Bauplan Schaltplan Quellcode Generator für kolloidales Silber

Der fertige Silber Kolloid Generator.
In den letzten Monaten Silber ja einen regelrechten Boom durchgemacht. Nicht nur sein Preis hat sich vervielfacht, auch wird es in immer mehr Produkten in inserem Alltag eingesetzt. Besonders aufgefallen sind mir dabei die neuen Deo Sprays, welche mit der besonderen Wirkung von Silber beworben werden.

Silber hat offensichtlich antibakterielle Eigenschaften, es wird zum Beispiel auch zum Haltbarmachen von Wasser eingesetzt (z.B. Handelsname Mikropur). Diese Eigenschaft ist schon seit der Antike bekannt und wurde bis Anfang des letzten Jahrhunderts wohl auch als Antibiotikum verwendet, bis es durch moderne Wirkstoffe (Penizillin und ähnliches) ersetzt wurde. Trotzdem gibt es viele Menschen, die auf die Wirkung von Silber schwören und entsprechende Silberlösungen selbst zubereiten.

Offenbar liegt der Schlüssel für die Wirksamkeit von Silber in seiner Erscheinungsform. Es darf nicht als Ionen vorliegen, sondern muss als kleinste Partikel in einer wässrigen Lösung suspendiert sein. Diese Art von Silber nennt man Kolloid Silber.
Auf etlichen Internetseiten findet man mehr oder weniger brauchbare Anleitungen zur Herstellung dieses Silberwassers, ich habe mich bei der Konstruktion meines Gerätes an die allgemein genannten Parameter gehalten.

Das Grundprinzip der Herstellung ist einfach:

Zwei möglicht hochreine Silberelektroden werden in möglichst reines destilliertes Wasser getaucht und an eine Spannungsquelle angeschlossen. Es beginnen sich Silberteilchen abzulösen, welche im Idealfall die Bedingungen für Kolloidales Silber erfüllen. Dazu benötigt man idealerweise Spannungen von etlichen Zehn Volt bei Strömen im niedrigen mA Bereich.
Um eine gleichmässige Abnutzung der Elektroden und Erzeugung von Silberkolloid zu erreichen, wird empfohlen, die Polarität der Elektroden alle paar Sekunden umzuschalten.

Damit ist die Schaltung klar:


Der Schaltplan mit einem Tiny13 als Zentrales Element.

Ein Spannungswandler erzeugt aus einer niedrigen Eingansspannung von etwa 5 Volt eine Ausgangsspannung von 35 Volt. Über eine H-Brücke wird diese Ausgangsspannung an die Anschlussklemmen geführt, Widerstände dienen zur sicheren Strombegrenzung im Kurzschlussfall.


Der Bestückungsplan.
Die Platine ist nur 30*50mm gross. Quellcode, Layout für Selberätzer und Platinen auf Anfrage.

Gesteuert wird das ganze von einem Atmel Tiny13 Mikrocontroller. Der Controller kümmert sich um die Ansteuerung des Schalttransistors (ein keiner BS170 reicht für die geringen Ströme leicht aus) für den Step Up Wandler, bei einer Frequenz von 20kHz.
Über den AD Wandler wird die Ausgangsspannung ständig gemessen und auf etwa 35 Volt geregelt.


Tinysilver auf doppelseitiger Platine. Platinen und Controller bzw Bausatz sind auf Anfrage erhältlich

Diese 35 Volt Zwischenkreisspannung speisen eine kleine H Brücke aus 2*BC639/2*BC640 Komplementärtransistoren, welche ebenfalls vom Atmel Controller angesteuert wird. Etwa alle 15 Sekunden wird dabei die Polarität gewechselt, eine Rot Grün LED signalisiert dabei die aktuelle Polarität. Mit dieser Ausgangspannung werden nun die Silberelektroden versorgt, und die Prozesse zur Silberkolloid Herstellung laufen an.
Nach einer festgelegten Zeit von etwa einer Stunde sollte der Prozess abgeschlossen sein, der Controller schaltet nach dieser Zeit alle Funktionen ab und begibt sich in den Tiefschlaf-Modus, wo er nur noch etwa 20uA verbraucht.

Ob und in welchem Masse der Einsatz von Silberkolloid heutzutage noch sinnvoll ist, mag ein jeder für sich selbst beurteilen, aber die Technik und Geschichte dahinter ist allemal interessant, weswegen ich dieses kleine Gerät gebaut habe. Aber diese Methode der Herstellung ist nicht unumstritten, er gibt meines Wissens keine wirklich belastbare Quelle, welche das Prinzip bestätigt. Leider habe ich keine messtechnischen Möglichkeiten festzustellen, in wie weit wirklich kleinste Silberteilchen entstehen und in welchem Ausmass normale Silberionen, wie bei einer einfachen Elektrolyse.

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