Bauplan Schaltplan RFM12BP Transceiver Modul mit Atmel Mega

Transceiver Modul für RFM12BP
Die bekannten RFM12 Module wurden hier ja schon in mehreren Schaltungsvarianten und mit mehreren Softwareprojekten vorgestellt. Ein weiterer Vertreter dieser Familie ist das RFM12BP Modul. Es ist eine erweiterte Version eines normalen RFM12B Moduls, welches einen kräftigen HF Verstärker mit auf der Platine integriert hat.

Laut Herstellerangaben liegt die Ausgangsleistung dieses Moduls bei 500mW, was eine ganz beträchtliche Dimension darstellt.

Der Betrieb dieser Module unterliegt dabei natürlich gewissen gesetzlichen Einschränkungen, da mit 500mW die Reichweite mehrere Kilometer betragen kann und somit leicht Störungen anderer Nutzer des Frequenzbereiches auftreten können. Nähere Informationen hierzu findet man unter dem Stichwort 'Allgemeinzuteilung' bei der Bundesnetzagentur, hierin sind die genauen Rahmenbedingungen zur Benutzung der Frequenzen für den ISM Bereich festgelegt.

Um das RFM12BP Modul nutzen zu können, habe ich ein Layout für eine kleine Schaltung entworfen.

Als Controller fungiert ein Atmel Mega 8 / Mega88, welcher für genauen Takt mit einem Quarz versorgt wird. Das Funkmodul wird über die zugehörigen Steuerleitungen angeschlossen, die Ansteuerung erfolgt hierzu analog zu den RFM12 Modulen.


Schaltplan mit Atmel Mega 8 / Mega88

Als Status-LED ist eine Rot-Grün LED eingesetzt, welche zwischen zwei Portpins betrieben wird. Somit kann diese in beiden Farben getrennt angesteuert werden.

Das Funkmodul benötigt neben der 3.3V Logik-Spannung noch eine getrennte 12 Volt Versorgung für die Leistungsendstufe, diese wird über die Stiftleiste dem Modul zugeführt und sollte 12V bei etwa 250mA Belastbatkeit betragen.

Zur Programmierung habe ich auf einen ISP Anschluss verzichtet. Stattdessen verwende ich einen seriellen Bootloader, der vorher in den Boot-Code Bereich des Controllers gebrannt wird. Die Anschlüsse der Seriellen Schnittstelle liegen dabei auch auf der Stiftleiste, das Modul ist also gut geeignet, um damit mit geeigneter Programmierung ein serielles Transceiver Modul zu realisieren.


Layout auf Anfrage.

Die Platine ist zweiseitig ausgeführt, kann aber relativ leicht mit Hausmitteln hergestellt werden, da alle Durchkontaktierungen einfach mit Drahtstücken oder Bauteil-Anschlüssen durchgeführt werden. Als Sockel für den Controller ist ein Präzisions-Modell einzusetzen, da man hierbei die Kontakte auch von oben verlöten kann.

Wie gesagt, bei der Inbetriebnahme ist auf die Einhaltung geltender gesetzlicher Bestimmungen zu achten. Weiterhin ist zu beachten, dass ein relativ grosser Elko zur Stützung der Endstufenspannung vorgesehen ist. Diesen sollte man unbedingt entladen, bevor man Messungen oder Änderungen am Modul vornimmt, die darin gespeicherte Energiemenge ist sicher schädlich für Prozessor oder Modul, wenn sie unbeabsichtigt auf falsche Leitungen gerät!

Noch ein Tip:

Zum Experimentieren kann man das Modul auch mit abgeschalteter Endstufenspannung betrieben. Die vom Modul abgestrahlte geringe Leistung reicht aus, um einen Empfänger in unmittelbarer Nähe zu erreichen. Wenn alles planmässig funktioniert, kann man dann die Endstufe zuschalten.

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