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Endstufe brennt immer nach 1 bis 2 Minuten auf.

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Endstufe brennt immer nach 1 bis 2 Minuten auf.

Von Sideboard am 04.08.2007 13:43

Hallo Forum,

die Verzweifelten grüßen Euch. (Ich bin einer davon.)

Mein Vollverstärker Yamaha AX-900 macht mich noch ganz wuschig. Der erstmalige Schaden sah so aus, das es die Leistungstransistoren und Widerstände (0,22Ohm) des linken Kanals der Endstufe zerrissen hat. Da ich bei erstmaliger Reparatur wohl einen defekten Widerstand übersehen hatte, rauchte es beim Einschalten gleich nocheinmal. Damit waren die 4 Endstufentransistoren wieder durch. Bei der 2. Reparatur war ich etwas vorsichtiger und habe erstmal alles durchgemessen und mit dem heilen Kanal verglichen. Beim Ausprobieren war ich auch überglücklich, denn es kam aus beiden Kanälen Musik. Dadurch mutig geworden erhöhte ich die Lautstärke ein wenig. Nach ca. 30 sekunden schossen die Flammen wieder der Reihe nach aus den Transistoren und Widerständen. Wenn mir jemand einen Tip geben könnte, wo ich suchen soll wäre ich dankbar.
Ich habe vor über 20 Jahren mal Energieanlagenelektroniker gelernt und ein wenig ist davon auch noch sitzengeblieben. Oszi ist auch vorhanden.


Mit freundlichen Grüßen
Thorsten

Von derguteweka am 06.08.2007 17:54

Moin,

Hier http://www.loetstelle.net/forum/viewtopic.php?t=451im 3. Post hab' ich schon mal ein bisschen was zur Inbetriebnahme von Endstufen geschrieben, in deinem Fall hoert es sich so an, als waere das bei dir ein Problem mit zu hohem Ruhestrom gewesen - kann, muss aber nicht...

Gruss
WK

Von Sideboard am 08.08.2007 11:25

Hallo WK,

danke für Deine Antwort. Wie kann ich den Ruhestrom messen und einstellen, ohne die Endstufentransistoren zu gefärden? Die Zeit zwischen dem Einschalten und dem Knall ist ziemlich kurz.

Ich würde jetzt erstmal die Endstufentransistoren weglassen und die Spannungen an den Ausgängen der Vorverstärkerstufen vergleichen. Dazu würde ich als Signalquelle einen Sinusgenerator verwenden und mir die Spannungen über Oszi angucken.

Bist Du mit dieser Vorgenhensweise einverstanden? Irgendwie muß ich einen Zustand erreichen, bei dem es mir nicht das halbe Gerät zerfetzt.

Wäre nett weiter mit Dir "zusammenzuarbeiten", da Du über das Wissen verfügst, das mir fehlt.


Thorsten

Von derguteweka am 08.08.2007 19:57

Moin,

Sideboard hat folgendes geschrieben:
danke für Deine Antwort. Wie kann ich den Ruhestrom messen und einstellen, ohne die Endstufentransistoren zu gefärden? Die Zeit zwischen dem Einschalten und dem Knall ist ziemlich kurz.

Hatte ich doch da geschrieben: Du baust Widerstaende jeweils in die + und - Leitung von den dicken Siebelkos zur Endstufe ein und misst den Spannungsabfall darueber. Nimm im Zweifelsfall mal eher etwaas groessere, also vielleicht 22 Ohm oder 47 oder sowas um die Kante.
Dadurch wirds fast unmoeglich, dass deine Transistoren sterben, es fackeln im worst-case die Widerstaende ab, das wars dann - die paar cent lassen sich verschmerzen.

Einstellen kann man den Ruhestrom ueblicherweise mit einem Trimmpoti, oft in der Naehe des "Waermefuehl"-Transistors, das ist ein einzelner, deutlich kleinerer Transistor, der auch mit dem Kuehlblech in thermischem Kontakt steht.
Koennten aber auch Dioden sein, ist so aus der Ferne ohne Photos bisschen schwierig...


Sideboard hat folgendes geschrieben:
Ich würde jetzt erstmal die Endstufentransistoren weglassen und die Spannungen an den Ausgängen der Vorverstärkerstufen vergleichen. Dazu würde ich als Signalquelle einen Sinusgenerator verwenden und mir die Spannungen über Oszi angucken.

Bist Du mit dieser Vorgenhensweise einverstanden? Irgendwie muß ich einen Zustand erreichen, bei dem es mir nicht das halbe Gerät zerfetzt.

Kannst du machen, wird aber wahrscheinlich nichts erhellendes bringen. Du kannst aber auch mal bei der intakten Endstufe ohne Eingangssignal bei Betriebstempereratur den Spannungsabfall ueber die Emitterwiderstaende der Endtransistoren messen und so den Ruhestrom in der "guten" Endstufe bestimmen, ohne die Versorgungsspannungsleitungen aufzutrennen.

Gruss
WK

Enstufe reparieren

Von immerwiedermal am 27.05.2008 23:51

An die Endstufe kommt ja schnell was ran..... dann hier doch auch mal den Heizlüfter auf Kaltstufe darüberpacken und stark kühlen das Ganze?

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