Bauplan Schaltplan Magisches Band EM800 EM84

Magische Augen und Bänder sind faszinierend.

Neu:

Hier finden Sie eine moderne Variante des Magischen Bandes, mit Microcontroller-Steuerung!

Zu den faszinierendsten Röhrentypen gehören zweifelsohne die Magischen Augen bzw die magischen Bänder.

Ihr eigentümlich intensives grünes Leuchten ist ein garantierter Blickfang, und das ruhige, gleichmässige pulsieren im Takt ist ein wohltuender Gegenpol zum hektischen Zappeln moderner LED-Balkenanzeigen. Früher in fast jedem Radio als Abstimmanzeige eingebaut, sind diese Röhren heutzutage selten geworden, manche Typen erreichen astronomische Preise.

Die hier vorgestellte Schaltung ist für eine Reihe von Röhren verwendbar, vornehmlich die Typen EM800 sowie EM84. Es handelt sich hierbei um sogenannte Magische Bänder. Diese Röhren sind auch heute noch günstig zu erhalten und leicht anzusteuern.

Schaltungsbeschreibung:

zuerst das Schaltbild:

Layout und Bestückungsplan:

fertige Platinen auf Anfrage.



Das Layout.

Diese Platine koennen Sie bei www.askjanfirst.com bestellen.


Der Bestückungsplan.

Die Betriebsspannung von 250V Gleichspannung wird an die Buchse X1 angelegt, die Heizspannung an die Buchse X3

Über den Widerstand R4, die Z-Diode D1 und den Kondensator C2 wird eine Hilfsspannung von ca 30V für den Vorverstärker erzeugt. R4 sollte so bemessen sein, dass ca 1 bis 2mA durch die Z-Diode fliessen.

Dabei ist zu beachten, dass an diesem Widerstand ca 220V abfallen, das ergibt ca 400mW Verlustleistung. Ein Widerstand mit entsprechender Spannungsfestigkeit und Belastbarkeit ist hier unbedingt erforderlich! Haben Sie einen entsprechenden Widerstand mit der Platine erworben, ist dies eine spezielle 1W Ausführung. Verwenden Sie bitte an dieser Stelle nur gleichwertige Bauteile, wenn sie an der Schaltung etwas ändern wollen!

Dieser Widerstand wird warm. Widerstehen Sie dennoch der Versuchung, die Temperatur mit dem Finger zu prüfen, während Spannung anliegt. Die nahe gelegene Cinch-Buchse hat Massepotential, und die Zuleitung des Widerstandes liegt auf der vollen Betriebsspannung. Ein schmerzhafter Stromschlag kann leicht die Folge sein!

Soll die Platine mit einer höheren Spannung als 250V betrieben werden, müssen R1,R2 und R4 entsprechend angepasst werden, u.U. sind dann höher belastbare Typen vorzusehen. Das Layout ermöglicht hier den Einsatz grösserer Bauformen.

Der Transistor Q1 in Emitterschaltung verstärkt das an X2 anliegende NF-Signal. Die negativen Signalanteile werden über C3/D2/D3 ausgekoppelt und laden den Kondensator C1 auf eine dem Pegel entsprechende negative Spannung auf. Diese Spannung steuert dann die Anzeigeröhre an. Über den Widerstand R3 wird C1 dann wieder langsam entladen, wenn keine weiten Signale anliegen.

Über den Wert von C1 kann das Ansprechverhalten der Anzeige gesteuert werden:

Je grösser C1 ist, desto träger reagiert die Schaltung.

Die Dimensionierung der Bauteile für ca 250V Betriebsspannung:

Bei voll aufgedrehtem Poti ergibt ein Eingangssignal von Line-Pegel in etwa Vollauschlag an der Anzeigeröhre.

R1 10k

R2 470k

R3 1M

R4 100k/1W

R5 47k

R6 1M

R7 56k

R8 Trimmpoti 100k

R9 2.7k

C1 100nF

C2 10µF/35V

C3 100nF

C4 100nF

D1 30V Z-Diode

D2 1N4148

D3 1N4148

Q1 BC546


Technische Daten:

Abmessung:ca 50*70mm

Betriebsspannung 250V DC/ca 3mA bei o.g. Bauteilwerten.

Hinweise zur Dimensionierung des Vorverstärkers:

Die Röhre benötigt ca -10 V, um voll ausgesteuert zu sein, d.H. der Vorverstärker muss in etwa diese Ausgangsspannung liefern.

Der Ruhestrom sollte ca 0.5mA betragen, der Arbeitspunkt ist durch R6 und R7 in etwa so einzustellen, dass am Kollektor von Q1 im Ruhezustand 15V anliegen. Durch den Widerstand R9 wird eine Gegenkopplung vorgenommen, um die Verstärkung des Transistors zu begrenzen. Ein kleinerer Widerstand R9 bedeutet eine höhere Verstärkung und umgekehrt.

Mit den oben genannten Werten ergibt sich etwa eine 20-fache Verstärkung.

Benötigen Sie eine höhere Eingangsimpedanz, können sie statt des Transistors Q1 auch einen Kleinsignal-Mosfet verwenden. Dadurch können R6,R7 und R8 sehr hochohmig gewählt werden.


Zur Röhre:

Als Röhre kommen alle Typen in Frage, die mit EM84 oder EM800 vergleichbar sind. Die Schaltung wurde mit diesen beiden Typen getestet. Auch ist der Sockel so ausgerichtet, dass die Anzeigefläche nach vorne zeigt. Andere Röhren besitzen eventuell abweichende Anschlussbelegungen bzw. Anzeigerichtungen!



Bestückungshinweise:

Am leichtesten Bestücken lässt sich die Platine, wenn Sie mit den niedrigsten Bauteilen beginnen, also Drahtbrücken, Dioden und Widerstände, Dadurch können Sie ein Bauteil einstecken, die Platine umdrehen und flach auf eine geeignete Unterlage legen. So wird das zu lötende Bauteil an seinem Platz gehalten. Empfehlenswert ist auch eine Biegelehre, die es für wenig Geld im Elektronikfachhandel gibt. Damit lassen sich die Bauteile sehr schnell und präzise auf die verwendeten Rastermasse biegen.

Beim Einlöten der Röhrenfassung ist folgendes zu beachten:

Je nach verwendetem Typ ist es unbedingt erforderlich, dass beim Festlöten eine Dummy-Röhre (z.B. eine alte Röhre) in der Fassung steckt, so dass die Lötstifte in der richtigen Position festgelötet werden können. Wird dies nicht beachtet, so kann durch erhöhte Spannung an den Röhrenstiften die Röhre beim Einstecken oder im Betrieb springen! Löten sie niemals an der Fassung, wenn eine „richtige“ Röhre darinsteckt, durch die Wärmeübertragung kann diese zerstört werden!

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