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Digitale Lösung für Schaltungen / Problem?
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passat2001



Anmeldungsdatum: 05.03.2008
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: Mi 05.März 2008 17:44:57    Titel: Digitale Lösung für Schaltungen / Problem? Bauteile finden Antworten mit Zitat

Hallo. Bin neu hier und habe auch schon eine Frage.

Folgendes ist Fakt: Ich habe vor einem Jahr mit eine Schaltung gebaut, womit ich im Auto die Funktion habe, das wenn man den Blinker betätigt, die entsprechende Nebelleuchte angeht. Im Prinzip ein "Abbiegelicht". Das ganze funktionierte über ein Timerrelais mit Trikkersteuerung.

Jetzt möchte ich das ganze aber gerne Digital haben. Sprich, ich möchte ein "Modul" haben, welches ich mit dem PC Programmieren kann. Brauche also etwas, was mit 12V arbeitet, drei Ausgänge hat und drei Eingänge (mindestens). Gibt es soetwas? Also ich will dann wie Software sagen, wenn Signal auf Eingan01 kommt, Schalte Ausgang01 3sekunden.

Hoffe, ihr versteht mein Anliegen, und könnt mir helfen.

THX
MFG
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gerold



Anmeldungsdatum: 27.07.2007
Beiträge: 927
Wohnort: Oberhofen im Inntal (Tirol)

BeitragVerfasst am: Mi 05.März 2008 19:17:11    Titel: Re: Digitale Lösung für Schaltungen / Problem? Bauteile finden Antworten mit Zitat

passat2001 hat folgendes geschrieben:
ich möchte ein "Modul" haben, welches ich mit dem PC Programmieren kann. ... Also ich will dann wie Software sagen, wenn Signal auf Eingan01 kommt, Schalte Ausgang01 3sekunden.

Hallo passat2001!

Ja, so etwas kannst du mit einem Mikrocontroller (µC) machen. So ein AVR-Mikrocontroller kostet nicht viel und lässt sich mit Basic programmieren. Allerdings müsstest du dich ein paar Wochen damit befassen. Aber nach diesen zwei, drei Wochen bist du in diesem Bereich so flexibel wie nie zuvor. Very Happy

Wenn dich dieses Thema interessiert und dich die "paar Wochen" nicht abschrecken, dann erzähle ich dir mehr darüber.

http://halvar.at/elektronik/mikrocontroller_wie_anfangen/

mfg
Gerold
Smile

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passat2001



Anmeldungsdatum: 05.03.2008
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: Mi 05.März 2008 19:34:37    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Hi. Klar interressiert mich dieses Thema. Würde gerne mehr darüber erfahren. Hört sich interessant an und schein genau nach meinem Geschmack zu sein.
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gerold



Anmeldungsdatum: 27.07.2007
Beiträge: 927
Wohnort: Oberhofen im Inntal (Tirol)

BeitragVerfasst am: Mi 05.März 2008 21:13:24    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

passat2001 hat folgendes geschrieben:
Hi. Klar interressiert mich dieses Thema. Würde gerne mehr darüber erfahren. Hört sich interessant an und schein genau nach meinem Geschmack zu sein.

Hallo passat2001!

Na dann mal los! Wink

Vorab: Also ich kenne mich nur mit den AVR-Mikrocontrollern der Firma Atmel aus. Und ich programmiere diese mit Bascom (BASIC), deshalb erzähle ich dir hier nichts von C oder Assembler oder anderen Arten diese Dinger zu programmieren.

Die AVR-Mikrocontroller gibt es mit 8, 20, 28, 40 und mehr Beinchen (Pins). Die kleinen µC kommen aus der Familie "ATtiny". Und die für uns interessantesten µC sind aus der Familie "ATmega".

Von der ATtiny-Familie sind hauptsächlich die beiden µC ATtiny13 und ATtiny45 interessant für uns.

Der ATtiny13 ist sehr klein, aber nicht sehr leistungsfähig. Er kann gut dafür eingesetzt werden, um kleine Arbeiten zu erledigen für die man vor ein paar Jahren noch mehrere TTL-Bausteine verwendet hätte.

Den ATtiny45 nimmt man her, wenn man einen kleinen Baustein mit mehr Power braucht. Der ATtiny45 ist leistungsfähiger als der ATtiny13 und hat mehr Speicher für Programm und Variablen frei. Damit kann man dann schon komfortabel mit anderen µControllern Verbindung aufnehmen und Aufgaben zugewiesen bekommen.

Von der ATmega-Familie sind für den Anfang der ATmega8, der ATmega16 und später der ATmega32 interessant. Es gibt auch µC wie z.B. den ATmega128 und besser. Aber die sind nicht mehr im DIL-Gehäuse erhältlich und etwas teurer. Deshalb würde ich mich erst dann damit befassen, wenn du die Leistung wirklich brauchst.

Der ATmega8 ist der typische Einsteiger-Mikrocontroller. Er ist saubillig (z.B. bei Kessler-Electronic: ATMEGA8-16PU um 1,64 €), ist aber trotzdem ziemlich leistungsfähig. Er hat 28 Pins, wobei davon bis zu 22 Pins direkt als Ein/Ausgänge benutzt werden können. Die meisten Pins sind mehrfach belegt, wie man hier im Bild sehen kann.



So, jetzt weißt du zumindest schon mal um welche Mikrocontroller es sich drehen wird. Ich werde im Laufe der nächsten Tage noch einiges darüber schreiben. Aber als Voraussetzung um selbständig mit diesen Mikrocontrollern arbeiten zu können, empfehle ich dir baldigst das Buch und die Experimentierplatine von Roland Walter zuzulegen. Näheres darüber: http://halvar.at/elektronik/mikrocontroller_wie_anfangen/

mfg
Gerold
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PS: Könnte jemand bitte diesen Topic in das richtige Forum verschieben? Danke!

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Zuletzt bearbeitet von gerold am Mo 17.März 2008 22:44:07, insgesamt 3-mal bearbeitet
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gerold



Anmeldungsdatum: 27.07.2007
Beiträge: 927
Wohnort: Oberhofen im Inntal (Tirol)

BeitragVerfasst am: Mi 05.März 2008 21:23:19    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Hallo!

Hier sind die Links zu den ausführlichen Datenblättern der für uns wichtigsten Mikrocontroller:

ATtiny13:
http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/doc2535.pdf

ATtiny45:
http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/doc2586.pdf

ATmega8:
http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/doc2486.pdf

ATmega16:
http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/doc2466.pdf

Man muss diese Dinger nicht von vorne bis hinten durchlesen. Aber es ist doch recht aufschlussreich, mal die ersten Seiten durchzublättern um sich über die Leistungsfähigkeit der einzelnen Mikrocontroller ein Bild zu machen.

Und zum Abrunden noch der Link zur AVR-Vergleichstabelle:
http://www.atmel.com/dyn/products/param_table.asp?family_id=607

mfg
Gerold
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Zuletzt bearbeitet von gerold am Fr 25.Apr 2008 19:40:15, insgesamt 2-mal bearbeitet
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gerold



Anmeldungsdatum: 27.07.2007
Beiträge: 927
Wohnort: Oberhofen im Inntal (Tirol)

BeitragVerfasst am: Do 06.März 2008 17:05:07    Titel: Die Spannungsversorgung Bauteile finden Antworten mit Zitat

Hallo!

Und weiter geht's mit dem Thema "Stromversorgung".

Die AVR-µC fühlen sich am wohlsten, wenn sie mit stabilisierten 5 Volt versorgt werden. Da die µC selber nicht viel Strom brauchen, genügt es, wenn man die Spannung mit einem 7805 stabilisiert.

Ich halte mich dabei meist an diese Seite http://www.strippenstrolch.de/1-2-11-der-spannungsregler-78xx.html vom Strippenstrolch.

Da du deine Schaltung aber auch im Auto einsetzen möchtest, möchte ich dich auch noch auf einen Eintrag in der Elektronik FAQ hinweisen.
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.23

Jetzt da die Versorgung geklärt ist, können wir ein bischen näher an den Mikrocontroller ran rücken. Die AVR-µC haben meist mehrere VCC-Anschlüsse (Versorgungsspannung). Wenn das der Fall ist, dann **müssen alle** diese VCC-Anschlüsse mit Strom versorgt werden. Und wenn es mehrere GND-Anschlüsse gibt, dann **müssen alle** GND-Anschlüsse angeschlossen werden. Es kann sein, dass ein µC auch dann funktioniert, wenn nicht alle diese Pins angeschlossen werden. Aber unter Last könnte es sein, dass dadurch der µC nicht mehr korrekt funktioniert oder sogar zerstört wird.



Der ATmega8 hat jeweils zwei dieser Anschlüsse. VCC und GND auf der linken Seite sind für den Digital-Teil. Und AVCC und GND auf der rechten Seite sind für den Analog-Teil. Der 100 nF Keramikkondensator soll kleine Störungen ausgleichen. Und wenn der Analog-Teil des µC ebenfalls verwendet wird, dann sollte man auch den AVCC-Eingang mit einem 100 nF Keramikkondensator gegen GND schließen. Wenn der Analog-Teil nicht verwendet wird, dann ist das nicht unbedingt notwendig.

Falls mit dem µC analoge Messungen durchgeführt werden, dann sollte der Analog-Teil besonders gut gegen Störungen geschützt werden (z.B. mit einem Low-Pass-Filter).



Manche fangen Spannungsschwankungen am Reset-Eingang mit einem Kondensator ab und begnügen sich mit dem in den µC eingebauten PullUp-Widerstand (ca. 50 kOhm). Und andere (wie ich), verlassen sich lieber auf einen externen 10 kOhm PullUp-Widerstand. In Tirol sagt man zu so etwas "Kupft wia Gsprunga!" Smile

Siehe auch: AVR_Checkliste

mfg
Gerold
Smile

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Zuletzt bearbeitet von gerold am Do 05.Jun 2008 16:36:28, insgesamt 9-mal bearbeitet
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passat2001



Anmeldungsdatum: 05.03.2008
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: Do 06.März 2008 18:29:46    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

OK, das sit soweit klar. Kannst du mir jetzt noch sagen, was ich mir an Hardware kaufen muss? Habe einen PC mit USB anschluss.


THX
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gerold



Anmeldungsdatum: 27.07.2007
Beiträge: 927
Wohnort: Oberhofen im Inntal (Tirol)

BeitragVerfasst am: Do 06.März 2008 19:18:12    Titel: Was brauche ich alles? Bauteile finden Antworten mit Zitat

passat2001 hat folgendes geschrieben:
OK, das sit soweit klar. Kannst du mir jetzt noch sagen, was ich mir an Hardware kaufen muss? Habe einen PC mit USB anschluss.

Hallo passat2001!

Du brauchst das "AVR - Mikrocontroller Lehrbuch" von Roland Walter und das zugehörige Experimentierboard. Beides bekommst du bei Segor: http://cgi.segor.de/user-cgi-bin/sidestep2.pl?foto=1&Q=rowalt&M=1

Dann brauchst du noch ein paar Bauteile, Mikrocontroller und einen Programmer (Programmiergerät). Ich mache es mir einfach und verlinke direkt dorthin. Und nein, ich bekomme keine Provision. Smile

Absolute Mindestausstattung:
- http://myavr.de/shop/article.php?artDataID=36
- http://shop.embedit.de/product__92.php
- http://shop.embedit.de/product__94.php

Es wäre nicht schlecht ein paar dieser Dinger auf Vorrat zu haben:
- http://shop.embedit.de/product__367.php
- http://shop.embedit.de/product__163.php
- http://shop.embedit.de/product__352.php
- http://shop.embedit.de/product__336.php
- http://shop.embedit.de/product__99.php
- http://shop.embedit.de/product__558.php
- http://shop.embedit.de/product__114.php
- http://shop.embedit.de/product__126.php
- http://shop.embedit.de/product__117.php
- http://shop.embedit.de/product__189.php
- http://shop.embedit.de/product__118.php

Ideal aber nicht unbedingt notwendig:
- http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;ARTICLE=67680
- http://www.pollin.de/shop/shop.php?cf=detail.php&pg=NQ==&a=MTY5OTgxOTk=

mfg
Gerold
Smile


PS: Wenn sich jemand die hier beschriebene Grundausstattung nicht leisten kann: http://www.loetstelle.net/forum/viewtopic.php?p=6939#6939

.

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Zuletzt bearbeitet von gerold am Fr 21.März 2008 19:19:55, insgesamt 5-mal bearbeitet
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BellaD



Anmeldungsdatum: 03.12.2006
Beiträge: 1708
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BeitragVerfasst am: Do 06.März 2008 19:59:19    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Hoi
@Gerold

will nicht unbedingt meinen Senf dazutun aber wegen mindestausstattung bin ich der meinung das man besser damit fährt wenn man sich das AVR DRAGON für ca.60 Eu zulegt und dazu ein vernünftiges Breadboard für noch nichtmal 10 eu. bei Reichelt .
Damit biste heutzutage bestens gerüstet , debug - JTAG + 1Wire debugging für die neuen Tiny und mega , funktioniert einwandfrei mit AVRStudio, hat USB usw usw. und man kann es gut wieder verkaufen wenn man vielleicht doch keine Lust mehr hat .

ansonsten , weiter so Wink

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gerold



Anmeldungsdatum: 27.07.2007
Beiträge: 927
Wohnort: Oberhofen im Inntal (Tirol)

BeitragVerfasst am: Fr 07.März 2008 14:28:14    Titel: Der Programmer (Programmiergerät) Bauteile finden Antworten mit Zitat

Hallo!

Wenn ein Programm fertig programmiert wurde, dann wird es kompiliert. Das heißt, der Bascom-Quellcode, den wir geschrieben haben, wird in ein vom µC ausführbares Maschinencode-Programm umgewandelt. Dieses Programm kann als HEX-Datei oder als BIN-Datei vorliegen.

Um dieses Programm in den µC übertragen zu können, braucht man einen so genannten Programmer (Programmiergerät). Das kann ein einfaches Kabel für den Anschluss an den Parallelport mit ein paar Widerständen und ein paar Dioden sein. Das kann ebenso ein mit ein paar Dioden und Widerständen versehenes Kabel für den Anschluss an den "Seriellen Port" (RS-232) sein. Das kann aber auch ein Gerät für den USB sein. Es gibt viele verschiedene Programmer für die verschiedensten Anschlüsse.

Aber warum nimmt dann nicht jeder ein einfaches Parallelportkabel, wenn es doch damit funktionieren soll? Oder warum nicht einfach das Kabel für den "Seriellen Port"? -- Die Sache ist die, dass viele Computer keinen Parallelport mehr haben. Es gibt zwar USB-Parallelport-Adapter, aber mit denen kann man die µC nicht programmieren, da der Datenaustausch in beide Richtungen oft nicht richtig funktioniert und die Hi-Low-Level meist keine einheitliche Spannung haben.

Es geht noch weiter. Seit Windows 2000 kann man nicht mehr direkt von einem Programm aus auf den Parallelport zugreifen. Man kann das umgehen, indem man einen speziellen Treiber dafür installiert. Aber leider werden diese Treiber nicht aktiv weiterentwickelt, so dass diese Treiber schon seit Windows XP teilweise Schwierigkeiten machen oder sogar überhaupt nicht funktionieren. Fazit: Der Parallelport scheidet aus.

Weit mehr Computer haben noch einen "Seriellen Port" (RS-232 oder auch COM genannt), der nicht wie der Parallelport vom Betriebssystem abgeblockt wird. Also scheint der COM-Port gar nicht so schlecht dafür geeignet zu sein. Und die benötigte Hardware begrenzt sich auf ein Kabel, ein paar Dioden und Widerstände. Aber ein Problem gibt es damit doch. Die Übertragung eines Programmes über den COM-Port dauert einfach viel zu lange. Außerdem ist diese Art der Übertragung nicht so gut in Bascom integriert, was das Arbeiten erschwert.

Es gibt Programmer, richtige Geräte, die über den COM-Port angesprochen werden und die auch die volle Geschwindigkeit des COM-Ports ausnützen können, aber mit denen habe ich mich nie befasst und kann nichts dazu schreiben.

Auf dieser Seite http://www.kreatives-chaos.com/artikel/avr-programmieradapter erfährst du mehr über ein paar dieser Programmer.

Für heutige Computer empfehle ich einen USB-Programmer zu verwenden. USB wird nicht so schnell aussterben und die Programmer dafür werden immer billiger. So gibt es mit dem mySmartUSB einen Programmer, der -- an den Computer angeschlossen -- einen COM-Port simuliert und sehr einfach von Bascom aus genutzt werden kann. Also ideal für Einsteiger.



Diesen mySmartUSB-Programmer bekommt man direkt bei myAVR oder von Conrad. Wenn man den Programmer geliefert bekommt, dann fehlt nur noch der zehnpolige Wannenstecker, den man noch einlöten muss. Mit dabei ist ein kurzes Flachbandkabel mit zwei zehnpoligen Pfostensteckverbindern. Es hat sich eingebürgert, µC-Schaltungen mit einem Wannenstecker auszustatten, über den die µC im System programmiert werden können.

Die AVR-Mikrocontroller müssen also nicht jedes mal ausgebaut werden, um ein neues Programm zu übertragen. Es genügt, wenn man die Leitungen "Reset", "MOSI", "MISO", "SCK", "GND" und "VCC" über einen Stecker nach außen führt. Diesen Stecker kennzeichnet man üblicherweise mit "ISP", was für "In System Programming" steht. Auf die Bedeutung von "MOSI", "MISO" und Co. werde ich später noch eingehen. Aber zuerst kümmern wir uns um die Hardware. Es ist nämlich so, dass Roland Walter in seinem Experimentierboard nicht diesen Wannenstecker, sondern eine sechspolige SIL-Leiste verwendet. Das ist zwar schön platzsparend, aber man muss sich einen Adapter zusammenlöten um mit dem mySmartUSB auch dieses Experimentierboard anschließen zu können.

10-poliger und 6-poliger ISP-Stecker (Atmel):

http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_In_System_Programmer

6-poliger, einreihiger Stecker den Roland Walter verwendet:

http://rowalt.de/mc/avr/avrbuch/AvrBoard.pdf

Beim Übertragen der Daten kommuniziert der Programmer mit dem µC über die SPI-Schnittstelle (Serial Peripheral Interface). Dieses SPI arbeitet mit drei Leitungen. Wenn nicht nur zwei Geräte miteinander kommunizieren, dann ist noch eine zusätzliche Leitung im Spiel. Aber das ist jetzt nicht so wichtig.

Die SCK-Leitung (SPI Clock) gibt den Takt an. Einer der Kommunikationspartner ist immer der Master. Dieser bestimmt den Takt. Der andere Kommunikationspartner ist der Slave.

Die MOSI-Leitung (Master Out/Slave In) überträgt Daten vom Master zum Slave.

Die MISO-Leitung (Master In/Slave Out) überträgt Daten vom Slave zum Master.

Dieses SPI kann dazu benutzt werden um Daten und Anweisungen von einem µC an andere µC weiter zu geben. Es wird auch zum Übertragen des Programms vom Computer zum µC verwendet. Der einzige Unterschied ist, dass der Programmer vorher den Reset-Eingang des µC nach GND zieht. Das ist das Zeichen für den µC, dass es sich bei der Übertragung nicht nur um normale Daten, sondern um das Programm handelt. Dieses wird dann in den eingebauten Flash-Speicher geschrieben.

Siehe auch: AVR Hardware Design Considerations

mfg
Gerold
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Anmeldungsdatum: 27.07.2007
Beiträge: 927
Wohnort: Oberhofen im Inntal (Tirol)

BeitragVerfasst am: Sa 08.März 2008 12:14:52    Titel: mySmartUSB einrichten Bauteile finden Antworten mit Zitat

Hallo passat2001!

Ich möchte noch einmal auf den mySmartUSB-Programmer eingehen, bevor ich mich auf Bascom stürze. Der mySmartUSB muss nämlich installiert, upgedated und eingestellt werden bevor man los legen kann.

Zum mySmartUSB wird eine CD mit Software mitgeliefert. Aber bei mir war es so, dass die Programme auf dieser CD nicht so aktuell waren, wie die die man im Internet herunterladen kann.

Hinweis: Der mySmartUSB darf vor der Installation der Treiber nicht angeschlossen werden. Für die Installation benötigt man Administratorrechte.

Die zugehörigen Treiber, Programme und Informationen kann man unter dieser URL herunterladen: http://myavr.de/download.php

Suche auf der Download-Seite nach diesen Dateien:

USB-Treiber für das myAVR Board 2 USB und mySmartUSB
Dieser Treiber erstellt einen virtuellen COM-Port, über den auf den mySmartUSB zugegriffen werden kann. Dieser Treiber ist wichtig und muss korrekt installiert werden. Entpacke die heruntergeladene ZIP-Datei in einen Ordner und lies die mitgelieferte PDF-Datei "Update der mySmartUSB Treiber_d_eng.pdf" gründlich durch und halte dich bei der Installation so gut wie möglich an die Anleitung. Wichtig! Verwende beim Einstellen des COM-Ports nur Adressen zwischen 1 und 4. Ansonsten kann man mit einigen Programmen nicht auf diesen COM-Port zugreifen. Verwendbar sind also nur COM1, COM2, COM3 und COM4.

Firmware für USB-Programmer
Beim Schreiben dieses Beitrages ist die Version 2.5 aktuell. Bevor das Firmwareupdate durchgeführt werden kann, muss der USB-Treiber installiert werden.
Entpacke die Zip-Datei und führe das darin enthaltene Programm aus. Das Programm führt durch die Installation.

myAVR Workpad PLUS, Demo
Dieses Programm ist zwar nur eine Demo-Version, aber damit kann man die Fuse-Bits der µC einstellen. Das funktioniert zwar auch mit anderen Programmen, aber bei weitem nicht so komfortabel. Das Programm kann man installieren und nach dem Start einige Minuten lang nutzen. Lange genug um damit die Einstellungen tätigen zu können.

myAVR ProgTool
Damit kann man Programme zum µC übertragen. In der nächsten Programmversion soll man endlich auch Kommandozeilenparameter beim Start des Programms angeben können. Damit könnte dieses Programm auch komfortabel aus Bascom heraus verwendet werden.

Kommandozeilen-Tool für mySmartUSB
Damit schaltet man den mySmartUSB in die verschiedenen Modi. Dieser kann nämlich nicht nur als Programmer arbeiten. Man kann ihn auch dazu verwenden um direkt mit den µControllern zu kommunizieren. Aber darauf gehe ich nicht weiter ein. Wichtig ist, nur, dass man dieses Tool braucht um den Programmer in den "Programmier-Modus" zu schalten.
Bitte gleich ausprobieren und den Programmer in den Programmier-Modus stellen. Der Programmer befindet sich im Programmier-Modus, wenn die rote LED leuchtet.

Produktbeschreibung zum USB Programmer mySmartUSB
durchlesen

Technische Beschreibung zu mySmartUSB
durchlesen

Der Einstieg für die Programmierung des myAVR Boards mit BASCOM
durchlesen

Eine Leseprobe aus dem myAVR Lehrbuch
Es ist sicher kein Fehler wenn man sich das mal durchliest. Aber bitte nicht vom darin gezeigten Assembler abschrecken lassen.

lg
Gerold
Smile

Der nächste Beitrag wird schon von Bascom handeln. Smile Und, liest das überhaupt jemand oder schreibe ich das hier ganz umsonst?

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Zuletzt bearbeitet von gerold am Sa 08.März 2008 18:43:58, insgesamt einmal bearbeitet
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gerold



Anmeldungsdatum: 27.07.2007
Beiträge: 927
Wohnort: Oberhofen im Inntal (Tirol)

BeitragVerfasst am: Sa 08.März 2008 18:31:20    Titel: Bascom - Einstellungen Bauteile finden Antworten mit Zitat

Hallo!

Na, dann kommen wir jetzt zu Bascom.

Bascom ist das Programm mit dem die Programme für den µC geschrieben werden. Die Vollversion kostet 80 Euro und ermöglicht es dir, auch Programme über 4 kByte Größe zu schreiben. Aber für den Anfang genügt die Demo-Version. Damit kann man schon einiges anstellen. Erst recht, wenn man bedenkt, dass der Flash-Speicher eines ATtiny45 auch nur 4 kByte groß ist.

Das Programm Bascom-AVR kann man sich bei MCS-Electronics unter http://mcselec.com/index.php?option=com_content&task=view&id=14&Itemid=41 herunterladen.

Im linken Bereich kann man das Programm schreiben und im rechten Bereich kann man mehrere Hilfsmittel einblenden. Ich habe dort oft die Pinbelegung des Chips eingeblendet. Es wird ein Bild des µC angezeigt, sobald aus dem Programm hervor geht, welcher µC programmiert wird. Das hilft enorm bei der Auswahl der richtigen Pins.



Die wichtigste Info kommt gleich vorab. Wenn man den Cursor (blinkender Strich) auf einen Befehl setzt und dann die F1-Taste drückt, dann bekommt man die Hilfe zu diesem Befehl angezeigt. Bitte gleich ausprobieren und merken. >>F1-Taste<<






Einstellungen:
Zu den Einstellungen kommt man über das Optionen-Menü. Und so sehen die Einstellungen bei mir aus:

Compiler - Chip:
http://halvar.at/elektronik/avr/bilder_der_bascom_einstellungen/compiler_chip.gif

Compiler - Output:
http://halvar.at/elektronik/avr/bilder_der_bascom_einstellungen/compiler_output.gif

Compiler - Communication:
http://halvar.at/elektronik/avr/bilder_der_bascom_einstellungen/compiler_communication.gif

Compiler - I2C, SPI, 1Wire:
http://halvar.at/elektronik/avr/bilder_der_bascom_einstellungen/compiler_i2c_spi_1wire.gif

Compiler - LCD:
http://halvar.at/elektronik/avr/bilder_der_bascom_einstellungen/compiler_lcd.gif

Compiler - Options:
http://halvar.at/elektronik/avr/bilder_der_bascom_einstellungen/compiler_options.gif

Communication:
http://halvar.at/elektronik/avr/bilder_der_bascom_einstellungen/communication.gif

Environment - Editor:
http://halvar.at/elektronik/avr/bilder_der_bascom_einstellungen/environment_editor.gif

Environment - Font:
http://halvar.at/elektronik/avr/bilder_der_bascom_einstellungen/environment_font.gif

Environment - IDE:
http://halvar.at/elektronik/avr/bilder_der_bascom_einstellungen/environment_ide.gif

Environment - PDF:
http://halvar.at/elektronik/avr/bilder_der_bascom_einstellungen/environment_pdf.gif

Simulator:
http://halvar.at/elektronik/avr/bilder_der_bascom_einstellungen/simulator.gif

Programmer:
http://halvar.at/elektronik/avr/bilder_der_bascom_einstellungen/programmer.gif

Monitor:
http://halvar.at/elektronik/avr/bilder_der_bascom_einstellungen/monitor.gif

Printer:
http://halvar.at/elektronik/avr/bilder_der_bascom_einstellungen/printer.gif

Wenn du Fragen hast -- einfach melden. Das hier ist ein Forum! Smile

mfg
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Corone



Anmeldungsdatum: 23.01.2008
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: So 09.März 2008 19:02:46    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Uiuiui, das ist aber echt arg umfangreich hier. Schon mal darüber nachgedacht, diese Postings hier zu einem umfassenden "Einsteiger-HowTo" umzuarbeiten?
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gerold



Anmeldungsdatum: 27.07.2007
Beiträge: 927
Wohnort: Oberhofen im Inntal (Tirol)

BeitragVerfasst am: So 09.März 2008 19:49:29    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Corone hat folgendes geschrieben:
Uiuiui, das ist aber echt arg umfangreich hier. Schon mal darüber nachgedacht, diese Postings hier zu einem umfassenden "Einsteiger-HowTo" umzuarbeiten?

Hallo Corone!

Das werde ich später auch daraus machen. Aber zuerst mal hier im Forum ausarbeiten und auf Probleme eingehen. -- Falls diesen Thread noch irgendjemand liest. Rolling Eyes

mfg
Gerold
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PS: Es wäre super, wenn jemand diesen Topic in das richtige Forum schieben könnte.

.

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BellaD



Anmeldungsdatum: 03.12.2006
Beiträge: 1708
Wohnort: Klinik der misshandelten Kuscheltiere

BeitragVerfasst am: So 09.März 2008 20:46:19    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Ich lese Wink immer noch und bin gespannt wie es weitergeht.

Zum Bascom hätte ich nur eine Frage , wie kommt man an das erzeugte Assembler file ran - bzw wo speichert er das ?

ansonsten weiter so

mfg

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Verfasst am: Heute 06:16:15    Titel: Bauteile finden

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