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Platinen herstellen - die Frage zum Einstieg

Hier finden sie die archivierten Beiträge des alten PHPBB Forums von www.loetstelle.net

Platinen herstellen - die Frage zum Einstieg

Von alias5000 am 16.07.2007 17:25

Hallo!
Ich bin kein blutiger Anfänger mehr, was den Bereich der rennenden Elektronen angeht.
Bisher habe ich meine Schaltungen immer auf die ganz einfachen Lochrasterplatinen aufgebaut, die entweder Streifen haben, oder nur Lötpunkte, etc.
Verbindungen wurden dann via Kabeln hinzugefügt. Das ganze ist natürlich nich ganz unaufwendig.
Platinen herstellen lassen ist für einen Hobby-Elektroniker nach dem Abi etwas teuer, wenn ich nicht falsche Angebote angeschaut habe.

In unserer Bibliothek sind im Moment leider alle Bücher zu dem Thema entliehen.

Ich würde gerne einen Überblick gewinnen, welche Möglichkeiten es gibt, Platinen selbst zu erstellen (oder das billig zu bekommen), in welchem Kostenrahmen sich die jeweilige Methode bewegt, welche Vor- und Nachteile es gibt und so.

Über Hilfen diesbezüglich würde ich mich sehr freuen

Viele Grüße
alias5000

Von IC-Killer am 16.07.2007 18:24

Hallo!
In der Tat gibt zahlreiche Möglichkeiten,eine Leiterplatte herzustellen. In dieser Rubrik um 6Punkte tiefer unter dem Titel mit den >Ätzmitteln< habe ich meine Variante vorgestellt. Das Zeichnen der Trennlinien (Spiegelbild) und der Bohrlöcher im Rastermaß dauert je noch größe der Platine, länger als das eigendliche Fräsen mit dem Dremel. Mit ruhiger Hand und etwas Übung ist das für mich die schnellste Methode. Aber jeder soll das machen,was er am besten kann. Ist also nur ein Vorschlag.

MfG V.

Von apfelschorle am 16.07.2007 21:19

Hi, wie wärs mit der "Direkt Toner Methode"

http://thomaspfeifer.net/
Unter ->Trickkitse -> Direkt Toner ...

Mfg

Von loetadmin am 17.07.2007 14:27

Mittelfristig führt m.E kein Weg an der Foto-Methode vorbei.

Nahezu jeder Drucker ist dafür geeignet, einfach Ausdrucken auf normales Transparentpapier.

Belichten mit einem UV-Bräuner (gibts bei e*bay für wenig Euros).

Hat man den Bogen mal raus, bekommt man astreine Ergebnisse bis wenige MIL Leiterbahnbreite. Ganz entscheidend für den Erfolg ist eine korrekte Belichtung und vollständige Entwicklung. Hier die richtigen Parameter rauszukriegen und ein gefühl für das Handling zu erhalten ist das Schwierigste am Anfang, aber wenn man das mal hat, möchte man nix anderes mehr verwenden.


Welches Ätzmittel man verwendet, ist dabei Geschmackssache, für Handätzer funktioneren die alle. Wichtig ist eine ständige Bewegung des Ätzmittels / der Platine, um eine gleichmässige Atzung zu erhalten.

Von alias5000 am 23.07.2007 11:12

Hm, die Direkt Toner Methode sieht an sich ein wenig einfacher aus als die Foto-Methode, weil die Entwicklung wegfällt (und damit das UV-Licht Wink )

Wie ist das mit dem Ätzmittel. Ich kriege ja z.B. bei conrad (Reichelt hat das ja sicher auch, muss ich gleich mal nachschauen) beispielsweise Natriumpersulfat.
Wie ist das mit der Entsorgung? Das ganze ist dann ja, wie ich annehme, nimmer Standardmüllkonform, oder?

Edit: ich habe vergessen zu fragen, wie das mit Eisen-III-Chlorid aussieht

Sorry, dass ich mich so spät gemeldet habe, Stress wird selten müde

Von loetadmin am 23.07.2007 11:38

Du sparst nicht wirklich was ein bei der Tonertransfer-Methode:

Du must Ausdrucken, das Layout auf die Platine laminieren und dann eventuell überflüssiges Papier mit Seifenwasser abrubbeln. Nach dem Ätzen must Du die Platine wieder vom Toner befreien.

Das Drucken, Belichten und Entwickeln geht ruck-zuck, ich brauch keine 5 Minuten vom Ausdruck zur ätzfertigen Platine (1 Minute ausrichten, 2 Minuten belichten, 1.5 Minuten Entwickeln).

Ansonsten:
Entwickler kann in den Abfluss,
Ätzmittel sammeln und bei der lokalen Sondermüssstelle abgeben.

Von apfelschorle am 27.07.2007 16:16

Man spart vielleicht nicht sehr viel bei, aber dafür ist es um einiges einfacher und nicht so kompliziert, da man beim Belichten viele Faktoren für eine gute Platine nötig sind, die richtige Belichtungszeit usw. Bei der Direkt Toner Methode kriegt man schon schneller bessere Ergebnisse. Drücken kann man sich ja seien Schaltung im Copyshop wenn man den kein Laserdrucker zur Hand hat.

Lg

Von apfelschorle am 27.07.2007 16:22

@alias500

falls du dich für diese Methode entschieden hast, empfehle ich dir deine Schaltung nicht auf Papier aus der COnrad -Zeitschrift zu drucken wie es Thomas Pfeifer vorschlägt sondern Laserfolien zu verwenden. Dann hast du nachher nicht das Problem das aufgebügelte Papier von der Platine zu kratzen. Der einzigste Nachteil der Toner Methode ist das du bei einer Strichbreite von 0.1mm die Linien auf der Platine nicht mehr so gut zu erkennen sind ab 0.3mm sieht alles sehr gut aus.

Mfg

Von alias5000 am 27.07.2007 16:32

Naja, ich muss mal schauen, ich krieg in den nächsten Tagen eh nen Laserdrucker, der anscheinend soweit geht, außer irgendein mechanisches Problem haben soll. Ich versuch den erstmal wieder zum laufen zu bewegen und probier dann mal die Direkt-Toner Methode als erste.
Vielen Dank für die Antworten bis jetzt Smile

Viele Grüße
alias5000

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