SMD Löten mit Lötpaste


Diese Adapterplatine soll mit einem Transistor bestückt werden.

Die SMD Technik ist aus der Hobbyelektronik praktisch nicht mehr wegzudenken. Bedrahtete Bauteile gibt es zwar noch, aber viele neue und interessante Bauteile werden nur noch als SMD Version hergestellt. Aber auch hierbei gibt es verschiedene Grössen. Manche lassen sich noch relativ gut per Hand verarbeiten, bei manchen ist aber die Grenze dessen erreicht, was man manuell verarbeiten kann.

Dabei gibt es verschiedene Techiken, SMD Teile zu verlöten. In dieser kleinen Bilderserie soll gezeigt werden, wie man mit Lötpaste und Heissluft recht unkompliziert SMD Bauteile verlöten kann. Ausgangspunkt ist die kleine SOT23 Adaperplatine im ersten Bild.

Am Anfang steht das Aufbringen der Lötpaste auf die Anschlusspads. Handelsübliche Lötpaste kann in kleinen Spritzen erworben werden, die eine feine Spitze haben. Dadurch kann die Paste recht gut dosiert werden. Hier entscheidet sich auch die Qualität der Lötstellen. Zum Verlöten genügt eine ganz winzige Menge, wobei man darauf achten sollte, auf jedes Anschlusspad etwa dieselbe Menge aufzubringen. Das sorgt nachher für gleichmässige Lötstellen.


Die Lötpaste wird auf die Anschlusspads aufgebracht

Die hier gezeigte Menge an Lötpaste stellt dabei schon die obere Grenze dessen dar, was man verwenden sollte. Aber so liess es sich leichter fotografieren.

Nachdem man die Lötpaste aufgebracht hat, kann man die Platine ganz leicht erwärmen, dadurch wird die Lötpaste flüssiger und verteilt sich besser auf dem Pad. Allzulange sollte man jedoch mit diesem Schritt nicht warten, sonst trochnet die Lötpaste aus und man bekommt Schwierigkeiten, das Bauteil zu plazieren.


Die Lötpaste hat sich auf den Anschlusspads verteilt.

Jetzt kann man mit einer feinen Pinzette das Bauteil auf die Anschlusspads setzen und sanft nach unten drücken.


Das Bauteil ist bereit zum Verlöten.

Nachdem das Bauteil auf der Platine plaziert wurde, kann man es Verlöten. Hierbei kann man eine normale Lötstation verwenden, eine weitere recht gute Möglichkeit finde ich ist aber das Verlöten mit Heissluft. Ich habe hierzu einen kleinen Gasbetriebenen Lötkolben (Weller Pyropen Junior), welcher einen katalysatorbetriebenen Heissgas-Generator trägt. Mit diesem Heissgas-Strahl schwenkt man vorsichtig über den zu verlötenden Stellen hin und her und erhitzt diese gleichmässig. Bei einer gewissen Temperatur schmelzen dann alle Lötstellen relativ gleichzeitig auf und zentrieren das Bauteil auf den Anschlusspad, ähnlich wie beim Reflow Löten.


Gaslötkolben mit Heissgas-Generator.


Das fertig verlötete Bauteil.

Mit etwas Übung bekommt man auf diese Art und Weise sehr schöne SMD Lötstellen zustande. Natürlich kann man auf diese Art auch Widerstände, Kondensatoren, IC's und andere Dinge Löten. Ich verarbeite damit Bauteile bis zur Grösse 0603.

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