Das ist ARM!
Die technischen Spezifikationen eines Raspberry PIs sind ja komplett offengelegt, und so stösst man beim Durchlesen derselben recht schnell auf den Begriff "ARM".

Doch was verbirgt sich dahinter ?

ARM ist ein Akronym für Advanced RISC Machines. Dieses ist eine 32Bit RISC Prozessor-Architektur, welche ursprünglich im Jahre 1983 von dem legendären Unternehmen ACORN entwickelt wurde und zB im Heimcomputer Archimedes eingesetzt wurde. Diese Systeme waren leistungsmässig den damaligen Marktführern Amiga und Atari ST weit überlegen, konnten sich aber nicht wirklich durchsetzen.

Von 1989 an wurde dann die Prozessortechnologie durch das Unternehmen ARM Ltd (eine Auslagerung von Acorn) weiterentwickelt und stellt heute praktisch die leistungsfähigste Architektur für Mikrocontroller dar.

ARM LTD fertigt dabei keine eigenen Chips, die man irgendwo kaufen könnte, sondern lizenziert die Technologie nur an verschiedene Hersteller, welche den Prozessorkern dann mit eigener Hardware erweitern und komplette Chips fertigen.

Im Falle des RAspberry PI ist der ARM Core in einem mit 700Mhz getakteten Ein-Chip System BCM2835 des Herstellers Boradcom integriert, zusammen mit 256MB Arbeitsspeicher.

Aufmerksamen Kennern der Mikrocontroller Szene dürtfe der Begriff ARM natürlich auch von anderen Systemen ein Begriff sein. Insbesonders von ST bzw Texas Intstruments gibt es sehr preiswerte Experimentierboards (teilweise weit unter 20 Euro) , mit welchen man die ARM Prozessoren näher kennenlernen kann.

Arm Prozessoren können sehr energiesparend aufgebaut werden, und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass die auch in zahlreichen mobilen Geräten wie etwa PDA, Tablets, Spielekonsolen oder Smartphones untergebracht sind. Hier kommt es ja auf möglichst lange Batterie Laufzeit und hohe Leistung ganz besonders an.

ARM Prozessoren zählen zu den sogenannten RISC (Reduced Instruction Code) Prozessoren. Das sind Prozessoren, welche einen relativ kleinen Befehlssatz unterstützen, diesen aber dafür ganz besonders schnell ausführen können. Das Gegenstück hierzu sind CISC (Complex Instruction Set) Prozessoren, welche deutlich mehr verschiedene Maschinensprache-Befehle kennen. Die Grenzen zwischen beiden Architekturen sind allerdings nicht klar definiert und die Bezeichnungen werden oft auch aus Marketing-Gründen willkürlich gewählt.

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