Schaltplan Schaltung Bauplan Elektronenröhre Historisches Verstärker Element
Elektronenröhren waren die ersten aktiven elektronischen Bauelemente,
mit denen kleine elektrische Signale verstärkt werden konnten. Es
handelt sich meist um kurze Röhren, welche unter anderem auch als Valves
oder Tubes bezeichnet werden.

Mehr als ein halbes Jahrhundert gab es keine einzige Alternative zu den
Elektronenröhren und sie sind die Gründer des Elektronikzeitalters. In
ihrer Anfangsphase waren sie vor allem in Radiogeräten vorzufinden.
In den 50er und 60er Jahren wurden die ersten Transistoren entwickelt,
wodurch die Elektronenröhren fast gänzlich ausgestorben sind. Lediglich
bei Spezialanwendungen, wie beispielsweise dem Radar, waren die
Elektronenröhren weiterhin im Einsatz. Dies war dem Umstand geschuldet,
dass sie einfach günstiger waren als besagte Transistoren.

Die Nachteile der Elektronenröhre wurden schnell deutlich, wobei ein
entscheidender Punkt ihre große Bauform darstellte. Ebenso war eine hohe
Verlustleistung zu erkennen, welche als Wärme wieder abgeführt werden
musste. Auch ihre begrenzte Lebensdauer und der hohe Preis waren
schwerwiegende Nachteile. Das macht sich auch heute noch bemerkbar, denn
eine Elektronenröhre kosten nicht selten mehr als fünf Euro, während ein
leistungsstarker kleiner Transistor bereits für weniger als zehn Cent
erworben werden kann.

Im Laufe der Lebens- und Betriebsdauer einer Elektronenröhre verändert
diese auch ihre Eigenschaften. Unter Umständen brauchen sie mehrere
Minuten nach dem Einschalten eines Geräts, bis sie richtig warm gelaufen
sind. Zusätzlich ist außerdem stets ein so genannter Heiztrafo
erforderlich. Sind die Geräte mittels einer Batterie betrieben, so
bedarf es einer separaten Batterie ausschließlich für die Heizung.
Es gab insgesamt vielerlei Gründe dafür, dass bereits Mitte der 60er
Jahre kaum noch neu entwickelte Geräte auf den Markt kamen, welche mit
Elektronenröhren ausgestattet waren. Dies führte letztendlich auch dazu,
dass seit 1970 auch keine neuen Röhren mehr entwickelt wurden. Lediglich
im russischen Raum wurden sie weiterhin verwendet und schließlich auch
entwickelt, allerdings auch nur, weil es hier an der Entwicklung der
Halbleitertechnik mangelte.

Jedoch gab es eine plötzliche Wiederbelebung der Röhren und zwar in der
Technik des Militärs. Grund hierfür war, dass die Röhren unempfindlich
gegenüber dem elektromagnetischen Puls sind, welcher durch
Atombombendetonation entsteht.
Mittlerweile ist dies aber auch bei den Transistorschaltungen möglich
und somit kamen die Elektronenröhren schnell wieder aus der Mode, außer
bei der Audiotechnik, wo sich hin und wieder noch einige Liebhaber der
Röhren finden lassen. Vorzugsweise sind dies E-Gitarristen, welche einen
möglichst unverfälschten Klang suchen oder durch das Übersteuern des
Verstärkers einen verzerrten Klang erzeugen wollen.

Hier finden Sie Anleitung, Grundlagen, Einführung und weitere Informationen zum Thema Elektronenröhre

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