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Röhrenverstärker Selbstbau

 
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Elektron



Anmeldungsdatum: 16.03.2008
Beiträge: 1049

BeitragVerfasst am: Fr 18.Dez 2009 12:25:25    Titel: Röhrenverstärker Selbstbau Bauteile finden Antworten mit Zitat

Hallo!

ich habe mir die letzten Tage ein Radioempfangsteil wegen dem schönen, schwarz eloxierten Aluminiumgehäuse gekauft (1€ auf dem Flohmarkt). Zu Hause angekommen war erst einmal schlachten und putzen angesagt. Der große Drehregler für die Einstellung der Empfangsfrequenz (ebefalls aus Aluminium) ist gut gelagert und mit einem großen Gewicht versehen. Dadurch dreht er sich mit einem Fingertipp fast von allein, was mir sehr gefiel. Die Bedienknöpfe rasten bestimmt aber sanft ein, insgesamt war das ein guter Fang und macht schonmal einen hochwertigen Eindruck. Außerdem ist die Größe einfach ideal. Ziemlich kultig finde ich noch die beiden analogen, gut erhaltenen Pegelanzeigen mit Hintergrundbeleuchtung. Leider ist das Ziffernblatt beschriftet, die werde ich eventuell noch auswecheln.

Entschieden habe ich mich für die Triodenschaltung mit einer EL84, Schaltpläne findet man ja zuhauf im Netz. Jetzt sehe ich aber, dass die Anodenspannung maximal 250V betragen darf. Nach dem Gleichrichten habe ich allerdings etwa 380V. Einen passenden Ringkerntransformator 230VAC -> 140VAC finde ich leider nicht. Wird das durch den Anodenwiderstand gelöst? Wie berechne ich den "Widerstand der Röhre", also den Widerstand zwischen Kathode und Anode bei Vollaussteuerung?

Die Lautstärkeregelung wird in jedem Fall digital erfolgen. Ich möchte mit einem Inkrementalgeber und einem Mikrocontroller die Drehung der Laustärkereglers erfassen, das Display (welches an Stelle der Frequenzwahlanzeige tritt) soll dann kurz bei Betätigung einen Zahlenwert anzeigen. Ebenso wird der Mikrocontroller die Einschaltverzögerung der Boxenausgänge steuern und noch für andere Dinge eingesetzt. Jetzt bräuchte ich so etwas wie einen digitalen Widerstand, wer hat da einen Tipp?
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Alv



Anmeldungsdatum: 23.06.2009
Beiträge: 1145
Wohnort: Braunschweig

BeitragVerfasst am: Fr 18.Dez 2009 14:18:29    Titel: Re: Röhrenverstärker Selbstbau Bauteile finden Antworten mit Zitat

Elektron hat folgendes geschrieben:
Jetzt bräuchte ich so etwas wie einen digitalen Widerstand, wer hat da einen Tipp?


Den "digitalen Widerstand" für die Laurstärkeeinstellung?
Es gibt da "digitale Potis", die werden entweder seriell angesteueret, oder gleich mit den Signalen aus den Encodern.

Z.B. X9C503, AD5258 bei Conrad

_________________
bd. Alv
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Elektron



Anmeldungsdatum: 16.03.2008
Beiträge: 1049

BeitragVerfasst am: Fr 18.Dez 2009 15:13:40    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Ich bin mir ziemlich sicher mal in der Elektor von einem IC gelesen zu haben, an dessen Beinchen man einfach nur den entsprechenden Wert legen musste und dann über zwei Pins der Widerstand gegeben war...
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Tim Sasdrich



Anmeldungsdatum: 26.09.2009
Beiträge: 229
Wohnort: VS

BeitragVerfasst am: Fr 18.Dez 2009 19:56:57    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Ich kenne nur digitale Pottis mit Drehencoder, die vertragen aber glaub nur unter 1mA am Ausgang.
Ansonsten kenne ich nur noch R2R-Netzwerke.
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Hahn



Anmeldungsdatum: 23.07.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: Do 07.Jan 2010 13:55:52    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Tach ihr Bastler hehe.
Die Betriebsspannung setzt du mit einem Vorwiderstand runter. Also Ladeelko - Vorwiderstand - Siebelko nach der Gleichrichtung. Der Vorwiderstand berechnet sich aus dem Ruhestrom der EL84 und der über dem Vorwiderstand abzufallende Spannung (also die Spannung, die zu viel ist). Wenn z.B. der Anodenstrom 35mA beträgt und dein Netzteil 330V liefert, müssen über dem Widerstand 80V abfallen.
Rv = U/I ; Rv = 80V/35mA = ca. 22KOhm.
Leistung vom Widerstand: Pv = Uv * Iv ; Pv = 80V * 35mA = ca. 3W Mindestens.
Hoffe, ich hab deine Frage richtig verstanden und konnte die verständlich beantworten. Wenn nicht, dann betrachte ich es als kleine Anleitung für die anderen ^^. Wenn ich in der Eile, die ich gerade hab, Fehler gemacht habe, schlagt mich bitte nicht, aber ich hoffe, dass mein Geschreibsel verständlich war.
Gruß Gockel
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Alv



Anmeldungsdatum: 23.06.2009
Beiträge: 1145
Wohnort: Braunschweig

BeitragVerfasst am: Do 07.Jan 2010 14:20:51    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Soweit klar, nur was ich dabei nicht verstehe:
Der Strom durch die Röhre ist ja nicht konstant. Somit schwankt ja die Betriebsspannung je nach Röhrenstrom.
Wird das durch den Siebelko ausgeglichen, oder machen solche Spannungsschwankungen Röhrenschaltungen nichts aus?

_________________
bd. Alv
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Hahn



Anmeldungsdatum: 23.07.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: Fr 08.Jan 2010 10:28:05    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Die Wechselspannung wird quasi durch den Siebelko gegen Masse Kurzgeschlossen. Also der Elko ist ja ein Kondensator und läßt Wechselspannung durch. Mit dem Vorwiderstand bildet der Siebelko ein Tiefpass und schließt die Tonfrquenz nach Masse kurz. Kann man ja ausrechnen wie der Frequenzgang über das Filterglied ist. Aber bei so großen Kapazitäten dürfte das wohl kaum ne Rolle spielen.
Hoffe ich erzähle jetzt hier kein Müll Shocked
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Elektron



Anmeldungsdatum: 16.03.2008
Beiträge: 1049

BeitragVerfasst am: Fr 08.Jan 2010 12:48:27    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Hm, naja, mir ging es eher darum, ob es (und das tut es mit Sicherheit) Formeln gibt, die die Parameter an der Röhre zueinander in Beziehung setzen kann (also Temperatur, Anodenspannung, Gitterspannung etc.), so dass man durch einfaches Durchlaufen der Maschen genau im Vorfeld ausrechnen kann, was man möchte. Ich kann mir kaum vorstellen, dass unsere röhrigen Vorfahren das "frei nach Schnauze" gemacht haben.

edit:
Bei wikipedia finde ich nur eine Beziehung mit der sich die Kennlinie beschreiben lässt. Aber was will ich mit der Kennlinie Mr. Green ich will rechnen, nicht schätzen.
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derguteweka



Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 1466

BeitragVerfasst am: Fr 08.Jan 2010 13:28:27    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Moin,

Elektron hat folgendes geschrieben:
Hm, naja, mir ging es eher darum, ob es (und das tut es mit Sicherheit) Formeln gibt, die die Parameter an der Röhre zueinander in Beziehung setzen kann (also Temperatur, Anodenspannung, Gitterspannung etc.), so dass man durch einfaches Durchlaufen der Maschen genau im Vorfeld ausrechnen kann, was man möchte.

Formeln wohl weniger, weil's nichtlinear ist. Aber dafuer gibts die Roehrenkennlinien: Zb. wo Anodenstrom ueber Anodenspannung aufgetragen ist, mit der Gitterspannung als Parameter.
Uebrigens: Keine Angst wegen der max. 250V Anodenspannung. Das ist nicht die Betriebsspannung des Verstaerkers, sondern eben die Spannung an der Anode bezogen auf die Kathode. Die Kathode liegt aber schon mal ueber den Kathodenwiderstand etwas hoeher und auch am Ausgangstrafo fallen einige 10 Volt ab.
Als die EL84 designed wurde, hat man das Thema "Allstromnetzteil" noch recht entspannt gesehen, deshalb gibt's z.b. auch eine UL84.
Also hat man das Ding schon so gebaut, dass es ohne grosse Faxen an (einweggleichgerichteten und gesiebten) 220V~ funktioniert...

Elektron hat folgendes geschrieben:
Ich kann mir kaum vorstellen, dass unsere röhrigen Vorfahren das "frei nach Schnauze" gemacht haben.

Nee, deshalb gibt es ja die Datenblaetter...

Elektron hat folgendes geschrieben:
Bei wikipedia finde ich nur eine Beziehung mit der sich die Kennlinie beschreiben lässt. Aber was will ich mit der Kennlinie Mr. Green ich will rechnen, nicht schätzen.

Du willst nicht wirklich rechnen, denn das wird gaaaanz unangenehm, weil eben nichtlinear. Und gerade bei der EL84 haben in den letzten ca. 60 Jahren glaub' ich schon viele alles gerechnet, was irgendwie zu rechnen war Smile

Gruss
WK
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mike045



Anmeldungsdatum: 21.12.2009
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: Sa 09.Jan 2010 23:31:50    Titel: digitales poti Bauteile finden Antworten mit Zitat

Ich denke, Röhrenverstärker, müssen als solche belassen werden. Das ist der "Kick" an den Röhren-Verstärkern. Wenn ich diese konzipiere, dann verzichte ich auf die Anwendung von Transistoren, oder aus dieser Familie. mike
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Hahn



Anmeldungsdatum: 23.07.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: Di 12.Jan 2010 10:27:22    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Also, normalerweise wird sowas zeichnerisch gelöst, was auch recht einfach ist und genau genug sein sollte. Zumal jede Röhre auch Toleranzen hat. Du kannst natürlich auch die Funktion Ia(Ug,Ua) der Röhre rausbeokommen und dich da mit 6-10 Koeffitienten rumschlagen (je nach genauigkeit). Also eine 3 Dimensionale Funktion. Wenn du damit auch noch rechnen willst, wünsche ich dir viel Spaß Wink Aber wenn dich das trotzdem interessiert, kannst du ja z.B ein Spice-Röhrenmodell raussuchen und die Funktion daraus entnehmen. Allerdings sind die Modelle auch nur mit beiden Augen zugedrückt annähernd der echten Röhrenkennlinien.
Also ich zeichne auch nur und rechnen brauch man da auch wenig und die Genauigkeit ist hoch genug. Wen interessiert am Ausgang 10mW mehr Smile
Ich vertrau da eh mehr auf die Datenblätter die schon erprobte Werte für die Grundschaltung der einzelnen Betriebsarten vorschlagen.
Anderseits rechnet man ja schon mit den Kennlinien, da die Röhren ja im "Linearen" bereich betrieben werden (sollten). Da hast du quasi die Funktionen die sich Steilheit, Spannungsverstärkung, Innenwiderstand, u.s.w. mit denen man ja für gewöhnlich rechnet.

P.S. Das gilt übringends nicht nur für Röhren sondern auch z.B. für alle Halbleiter und andere nichtlineare Bauelemente.
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Verfasst am: Heute 05:18:51    Titel: Bauteile finden

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