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LED-Driver
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Oliver S.



Anmeldungsdatum: 03.01.2012
Beiträge: 31
Wohnort: hinter den sieben Bergen

BeitragVerfasst am: So 24.März 2013 12:39:46    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,
ich habe mal angefangen Eure Infos durchzuarbeiten und mit dem Text von dir, BellaD angefangen. Vorweg erst mal herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich habe mir der Einfachheit erlaubt, zwischen Deine Zeilen zu schreiben, ich hoffe das ist ok so:


BellaD hat folgendes geschrieben:
...
Also können wir da wir ja jetzt schon soviel Wissen mal versuchen das Auszurechnen:

Im Datenblatt steht die Spannung die bei einem bestimmten Strom abfällt.
Wir glauben dem und nehmen diesen Strom als Betriebsstrom unserer LED . Also da steht jetzt 20 mA und eine Spannung von 1,6 Volt,
wir wollen 10 Stück davon in Serie schalten also fliest durch alle der gleiche Strom aber die Spannungen addieren sich zu 10 * 1,6 V =16 V.
Damit die LED nicht kaputt geht haben wir gesagt das der Strom begrenzt werden muss ,in dem Fall auf 20mA .
bis dahin alles kapiert


Was wir jetzt noch brauchen ist die Betriebsspannung für unsere zusammengeschalteten LED. Die müsste nun ein bischen höher sein da wir (wieder der olle Ohm) ja irgend was verbrutzeln müssen um da einen Konstanten Strom hinzubekommen.

(ich dachte der Spannungsabfall wäre ansich schon das , was man verbrutzelt. Warum muss die Betriebsspannung denn noch ein bisschen höher sein?)

Wir wollen uns auch auf was fertiges beschränken und denken da an diese schönen Wandwarzen die es vom Chinaman besonders billig überall zu kaufen gibt , leider aber nicht in 16,18 Volt oder so sondern als Schnäpchen in 24V (nur für die Berechnung jetzt mal angenommen).
Also müssen wir jetzt 24V - 16V = 8Volt vernichten da diese ja zu viel sind für unsere Leds (ohne deppenapostroph !) ,das kann man am einfachsten mit einem Widerstand (s.o.)
Das können wir jetzt dank des ollen Ohm ausrechnen
R =u/i 8/0,02 = 400


(kapiert)


wir brauchen also einen Widerstand von 400 Ohm und der muss jetzt den Strom der zuviel ist verbrutzeln, tut er auch, aber er wird dabei Warm,wie warm ? also welche Leistung muss er verkraften können ?
kann man auch ausrechnen
Leistung im Widerstand - P = (I*I)*R
(0,02 *0,02)* 400 = 0,16 = 160 mW

(ist - P = (I*I)*R eigentlich ein empirisches Gesetz? Oder kann man das auch theoretisch kapieren?)

nu gibt es aber diesen Widerstand so nicht bei Reichelt also nehmen wir den nächsten erhältlichen Wert der wäre dann 390 Ohm (da gibt es so Normreihen ) und für die Belastbarkei reicht dann einer mit 250mW kann aber gerne auch grösser sein z Bsp. 1Watt oder auch 100W Hauptsache er Verträgt die Leistung die ihm abverlangt wird.


(aaaalso: wenn gilt R =u/i 8V/0,02 A = 400 ohm dann gilt für 360 ohm
xV/0.02A = 360 ohm. D.h. der Widerstand vernichtet nicht 8V sondern nur 7.2V.)


wenn nun ausserdem gilt
- P = (I*I)*R
(0,02 *0,02)* 360= 0,144 = 144 mW

dann müsste doch sogar schon ein Widerstand mit 150 mW statt 250 mV reichen, oder?




Das alles Spielt jetzt bei uns noch keine Geige da bei der geringen Leistung alles noch gut ist aber stell dir mal vor du hättest jetzt eine Led Lampe die 10 * 3 Watt Led eingebaut hat, das sind jetzt 30 Watt und du müsstes diese Leistung ( den konstanten Betriebsstrom ) mit einem Widerstand erzeugen(begrenzen). Da müsstes du einen ganz schön dicken nehmen und würdest unnötigerweise viel Energie in zusätzliche Wärme umwandeln und das ist nicht schön, da dann ja der Sinn der energieeffizienten LED dahin wäre und man wieder Glühlampen benutzen könnte . (könnte man sowieso da die Gesammt Energiebilanz incl. Erzeugung,Entsorgung + Bereitstellung der Benötigten .....will ich mich jetzt nicht drüber auslassen ).
Darum ist es besser und auch Sinnvoll das mit einer geschalteten Konstantstromquelle zu bewerkstelligen, die einen vielfach besseren Wikungsgrad hat als ein Widerstand.
was ist denn eine geschaltete Konstantstromquelle? Ist das vielleicht genau das, was der Chinamann als LED-driver bezeichnet? (vlg. hier: http://www.wayjun.com/index.php?main_page=index&cPath=183&zenid=dli0mjvlqrh0a6qa3ek3k655i3)
mfg



Liebe BellaD. Ich habe durch deinen Text jetzt ja schon schon viel dazu gelernt und kann eigentlich nicht erwarten, dass du mir einfach so Nachhilfe erteilst. Antworte mir also nur, wenn du wirklich gerade Zeit und Lust hast. Ich würde mich natürlich darüber freuen Very Happy

Einstweilen will ich mich mal den anderen Links zuwenden...
Gruss, Oliver

Gruss, Oliver
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BellaD



Anmeldungsdatum: 03.12.2006
Beiträge: 1708
Wohnort: Klinik der misshandelten Kuscheltiere

BeitragVerfasst am: So 24.März 2013 16:29:10    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

moin

ja das teutsche eingedeutsche Wink
geschaltete Konstantstromquelle ?

vielleicht hätte ich das anders schreiben sollen
Konstantstromquelle meint im allgemeinen eine Stromversorgung (oder schon wieder anders Spannungsversorgung) ich weis selber schon nicht mehr was richtig oder richtiger wäre , oder auch Netzteil - wobei man zwischen Umgangssprache und Fachbegriffen unterscheiden können muss.

so nun wieder zurück zur LED Smile

da Hr. Ohm (deutscher Gelehrter ) sich mal die Mühe gemacht hatte das alles für uns rauszufinden (war gar nicht so einfach damals) und die Essenz seiner Überlegungen und Versuche hat er dann in eine schöne Formel gepackt ( Ohmsches Gesetz genannt) wo aufgezeigt ist das die drei Grössen Spannung,Strom,Widerstand voneinander in vielfältiger Weise untereinander abhängig sind.

Rausgekommen ist dann die Formel R= U/I die man nach I oder U umstellen kann . Man kann also wenn zwei Grössen bekannt sind die dritte errechnen.
Die Leistung im Widerstand kann man durch messen der Spannung die über ihm abfällt und des durch fließenden Stromes bestimmen
P=U*I
Da wir die Leistung im Widerstand wissen wollen können wir jetzt
wenn wir I und R haben die Formel auch anders schreiben
für U setzen wir ein (R*I)
I bleibt (I)
P= (R*I)*I
lösen das auf und landen dann bei I^2 * R

so nun wieder zur Konstantstromquelle (der gegenpart heist senke)
Wenn wir eine konstante Spannung an einen Widerstand anlegen fliest ein konstanter Strom durch diesen ( logisch !)
deswegen kann man den Strom mit einem Widerstand begrenzen
- wenn die Spannung zunimmt steigt der Strom aber gleichzeitig fällt auch mehr Spannung an ihm ab.Der nachteil es wird wärmer und der widerstand muss immer grösser werden .
Also kam man mit Erfindung der Halbleiter (Transistoren) auf die Idee diese als regelbre Widerstände zu benutzen und sie Passiv ( meist grosse Kühlkörper) oder aktiv (kleine Kühlkörper mit Lüfter oder Wasser) zu kühlen um diie enstehende Wärme die aber immer noch eine Vernichtung von Leistung(Energie) ist, die man evtl. wo anders noch verbrauchen könnte.
Im Zuge der Entwicklung kam man dann auf andere Konzepte die viel Energiesparender sind und auch nicht soviel Wärme erzeugen.
Dazu gehören auch die geschalteten Stromversorgungen - mit geschaltet meint man das die Spannung periodisch unterbrochen wird (dies kann mit hohen Frequenzen geschehen ) dadurch können zBsp.Transformatoren kleiner gebaut werden ( Beste Beispiel heutzutage wäre die HGÜ (Hochspannungsgleichstromübertragung) die für offshore Windparks eingesetzt wird und mit 2*400Ts. Volt Gleichspannung arbeitet und dabei einige Megawatt überträgt).
Wenn du dich dafür Interessierst lese doch bitte im Wiki darüber ,da
zum Verständnis auch noch einige andere Grundlagen gehören ( Induktivität,Magnetismuss,Elktrisches Feld usw.usw)

http://de.wikipedia.org/wiki/Ohmsches_Gesetz
http://de.wikipedia.org/wiki/Konstantstromquelle
http://de.wikipedia.org/wiki/Buck-Converter
http://de.wikipedia.org/wiki/Schaltnetzteil

mfg.

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LNewbie76



Anmeldungsdatum: 04.03.2013
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: Mo 25.März 2013 11:32:22    Titel: Bauteile finden Antworten mit Zitat

Wow, danke BellaD, vor allem habe ich mich jetzt ein wenig über die Thematik der Konstantstromquelle eingelesen, ist ein verdammt spannendes Thema wie ich finde!

LG
Leon
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