Abschluss. Also muessen die >50% doch auch noch irgendwo bleiben. Die studieren dann nicht ploetzlich alle Politologie oder fahren Taxi.

Wenn du jetzt eine Ausbildung anfaengst, bist du halt 5-10 Jahre aelter als deine Mitauszubildenden, die direkt von der Schule kommen. Das kann Nachteile haben, aber auch Vorteile (z.b. evtl. Fuehrerschein und Fahrpraxis, evtl. kein Wehr/ersatzdienst mehr). Sprich: Wird schon irgendwie gehen. Nur musst du bei der Bewerbung arg Obacht geben: Wenn ich mal so denke, wie ein Personaler und les' mir deine Posts durch, dann wuerd' ich dich niemals einstellen. Aber nicht, weil du dein Studium abgebrochen hast, sondern weil du fuer alles eine fadenscheinige Ausrede parat hast und weil du mir als nicht Stressresistent (=nicht belastbar) erscheinst.
Diesen Eindruck solltest du, wenns denn wirklich mal soweit kommt, moeglichst vermeiden.

Hahn hat folgendes geschrieben:
Ich weiß nicht, wie sehr Elektroniker noch nachgefragt werden, aber ich habe gehört, daß es immer weniger Interessenten gibt und sich alle lieber mit Wirtschafft rumschlagen wollen oder Sozialpädagogen werden.

Sowas muss dich ueberhaupt nicht interessieren, denn dir langt ja eine einzige Stelle. Also ist es voellig wurscht, ob dieses Jahr 10000 Leute mehr oder 500000 Leute weniger eine Ausbildung zum Elektroniker (Das gibts doch sicher nicht unter der Bezeichnung als Lehrberuf, das heisst doch irgendwie anders - Es heisst ja auch nicht Blechpatscher, sondern "Industriemechaniker mit Fachrichtung Feinblechbearbeitung" Smile ) anfangen.
Frag' dich lieber, was du die naechsten 40 Jahre nach deiner Ausbildung oder nach deinem Studium machen willst. Also z.b. neue Geraete eigenstaendig entwickeln oder lieber nach vorgegebenen Plaenen zusammenbauen oder reparieren? Die ganzen 40Jahre beim Strom bleiben, oder irgendwann mal weg von der Technik, eher Richtung Buerojob?
Solche Fragen sind fuer dich wichtig, nicht ob Lieschen Mueller grad der Ansicht ist, es waere "grad schlecht", was zu finden...

Gruss
WK
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Hahn



Anmeldungsdatum: 23.07.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: Mo 25.Jan 2010 14:31:03    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Für alles eine fadenscheinige Ausrede Shocked Ok, belassen wir das erstmal dabei Smile Bei der Elektronik bleib ich auf jeden Fall. Auch die nächsten 40 Jahre. Was soll ich mit einem Beruf, der mich überhaupt nicht interessiert (sei er noch so gut bezahlt). Nach vorgegebenen Plaenen zusammenbauen verbinde ich immer mit Bandarbeit irgendwie. Das hat für mich wenig mit der Materie zu tun. Reparaturstätte beispielsweise, finde ich interessant, da man sich dort in die Schaltung reinfuchsen muss und dadruch auch eine Menge Erfahrung mitnimmt, die man evtl auch selber in Projekten einsetzen kann. Und ich finde, es gibt nichts schöneres als ein defektes Gerät, welches evtl schon Jahre irgendwo verstaubt, wieder zum Leben zu erwecken. Auch wenn man selber nichts von hat.
Also mich interessiert das schon, wie gesättigt der Markt gerade ist, zumal auch viele Betriebe zu dieser Zeit entlassen (zumindest in meiner Region). Und das war ja meine Frage, ob ich überhaupt noch eine vernünftige Stelle finde, da die meisten Betriebe lieber die Jüngeren für eine Ausbildung einstellen.
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derguteweka



Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 1466

BeitragVerfasst am: Mo 25.Jan 2010 19:47:52    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Moin,

Hahn hat folgendes geschrieben:
Für alles eine fadenscheinige Ausrede Shocked Ok, belassen wir das erstmal dabei Smile

Nix fuer ungut Smile - Personaler sind ueblicherweise halt keine Menschenfreunde; die werden dafuer bezahlt, dass sie eine Ausrede finden, warum sie dich nicht oder nur fuer wenig Geld einstellen wollen...Spaetestens nach dem Anti-Diskriminierungsgesetz wird dir auch niemals jemand den echten Grund fuer eine Ablehnung nach einer Bewerbung nennen. Deshalb hab' ich dich da mal bisschen vorgewarnt.

Hahn hat folgendes geschrieben:
Bei der Elektronik bleib ich auf jeden Fall. Auch die nächsten 40 Jahre. Was soll ich mit einem Beruf, der mich überhaupt nicht interessiert (sei er noch so gut bezahlt).

Gut, das sind ja schon mal klare Vorstellungen.

Hahn hat folgendes geschrieben:
Nach vorgegebenen Plaenen zusammenbauen verbinde ich immer mit Bandarbeit irgendwie. Das hat für mich wenig mit der Materie zu tun. Reparaturstätte beispielsweise, finde ich interessant, da man sich dort in die Schaltung reinfuchsen muss und dadruch auch eine Menge Erfahrung mitnimmt, die man evtl auch selber in Projekten einsetzen kann. Und ich finde, es gibt nichts schöneres als ein defektes Gerät, welches evtl schon Jahre irgendwo verstaubt, wieder zum Leben zu erwecken. Auch wenn man selber nichts von hat.

Ja, aber es gibt nix unschoeneres, als z.b. ein defektes Schaltnetzteil oder eine dicke Transistorendstufe, in die du gerade zum 2. Mal schon eine komplett neue Halbleiterbestueckung reingebraten hast, und die nun zum 3. mal schon nach vielleicht 2h Betrieb komplett und desastroes abraucht, du hast nicht die geringste Ahnung, was da jetzt schon wieder schief gelaufen ist und der Kunde braucht das Geraet dringend seit gestern...
Will sagen: Reparaturjobs koennen auch ganz schoen nerven. Weiterhin muss dir klar sein, dass Reparaturen immer mehr abnehmen, einfach, weil Elektronik immer billiger wird und immer schnelllebiger und schwerer zu reparieren (In jedem Quark ist irgend ein µProz drinnen, der ohne Kenntnis der SW eine ziemliche Blackbox ist)
Klar gibt's Ausnahmen wie z.b. Roehrentechnik, aber das ist halt schon recht speziell, mit sehr kleinem Kundenkreis. Und wirklich was neues gibts da auch nicht mehr. Im Audiobereich: 95% immer die selbe Sosse mit EL84, EL34 und KT88 wie seit 50 Jahren...

Dann hab' ich bisher auch ganz stark den Eindruck gehabt, dass die Leute, die reparieren, keine eigenen "Projekte" haben. F&E - also da, wo neue "Projekte" entstehen, ist nach meinen Beobachtungen zu >90% mit Ingenieuren besetzt. Ob die alle clever und faehig sind, ist eine ganz andere Frage.

Hahn hat folgendes geschrieben:
Also mich interessiert das schon, wie gesättigt der Markt gerade ist, zumal auch viele Betriebe zu dieser Zeit entlassen (zumindest in meiner Region). Und das war ja meine Frage, ob ich überhaupt noch eine vernünftige Stelle finde, da die meisten Betriebe lieber die Jüngeren für eine Ausbildung einstellen.

Sind ja 2 Paar Stiefel, ob ich als Betrieb Leute entlass', weil ich keine Auftraege mehr hab' oder keine Azubis mehr einstell' - so wie ich dich verstanden hab', wolltest du ja erstmal eine Ausbildungsstelle. Da musst du eben gucken, dass du dein auch Alter als Vorteil fuer den Arbeitgeber einsetzen kannst.

Zum Schluss nochmal: Guck', dass du dein Studium durchziehst - auch wenn's dich grad annervt. Du beisst dir spaeter sonst tuechtig in'n Ar...m. 100%.
Aber:wie auch immer's bei dir ausgeht: Viel Glueck!

Gruss
WK
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Verfasst am: Heute 10:11:23    Titel: Bauteile finden

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