MAX6325 Präzisions Spannungsreferenz

Kleine präzise Spannungsreferenz
Praktisch jeder Bastler hat ein oder mehrere Messgeräte, um Spannungen und Ströme entsprechend seinen Anforderungen zu messen. Je nach Anwendungszweck kann dabei eine mehr oder weniger hohe Genauigkeit erforderlich sein.

Die meisten heutzutage erhältlichen Multimeter weisen eine für übliche Anwendungsfälle mehr als ausreichende Genauigkeit aus, die häufig anzutreffenden 3.5 Stelligen Multimeter können Spannungen meist mit Genauigkeiten von besser als 1% anzeigen. Doch diese Genauigkeit kann durch unvermeidliche Alterungseffekte im Laufe der Jahre verlorengehen.

Im professionellen Umfeld werden Messgeräte daher in regelmässigen Abständen kalibriert, um verlässliche Messwerte sicherzustellen.

Um Messgeräte kalibrieren zu können, benötigt man natürlich eine Referenzquelle, die mindestens so genau und stabil ist wie das zu kalibrierende Objekt selbst.

Einen einfachen Ansatz hierzu mit ausreichender Präzision für Heimanwendungen liefert die hier gezeigte Schaltung.

Als Herzstück dient die integrierte Buried Zener Referenzquelle MAX6325 von Maxim. Diese Bausteine sind sehr rauscharme Präzisions-Sannungsreferenzen mit sehr geringer Temperaturabhängigkeit und einer Genauigkeit ab Werk von bis zu +-0.02%. Damit sind sie sehr gut geeignet als Referenz für Datenerfassung bis 16 Bit Auflösung sowie zur Überprüfung des heimischen Messgeräteparks.


Der Schaltplan

Das Datenblatt nennt als typische Versorgungsspannung für diesen Baustein 10V, somit wird als erste Stufe ein einfacher 7810 Linearregler eingesetzt. Eine LED zeigt das Vorhandensein der 10V Betriebsspannung an. Über einen Siebkondensator (hochwertiger Folienkondensator) wird dann der MAX6325 versorgt. Der Ausgang des MAX6325 kann Ströme bis zu einigen Milliampere direkt treiben, so dass hier ausser einem weiteren Sieb-Kondensator keine weitere Beschaltung mehr nötig ist.

Der MAX6325 besitzt auch einen Trim-Eingang, mit welchem man die Ausgangsspannung um einige 10mV anpassen kann. Wenn man aber kein Messgerät besitzt, um diesen Prozess hinreichend genau durchführen zu können, sollte man diesen Eingang unbeschaltet lassen. Auf der Platine sollte man dann den Trimmer bzw. Widerstand R2 nicht bestücken.


Das Layout. Platinen auf Anfrage.

Die Schaltung ist auf einer briefmarkengrossen Platine in SMD Technik untergebracht, auf der linken Seite wird die Versorgungsspannung von etwa 13 bis 15 Volt angelegt, auf der rechten Seite kann die Referenzspannung abgenommen werden.

Mein Multimeter zeigt hier exakt 2.499 Volt an, es ist über 10 Jahre alt und wurde noch niemals kalibriert. Der Messwert ist also nahezu ideal!

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