Bauplan Schaltplan Quellcode Atmel Infrarot Fernbedienung Verlängerung

IR Verlängerung mit nur 3 externen Bauteilen.

In jedem Haushalt gibt es bestimmt mehrere Geräte, welche mit einer Infrarot Fernbedienung gesteuert werden. CD Player, DVD Player oder Stereoanlage, schnell kommt da eine respektable Anzahl von Geräten zusammen. Das funktioniert auch sehr gut, solange man sich mit der Fernbedienung in Sichtweite zu den zu steuernden Geräten befindet.

Doch was tun, wenn die Geräte aus einem anderen Zimmer heraus gesteuert werden sollen, oder sich zum Beispiel in einer Schrankwand befinden ? Dann können die Infrarotstrahlen der Fernbedienung das Gerät nicht mehr erreichen, und eine Bedienung ist nicht mehr möglich.

Abhilfe schafft hier eine Infrarot Verlängerung. Sie kann das Signal der Fernbedienung an einem Ort aufnehmen und über ein Kabel direkt zum Ziel weiter transportieren. Am Zielort wird dann das Signals wieder mit einer Infrarotdiode abgestrahlt. So kann man Geräte aus mehrenen Räumen oder durch Wände hindurch fernbedienen.

Da es viele verschiedene Fernbedienungen und Geräte gibt, klingt das im ersten Moment sehr kompliziert, ist es aber nicht. So eine Infrarot Fernbedienung muss garnicht verstehen, welche Kommandos an das Gerät zu senden sind, sie muss nur das Signal geeignet aufnehmen und an einem anderen Ort wieder abstrahlen.

Erfreulicherweise arbeiten viele Fernbedienungen mit ähnlichen Sendefrequenzen (ca 38-40KHz), so dass die hier gezeigte Möglichkeit recht gut mit allen möglichen Systmen funktioniert.

Zum Einsatz kommt die Mikrocontroller Platine, welche hier vorgestellt wurde. Mit nur minimaler Aussenbeschaltung kann sie als Infrarot Verlängerung verwendet werden. Als Eingang wird ein TSOP31238 Infrarot Empfänger verwendet, um das Signal der Ferndienungen zu empfangen. Über eine (oder mehrere) einfache IR-Sendediode(n) mit Vorwiderstand wird dann ein mit 38kHz moduliertes Sigal erzeugt, welches ein genaues Abbild der empfangenen Signale darstellt. Damit kann das Signal dann problemlos 'um die Ecke' geleitet werden.

Schaltungstechnisch ist das ganze sehr einfach:

Der Infrarotempfänger wird an die Platine angeschlossen, sein Ausgangssignal wird an die Klemme X1-2 gelegt, welcher direkt mit PB4 verbunden ist. Die Betriebsspannung für den Sensor kann man dabei auch von der Platine abgreifen.

Die Infrarot-Sende-Diode wird an X4 angeklemmt, dahinter verbirgt sich der Controller-Pin PB0, welcher als Output Compare Ausgang programmiert wird und so das modulierte Sendesignal erzeugt.

Die Software steuert nun das ganze:

PB4 wird so programmiert (Quellcode hier), dass er einen Pinchange Interrupt erzeugt. Damit wird bei jeder Änderung des logischen Pegels eine Interrupt Routine aufgerufen, welche den aktuellen Zustand von PB4 einliest. Wenn PB4 LOW ist, bedeutet das, der Infrarotempfänger hat angesprochen, also muss jetzt ein Ausgangssignal erzeugt werden. Wechselt der Eingang PB4 dann wieder auf HIGH, wird das Ausgangssignal wieder abgestellt. Damit erzeugt die IR Diode ein Impulsprofil, welches genau der empfangenen Sequenz entspricht.

Damit bei eventuell nicht ordentlich erkannten Signalwechseln der Zustand trotzdem immer definiert bleibt, wird zusätzlich über den Watchdog Interrupt nochmal periodisch alle 0.25 Sekunden der Zustand synchronisiert. Da die meiste Zeit kein Infrarot Signal empfangen wird, macht es Sinn, den Prozessor in den Pausen in den Sleep Zustand zu versetzen.

Ich habe die Platine mit einem Low Power Spannungsregler LM2936 bestückt, damit bleibt die gesamte Ruhestomaufnahme der Schaltung unter 2mA, inclusive der Versorgung für den Infrarot-Empfänger. Lediglich wenn ein Infrarot Signal empfangen wird, steigt die Stromaufnahme an.

Bauteile für dieses Projekt - Anzeigen:
Aktive Bauelemente

Passive Bauelemente


Weitere Informationen,Grundlagen,Bauanleitung,Schaltplan, Links zum Thema
Anzeigen:

Neueste Artikel
Anzeigen:
Aktuelle Newsbeiträge
Sie sind Besucher Nr. 1212280