RaspberryPI Speichererweiterung aktivieren

Ohne große vorherige Ankündigung wurde am 15.10.12 von Raspberry.org bekannt gegeben, dass ab sofort alle Raspberry Pi ‘Model B’ mit 512 MB Arbeitsspeicher ausgeliefert werden. Wer also vor diesem Datum einen Raspberry bestellt hatte und diesen bis dahin nicht geliefert bekommen hat, kann sich nun über ein ‘kostenloses’ Speicherupgrade freuen.

Ist der so lange ersehnte Kleinstrechner endlich eingetroffen, mit einer SD-Karte mit dem aktuellem Rasbian oder einem anderen Betriebssystem versehen und dann das erste mal gestartet, ist bei der Eingabe von ‘top’ oder ‘free’ die Enttäuschung  groß: ‘Bescheidene’ 221 MB oder noch weniger Speicher werden angezeigt. Auch ein Aufruf von ‘raspi-config’ führt in diesem Fall zu keinen neuen Erkenntnissen: der Speicher bleibt 256 MB groß und lässt sich nur anders zwischen Arbeitsspeicher und Video-Ram aufteilen.

Der frischgebackene RasPi-Besitzer wird sich jetzt denken das er einfach Pech gehabt hat und noch einen ‘alten’ Rechner mit 256 MB erwischt hat. Aber keine Panik: ein kurzer Blick auf den Raspberry dürfte für Aufklärung sorgen. Ein ‘Made in the UK’ auf der linken Seite ist schon einmal ein  gutes Zeichen. Ein “4G” in der zweiten Zeile auf dem Hauptprozessor in der Mitte der Platine bedeutet, dass 512 MB an Bord sind. Steht dort nur ein “2G” handelt es sich wirklich nur um ein Modell mit 256 MB. Ganz genau wird das am Ende dieses Artikels erklärt (auf Englisch).

Nachdem jetzt sicher fest steht welchen Raspberry Pi wir in Händen halten, stellt sich die Frage wie die zusätzlichen 256 MB ‘aktiviert’ werden können. Dazu ist ein Upgrade der Raspberry Firmware nötig. Erfahrene Linuxanwender verweise ich auf folgende Seite. Für alle anderen empfehle ich die folgende Anleitung.

Sollte nach der Anweisung ‘sudo rpi-update’ eine Fehlermeldung auftreten ist folgende Befehlszeile auszuführen ‘sudo apt-get install git-core’. Und danach natürlich nochmal einmal ‘sudo rpi-update’.

Nach einem Neustart des Minirechners sollten jetzt insgesamt 448MB als Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen. Die restlichen 64 MB ‘gehören’ wie gehabt dem Videospeicher.

Fazit:

Für kleinere Elektrobasteleien und Programmierübungen waren die 256 Megabyte völlig ausreichend. Grafische Anwendungen unter X-Windows und größere Programmierprojekte z.B. mit Django profitieren deutlich von der Verdoppelung des Arbeitsspeichers.

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