TV Gone Mad Miniaturversion

Kleine Platine mit fataler Wirkung
Nachdem die erste Version das Licht der Welt als einfacher Arduino Shield erblickte und die Software auf möglichst grossen Nerv-Faktor hin optimiert wurde, war es nur logisch, diese Schaltung zu miniaturisieren, um den verdeckten Einsatz am Wohnzimmertisch so unauffällig wie möglich zu gestalten.

Schaltungstechnisch stellt dieses Projekt praktisch keinerlei hohen Ansprüche, das Geheimnis liegt in der Software (Auf Anfrage). Ein Atmel328 Prozessor empfängt Signale einer handelsüblichen Fernbedienung mit einem TSOP Infrarot Empfänger und misst dabei die Impuls und Pausenzeiten. Wenn eine plausible Signalfolge erkannt wurde, wird dieser Code an einer von 6 möglichen Speicherpositionen abgelegt. In zufälligen Zeitabständen wird dann einer dieser 6 Impulsfolgen mit einem auf 38kHz modulierten Infrarot-Signal wieder abgestrahlt.

Dieses hat zur Folge, dass fernbediente Geräte im Umkreis des heimischen Wohnzimmers plötzlich ein geisterhaftes Eigenleben zu führen beginnen.

Der Fernseher wechselt unvermittelt das Programm, wird lauter oder geht plötzlich aus. Der DVD Player öffnet spontan mitten im Film seine Schublade und für den stillern Beobachter mit Kenntnis der Ursache dieses Phänomens bekommt ein Fernsehabend dann eine besonders subversive Unterhaltungsqualität.

Im Schaltplan sieht das recht harmlos aus:


Schaltplan

Der Prozessor wird mit einem 6MHz Resonator getatktet, der Infrarot-Empfänger wird über ein RC-Glied versorgt und ist an den Input-Capture-Eingang des Atmels angeschlossen.

Ausgangsseitig sorgt ein BC817 Transistor für etwas Stromverstärkung des PWM-OCA0 Ausgangs, damit die beiden Infrarot-Sendedioden genügend Leistung abstrahlen können. Auf einen Spannungsregler wurde verzichtet, die Schaltung kann zum Beispiel direkt mit 2 kleinen AAA-Batterien betrieben werden.


Layout. Platinen auf Anfrage!

Um das ganze mechanisch klein zu bekommen, ist die Schaltung natürlich in SMD Technik aufgebaut, die daraus resultierende Platine ist kaum grösser als eine Briefmarke, etwa 38*22 Millimeter. Zum Programmieren des Controllers ist ein 6-poliger ISP Anschluss vorgesehen, aber auch an einen UART-Anschluss für den Einsatz mit einem Bootloader wurde gedacht.

Damit kann die Platine sehr leicht in einem unverdächtigem Alltagsgegenstand versteckt werden, wo sie dann, geeignet plaziert, ihre Funktion erfüllen wird...

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Passive Bauelemente


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