Bauplan Schaltplan Fernsteuerungsempfänger mit RFM12 Funkmodul

Kleiner Empfänger für Fernsteuerungen aller Art

RFM12 Funkmodule sind ja bekanntlich wie geschaffen dazu, in Fernsteuerungsaufgaben eingesetzt zu werden. Doch ohne zusätzliche Beschaltung und einem programmierten Mikrocontroller machen diese Module überhaupt nichts. Um diese Module sinnvoll einzusetzen, habe ich diese kleine Platine entworfen. Sie beherbergt einen 5V Festspannungsregler mit Kondensatoren, einen kleinen Mikrocontroller sowie natürlich das RFM12 Funkmodul. Damit kann diese Platine als universeller Empfänger für Fernbedienungen dienen, zum Beispiel als Fernauslöser für eine Digitalkamera oder zum Einschalten einer Alarmanlage.

Um tatsächlich Fernsteuerungsaufgaben durchführen zu können, besitzt das Modul noch 4 Transistoren, deren Kollektoren auf eine Stiftleiste geführt werden. Zusätzliche Freilaufdioden erlauben den Anschluss von kleinen Relais oder Motoren.

Der Schaltplan ist recht übersichtlich gehalten.

Der Spannungsregler (ein TO92 78L05-Typ) wird über JP2 sowie einen Eingangskondensator versorgt. Der Spannungsregler liefert die stabilisierte Betriebsspannung für den Mikrocontroller sowie das Funkmodul.

Als Prozessor kommt ein Atmel Tiny 24 zum Einsatz. Ich habe diesen Controller gewählt, da er für die Aufgabe genau die richtige Grösse hat. Er bietet genügend Pins, um das Funkmodul anzuschliessen und hat dann zusätzlich noch einige Ausgänge übrig. Das Funkmodul wird vom Controller über eine Software-SPI-Implementierung angesteuert, der Tiny24 bietet zwar die Möglichkeit, SPI per Hardware durchzuführen, dieses Feature wird hier jedoch nicht genutzt. Soll das Hardware SPI Interface verwendet werden, müssen im Layout zwei Leitungen vertauscht werden!

Für die dieser Platine zugedachten Aufgaben reicht ein Software SPi jedoch allemal aus, die Prozessorleistung ist mehr als genug hierfür.

Die Pins PB0, PA7, PA1 sowie PA0 sind als Ausgänge vorgesehen. Über geeignet zu wählende Basisvorwiderstände werden die 4 Transistoren vom Typ BC639 angesteuert, welche dann wiederum Ausgangslasten schalten können.

Zusätzlich ist an Pin PB1 noch eine LED angeschlossen, mit welcher der Status des Moduls durch Leuchtsignale dargestellt werden kann.


Der Schaltplan


Der Bestückungsplan.
Layout / Platinen auf Anfrage.
Die Platine ist lediglich 60*40mm gross. Um das Layout kompakt zu halten, werden alle axialen Bauteile senkrecht montiert. Das Layout ist doppelseitig geroutet, die Ausführung ist derart, dass es aber recht einfach mit Hobbymitteln selbst hergestellt werden kann. Es gibt einige VIAs, welche mit einem Stück Draht durchkontaktiert werden können. Weitere Durchkontaktierungen werden von etlichen Bauteil-Anschlussdrähten sowie dem IC Sockel hergestellt. Bei der Bestückung ist also ein Präzisionssockel zu verwenden, welchen man auch von oben Löten kann. Bei den Widerständen und den Freilaufdioden ist jeweils ein Draht als Durchkontaktierung genutzt. Beim Einbauen muss also darauf geachtet werden, das Bauteil so zu biegen, dass die Durchkontaktierung auch von oben gelötet werden kann.

Die Versorgungsspannung für die Ausgangsstufe kann wahlweise von der stabilisierten 5V Versorgung oder von der ungeregelten Eingangsspannung bezogen werden. Hierfür ist JP3 entsprechend zu löten oder zu stecken. Wird die geregelte 5V Spannung ausgewählt, ist die relativ geringe Belastbarkeit derselben zu beachten!

Mit der geeigneten Programmierung erhält man so eine kompakte Platine, welche für eine Vielzahl von Fernsteuerungs / Fernschaltanwendungen geeignet ist.

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