Tips für den Umgang mit dem Ätzmittel Natriumpersulfat

Handelsübliche Packung mit Natriumpersulfat
Um eine fertig belichtete Platine zu ätzen, gibt es verschiedene Ätzmittel. Im Hobbybereich werden dabei meist folgende Stoffe verwendet:

  • Eisen(III) Chlorid
  • Natriumpersulfat
  • Ammoniumpersulfat
  • Salzsäuere mit Wasserstoffperoxid
  • Jede der Stoffe hat gewisse Vor und Nachteile, ich verwende seit längerem ausschliesslich das Natriumpersulfat und bin sehr zufrieden damit. In diesem Artikel möchte ich einige Hinweise für den Umgang mit diesem Ätzmittel geben.

    Natriumpersulfat ist ein weisses, kristallines Pulver, welches üblicherweise in Kunststoffbehältern geliefert wird. Es ist prakisch unbegrenzt lagerbar, und zieht auch keine Feuchtigkeit aus der Luft an. Natürlich sollte es so gelagert werden, dass es nicht von Kindern oder Haustieren erreicht werden kann!

    Um es als Ätzmittel zu verwenden, löst man es in einer Konzentration von 220 bis 250 Gramm pro Liter in Wasser auf, es ist sehr gut löslich. Damit die Ätzwirkung optimal ist, muss man die Lösung auf etwa 40 bis 50 Grad erwärmen, sonst ätzt es nur sehr schwach und der Ätzvorgang dauert zu lange. Bei optimaler Temperatur und frischer Ätzlösung benötige ich etwa 10 Minutenn um eine Platine vollständig zu ätzen.

    Man sollte beim Umgang mit dem Ätzmittel natürlich Schutzbrille sowie Schutzhandschuhe tragen. Besonders wichtig ist bei diesem Ätzmittel ein Schutzkittel oder alte Kleidung, denn ein Spritzer Natriumpersulfat auf der Kleidung entfärbt und zerstört nach und nach das Textilgewebe, und kleine Löcher und weisse Flecken sind die Folge.

    Die Lösung mit dem Ätzmittel ist am Anfang klar, nachdem sich Kupfer darin gelöst hat, wird sie zunehmend Blau. Der Ätzvorgang selbst ist unproblematisch, ausreichende Bewegung des Ätzmittels vorrausgesetzt.

    Gebrauchte Ätzlösung lässt sich einige Male wiederverwenden, bis die Ätzwirkung nachlässt. Die Lösung kann in Kunststoff Flaschen aufbewahrt werden, die aber NICHT dicht verschlossen sein dürfen. Aus der Lösung tritt permanent etwas Sauerstoff aus, welcher sonst den Behälter aufblähen und schlimmstenfalls zerstören würde!

    Ansonsten ist NaPs recht handsam, es ist geruchlos und sondert auch keine giftigen oder korossiven Dämpfe ab. Die verbrauchte Ätzlösung darf aber nicht im Ausguss entsorgt werden, man sammelt sie in einem gekennzeichneten Kanister und bringt sie zur städtischen Sondermüllsammelstelle. Das Natriumpersulfat ist dabei harmlos, vielmehr ist das gelöste Kuper ein giftiges Schwermetall, welches nicht in die Kanalisation gelangen darf.

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