Schaltplan Schaltung Bauplan OLED Organische Leuchtdioden
Die organische Leuchtdiode (organic light emitting diode - OLED) ist ein
aus halbleitenden, organischen Materialien bestehendes dünnfilmiges,
leuchtendes Bauelement. Die geringere Stromdichte und kleinere
Leuchtdichte unterscheiden sie von der anorganischen Leuchtdiode (LED).


Mehrere Schichten bilden die organische Leuchtdiode. Die Anode befindet
sich meist auf einer Glasscheibe und besteht aus Indium-Zinn-Oxid. Auf
sie wird ein Lochleitungsschicht (hole transport layer) aufgebracht. Um
die Injektionsbarriere für Löcher zu senken und das Eindiffundieren von
Indium in den Übergang zu verhindern wird je nach Herstellungsmethode
zwischen beide Schichten eine Zusätzliche aus PEDOT/PSS eingebracht. Die
Emitterschicht (emitter layer), auch Rekombinationsschicht genannt, wird
auf die Lochleitungsschicht aufgebracht. Sie enthält entweder Farbstoff
oder besteht in seltenen Fällen vollständig aus dem Farbstoff. Je nach
Anwendung der OLED wird nun eine Elektronenleitungsschicht (electron
transport layer) aufgebracht. Eine weitere Schicht aus Caesiumfluorid,
Lithiumfluorid oder Silber dient als Schutzschicht und verringert die
Injektionsbarriere für Elektronen. Die am Schluss aufgedampfte Schicht
aus einem Metall bzw. einer Legierung bildet die Katode. Hier werden
Metalle mit einer geringen Elektronenaustrittsarbeit (z.B. Aluminium,
Calcium oder Magnesium-Silber-Legierung) verwendet.

Von der Katode werden Elektronen injiziert, während an der Anode
entsprechend Löcher zur Verfügung stehen. Positive und negative Ladungen
bewegen sich aufeinander zu und treffen sich in der
Rekombinationsschicht. Hier bilden sie einen gebundenen Zustand
(Exziton). Die Aussendung eines Photons durch den Farbstoff wird durch
seine verschiedenen Anregungszustände ermöglicht. Der Exiton stellt je
nach Mechanismus entweder bereits den angeregten Zustand dar oder der
Zerfall des Exitons regt das Farbstoffmolekül an. Geht der angergte
Farbstoff wieder in seinen Grundzustand über, so wird ein Photon
emittiert. Durch den Energieabstand zwischen Grundzustand und angeregtem
Zustand wird die Farbe des ausgestrahlten Lichtes bestimmt. Die
Variation der Farbmoleküle ermöglicht die Erzeugung verschiedenster Farben.

Organische Leuchtdioden lassen sich kostengünstiger als LEDs herstellen,
weisen jedoch eine wesentlich kürzere Lebensdauer auf. Anwenden lassen
sich die organischen Leuchtdioden zum Beispiel bei Bildschirmen. Sie
lassen sich sehr dünn gestalten, da die OLEDs ohne
Hintergrundbeleuchtung auskommen, und sind zugleich sehr
energieeffizient. Ein weiterer Vorteil ist die schnelle Reaktionszeit.
Allerdings bereitet derzeit die kurze Lebensdauer, sowie das
unterschiedliche Altern der verschiedenen Farbpixel Probleme.

Hier finden Sie Anleitung, Grundlagen, Einführung und weitere Informationen zum Thema OLED

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