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El84 Gegentakt Gitarren-Verstärker

 
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toyotabus



Anmeldungsdatum: 25.02.2010
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: Do 25.Feb 2010 22:45:47    Titel: El84 Gegentakt Gitarren-Verstärker Bauteile finden Antworten mit Zitat

Hallo miteinander!

Da ich in diesem Forum neu bin, hoffe ich nicht gleich einen "Anfängerfehler" begangen zu haben, direkt einen Tread zu eröffnen.

Obwohl ich ein gelernter Elektrotechniker bin, hab ich mir das "Wissen unserer Grossväter" über Röhren selbst aneignen müssen, da dies lang vor meiner Zeit war (BJ 1981)
Nichts desto trotz hab ich mich als mehr oder weniger guter Gitarren-Spieler natürlich auch mit dem Thema Röhren-Technik auseinander gesetzt. Nach monatelangem "Studieren" in diversen Foren, natürlich auch in der "Loetstelle" *schleim* hab ich dann meinen ersten Gitarren-Effekt aufgebaut, ein simpler Verzerrer mit zwei ECC83, und ab da war es um mich Geschehen.
So weit zu meiner Person.

Nun zu meinem eigendlichen Anliegen:

Ich hab mir in monatelangem Schmökern von Röhrentabellen und div. Foren einen Gitarren-Amp "durchgerechnet", in dem der oben erwähnte Verzerrer mit 2 ECC83 zum Einsatz kommt, dann ein sog. Bench-Klangregler mit Bass-, und Treble-Absenkung gefolgt von einer ECC83 als Phasendreher und zwei EL84 in Gegentaktung.
Das Ganze sollte ca. 15-18W RMS liefern und reicht für meine Wohnung und im Proberaum voll aus Wink

Jetzt wollte ich die Erfahrenen unter euch bitten, den Schaltplan einmal durchzusehen, ob ich da nicht irgendwo einen "Denkfehler" gehabt habe, oder gar einen groben Schnitzer eingebaut habe, bevor ich mich an den Zusammenbau mache.

http://img148.imageshack.us/img148/8889/schaltplanm.jpg

Für diverse Verbesserungsvorschläge und/oder Änderungen bin ich dankbar.

LG
Georg
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derguteweka



Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 1466

BeitragVerfasst am: Fr 26.Feb 2010 07:36:56    Titel: Re: El84 Gegentakt Gitarren-Verstärker Bauteile finden Antworten mit Zitat

Moin,

toyotabus hat folgendes geschrieben:
Jetzt wollte ich die Erfahrenen unter euch bitten, den Schaltplan einmal durchzusehen, ob ich da nicht irgendwo einen "Denkfehler" gehabt habe, oder gar einen groben Schnitzer eingebaut habe, bevor ich mich an den Zusammenbau mache.

http://img148.imageshack.us/img148/8889/schaltplanm.jpg

Für diverse Verbesserungsvorschläge und/oder Änderungen bin ich dankbar


Also ich hab' mit Roehren und Stromgitarren nix am Hut, also keinerlei Praxis. Aber sogar mir fallen da schon auf Anhieb ordentliche "Schnitzer" auf. Natuerlich auch die Frage: Wozu das 6.043.453.234 ste "Neudesign" von immer dem gleichen Quark? Es gibt doch grad zum Thema Gitarrenamp mit X*ECC81/83 und Y*EL84 schon Fantastilliarden von sogar schon zig mal mehr oder weniger erfolgreich in den letzten 50 Jahren nachgebauten Schaltungen, teils sogar mit mechanischen Aufbautipps.
Die sind ja grad fuer Anfaenger mindestens so wichtig wie das Schaltbild - bzw. das Schaltbild nuetzt nix ohne diese Tipps.
So einen Verstaerker selbst zu "designen" ist irgendwie, wie ein neues Rad und ein neues Feuer zu "erfinden", find' ich.

Hier was mir auf Anhieb aufgefallen ist - und da liegt sicher noch viel mehr im Argen:

Wozu ueberbrueckt R1 C1?
R8 / R9 : 6dB Daempfung, warum?
Anodenspannung der Vorstufe 12V??
Heizungen der Vorstufe an Anodenspannung - sehr Kainkaesk! Smile
VR1 ist Kombi aus Klang- und Lautstaerkesteller?
Logarithmische Potis im Klangregler?
Warum haben Gridstopper und Gitterableitwiderstaende fuer die Penthoden nicht 1k /1M?
Wieso 100V Spannungsfestigkeit des Kathodenelkos?
Wieso 5W bei R28, G2 Strom ca. 11mA / Roehre lt. Datenblatt
Sekundaerseite des Ausgangstrafos hat keine Masseverbindung
Netzteil:
Anodenspannung: Keine Masse an der Siebkette, letzte RC Kombi unwirksam
Mittelanzapfung und trotzdem Graetzschaltung - Spannung koennte doppelt so hoch wie erwartet werden.
Gittervorspannung: Wozu ueberhaupt, Sicherung ist Irrsinn, keine Siebung

Heizspannung: Wozu gleichrichten? Mittelanzapfung?
Komische Bauteilwerte: z.B. C1, R31, R23; welche Diodentypen?
Wieso Ausrufezeichen an den Leistungen der Widerstaende? So aussergewoehnlich?

Nix fuer ungut, hab' schlecht geschlafen.

Gruss
WK
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toyotabus



Anmeldungsdatum: 25.02.2010
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: Fr 26.Feb 2010 22:26:34    Titel: Re: El84 Gegentakt Gitarren-Verstärker Bauteile finden Antworten mit Zitat

derguteweka hat folgendes geschrieben:
Moin,

Wozu ueberbrueckt R1 C1?
R8 / R9 : 6dB Daempfung, warum?
Anodenspannung der Vorstufe 12V??
Heizungen der Vorstufe an Anodenspannung - sehr Kainkaesk! Smile
VR1 ist Kombi aus Klang- und Lautstaerkesteller?
Logarithmische Potis im Klangregler?
Warum haben Gridstopper und Gitterableitwiderstaende fuer die Penthoden nicht 1k /1M?
Wieso 100V Spannungsfestigkeit des Kathodenelkos?
Wieso 5W bei R28, G2 Strom ca. 11mA / Roehre lt. Datenblatt
Sekundaerseite des Ausgangstrafos hat keine Masseverbindung
Netzteil:
Anodenspannung: Keine Masse an der Siebkette, letzte RC Kombi unwirksam
Mittelanzapfung und trotzdem Graetzschaltung - Spannung koennte doppelt so hoch wie erwartet werden.
Gittervorspannung: Wozu ueberhaupt, Sicherung ist Irrsinn, keine Siebung

Heizspannung: Wozu gleichrichten? Mittelanzapfung?
Komische Bauteilwerte: z.B. C1, R31, R23; welche Diodentypen?
Wieso Ausrufezeichen an den Leistungen der Widerstaende? So aussergewoehnlich?

Nix fuer ungut, hab' schlecht geschlafen.

Gruss
WK


Hallo "derguteweka"

Zunächst einmal Danke für die schnelle Antwort, hätt ich nicht gedacht...

Also, der Reihe nach:
- C1 zwecks Gleichstrom-Entkopplung, der R1 war von mir gedacht um nicht zu übersteuert reinzufahren, du meinst den kann ich mir sparen?

-Detto der Spannungsteiler R8/R9, um nicht in die Verzerrung zu kommen

- Die Vorstufe ist mein bewährter Verzerrer, der als Low-Voltage ausgeführt ist und im Original mit einem 12V-Steckernetzteil betrieben wird. Da ich ihn erfolgreich aufgebaut habe, hab ich ihn einfach 1:1 als Vorstufe übernommen, mag manchen vielleicht als "Vergewaltigung" von ECC83 erscheinen, aber es funktioniert und klingt nicht übel.
Darum auch die log-Ausführung der Klangregler, da es sich meiner Ansicht nach gehörrichtiger einstellen lässt, als mit linearen.

-C6 bei Vr1 soll nur ein etwaiges Kratzen vom Poti nehmen, oder eher sinnlos?

- c16 und R28 waren mein Fehler... danke !

- Die letzte Siebkette bei der Stromversorgung ist noch ein Überbleibsel einer früheren Version und entfällt, und die Fehlende Masse am AÜ und bei der Stromversorgung ist ein Flüchtigkeitsfehler beim Planzeichnen *schwitz*

- Ich bin wohl noch immer auf Eintakt-Verstärker eingeschossen, deswegen die übertriebene Siebung bei der Gittervorspannung, frei nach dem Motto "hilfts nichts, schadet es nicht", kann also entfallen ?

- Die Leistungsangaben bei den Widerständen sind nicht ungewöhnlich sondern nur ein Aufbau-Hinweis für mich, quasi als Erinnerung...

Mir war schon klar, daß es bei meinem ersten Gegentakt Projekt nicht der Stein der Weisen wird, aber ich wollte nicht einfach eine Schaltung nachbauen, sondern mich mit der Materie auseinander setzen und die entsprechenden Widerstandswerte und Kondensatoren selbst herleiten, deswegen "der Aufwand der Neuerfindung des Rades"
Wenn ich mir allerdings die Liste oben so anschaue, hab ich gerade einmal ein 4-eckiges Rad Wink

Nichts desto trotz, werde ich deine Vorschläge, Verbesserungen einfliessen lassen und eine "korrigierte Version" wieder posten.
Danke jedenfalls und für mich heißt`s : "4, setzen !"
Lg
Georg
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derguteweka



Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 1466

BeitragVerfasst am: Sa 27.Feb 2010 11:50:37    Titel: Re: El84 Gegentakt Gitarren-Verstärker Bauteile finden Antworten mit Zitat

Moin,

toyotabus hat folgendes geschrieben:
- C1 zwecks Gleichstrom-Entkopplung, der R1 war von mir gedacht um nicht zu übersteuert reinzufahren, du meinst den kann ich mir sparen?

Nee, ich mein', dass das gefaehrlich ist, einen Gleichstrompfad am Eingang zu haben. Wenn da irgendein Signal mit Gleichkomponente anliegt, dann ist der Arbeitspunkt der Roehre sonstwo - naja bei der Spannung und den Widerstaenden ist er das ja auch so Wink

toyotabus hat folgendes geschrieben:
-Detto der Spannungsteiler R8/R9, um nicht in die Verzerrung zu kommen

Dann musste doch vorher eigentlich nicht extra verstaerken, nur ums wieder abzuschwaechen, damit nix verzerrt?

toyotabus hat folgendes geschrieben:
- Die Vorstufe ist mein bewährter Verzerrer, der als Low-Voltage ausgeführt ist und im Original mit einem 12V-Steckernetzteil betrieben wird. Da ich ihn erfolgreich aufgebaut habe, hab ich ihn einfach 1:1 als Vorstufe übernommen, mag manchen vielleicht als "Vergewaltigung" von ECC83 erscheinen, aber es funktioniert und klingt nicht übel.
Darum auch die log-Ausführung der Klangregler, da es sich meiner Ansicht nach gehörrichtiger einstellen lässt, als mit linearen.

OK, wenns dir so gefaellt.

toyotabus hat folgendes geschrieben:
-C6 bei Vr1 soll nur ein etwaiges Kratzen vom Poti nehmen, oder eher sinnlos?

Wenns Poti kratzt, solltest du es austauschen. Der C6 macht dir halt eine Hoehenanhebung, ich weiss nicht ob du die haben willst. Sieht vom Frequenzgang her dann evtl. so aus wie auf dem Bild, wenn das Poti z.b. auf 990k / 10k steht. Das kann auch zu einer heftigen Schwingneigung fuehren...

toyotabus hat folgendes geschrieben:
- Ich bin wohl noch immer auf Eintakt-Verstärker eingeschossen, deswegen die übertriebene Siebung bei der Gittervorspannung, frei nach dem Motto "hilfts nichts, schadet es nicht", kann also entfallen ?

Aeh - welche Gittervorspannung, wleche Siebung? Das ist eben das Problem an Cp&Paste.
Es gibt Verstaerker - ueblicherweise mit etwas dickeren Endroehren - die haben/brauchen eine separat erzeugte Gitterspannung. Dann gibts halt auch die Moeglichkeit der Gitterspannungserzeugung durch den Kathodenwiderstand. Dann brauchts keine extra Gitterspannung.
Wird eine extra Gitterspannung gebraucht, dann sollte die auch gut gesiebt sein und nicht ausfallen, weil eine Sicherung meint, durchbrennen zu muessen. Durch die fehlende Gitterspannung wuerde dann der Strom durch den Ausgangstrafo und die Endroehren zu hoch, da koennt' dann was teures kaputt gehen...
Bei deiner Schaltung gibts halt eine Wicklung am Trafo, eine gefaehrliche Sicherung und einen Brueckengleichrichter - dann endets aber in der Luft und du generierst dir - wahrscheinlich eher durch Zufall - die Gitterspannung durch den R23...

toyotabus hat folgendes geschrieben:
Nichts desto trotz, werde ich deine Vorschläge, Verbesserungen einfliessen lassen und eine "korrigierte Version" wieder posten.

Da kann dich keiner davon abhalten, aber du solltest nicht davon ausgehen, dass das dann besser funktioniert; denn wieejesaaacht: ich hab' keinerlei aktuelle, praktische Erfahrung mit Roehrenverstarkern. Vor 30 Jahren hab' ich bisschen mit den damals vom Sperrmuell ueblichen Teilen gebastelt - da war's aber schoen wurscht, wenn was nix geworden ist, abgeraucht ist oder geschwungen hat wie Hoelle.
Hat alles nix gekostet und spaetestens 3 Monate spaeter war die naechste Spermuellabfuhr, da gabs massig Nachschub fuer umme.

Auch der Gleichrichter fuer die Heizspannung ist nix halbes und nix ganzes.
Entweder Wechselstromheizung, die war 50 Jahre lang voellig OK, oder halt Gleichstromheizung, weil man sich wegen Brummeinkopplungen in die Hose macht; die dann aber doch biddeschoen mit gesiebten und moeglichst stabilisierten 6.3V - oder was auch immer eine PL84 an Heizspannung braucht, damit die 300mA fliessen koennen. Mir war da aber so, als haette ich irgendwo mal was gelesen, dass gerade die PL84 und EL84 sich nicht nur in der Heizung unterscheiden wuerden, sondern noch in ein paar anderen Parametern - bin mir aber da nicht sicher.
Du solltest evtl. mal bei Jogis Roehrenbude vorbeischauen.

Gruss
WK
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