Anzeige:

Leistungsstufe Gitarre

Hier finden sie die archivierten Beiträge des alten PHPBB Forums von www.loetstelle.net

Leistungsstufe Gitarre

Von Elektron am 11.05.2008 21:14

Guten Tag =)
Ein größerer Wunsch den ich mir erfüllen möchte ist eine Gitarrenleistungsstufe. Sie soll nur laut sein, angestrebt sind eine Leistung von 100 Watt Sinus. Da ich nicht allzu viel Geld habe, dachte ich an selber bauen. Was sagen die Experten, lohnt es sich oder nicht? ( Gehäuse + Lautsprecher sind vorhanden )

Von pcprofi am 11.05.2008 21:42

Sagen wir es so - Endstufen selber Bauen will gut geplant und sauber durchgeführt werden, denn sonst hast du nachher nicht den gewünschten Erfolg.
Die (sch***) Dinger sind nämlcih verdammt schwierig, wenn sie vernünftig funktionieren sollten.
Zunächst solltest du aber einmal klären, welchen Endstufen-Typ du bauen mlöchtest: Class A/B/AB/D...
Hier ist einlesen gefragt.

Wirf mal google an - da gibt es viele Pläne für solche Stufen - wie gut die sind, ist allerdings fragwürdig.

Was man noch anmerken sollte: ein Großteil der Endstufen(-pläne) die du finden wirst sind in ihren Leistungsangaben verdammt übertrieben - wie immer in der Audiotechnik.
Abgesehen davon,d ass ich 100WSinus schon verdammt viel für ne Gitarrenstufe finde ( da wirst ja taub von) sind solch große Verstärker extrem aufwendig und schwierig - besonders wenn sie anfangen zu schwingen.
Ob sich in dieser Leistungsklasse ein Eigenbau lohnt wage ichzu bezweifeln - höchstens aus Spass an der Freude und mit genügend Geld in der Tasche, das braucht mit ziemlicher Sicherheit ne Menge teure Teile und viele Ersatzteile.

Gruß Rainer

Von loetadmin am 11.05.2008 22:23

Selbstbau ist häufig teurer als kaufen, zumindest in der Elektronik.

Wenn Du mal schaust, was ein Gehäuse, Trafo, ein paar Potis und ein paar stabile Buchsen und Schalter kosten, dafür kriegst Du meist schon ein kleines Mittelklasseteil...
Gerade bei Gitarrenverstärkern kommt es auch auf den richtigen Sound an, ich hab früher auch meine E-Gitarre über einen Selbstbau-Verstärker mit TDA 2030 (oder sowas..) betrieben und der Sound war nicht sehr befriedigend. Erst der erste Röhrenamp (Peavey) brachte dann den richtigen Spass.
Mein Fazit:

Verstärker selber bauen: Gerne, wenn man was lernen will, aber zum Sparen lohnt es sich nicht.

Von Elektron am 11.05.2008 22:25

Okay, dann ist die Sache soweit erschlagen. Danke!

Gitarrenverstärker

Von immerwiedermal am 14.05.2008 22:55

gibts gebraucht komplett sehr billig bei E-Bay für 27 Euro. Hunderte! Aber lustig die Idee!

Von Elektron am 23.05.2008 22:48

Hast du da mal ein Beispiel? Link? Es sollen schon 100 Watt sein, nicht 100 magische Watt^^

E-Gitarre

Von immerwiedermal am 27.05.2008 23:39

Die E-Gitarrenverstärker und E-Gitarren selbst sind eine unterhaltsame Sache wie ich finde. Was es da alles gibt..... die Instrumente, die Spieler, die Zubehörteile - Anschlusskabel, Spiralkabel in verschiedenen Farben,
Tonabnehmersysteme etcpp.. Supershow! Ob mit 220 Volt oder ohne.

Djukeboxverstärker umbauen, eine alte Orgel aufschneiden, da kann man sowohl Lautsprecher als auch den Verstärker mit etwas Geschick weiterverwenden, der ist ziemlich stark!

Schön und toll die Möglichkeit, das Ganze netzunabhängig zu machen. Autobatterien und -halter bauen - für die Kapazitäten - Resopalgehäuse konstruiert, ein Koffer auf Rädern, Kantenschützer, Griffe und Griffplatten und ab auf die Strasse damit....

geht ziemlich viel und sieht stark aus!

Von Elektron am 02.09.2008 12:07

Ich grabe mal diesen alten Thread aus, wollte dafür keinen neuen aufmachen. Ich habe also ein paar Geräte "recyclet", und dann daraus einen Gitarrenamp zusammengebastelt.

1.) Stromversorgung: Ein Ringkerntrafo war mir zu schwer und zu teuer. Ich habe dann ein altes Schaltnetzteil eines Laptops (IBM Thinkpad 600) ergattern können, welches 5A bei 16V Ausgangsspannung liefern kann, also gut 80 Watt. Ich habe die alten Anschlüsse entfernt, eine Buchse für ein Kaltgerätekabel angelötet. Das sollte genügen. Preis: 0€

2.) Ich habe dann bei Conrad einen Fertigbausatz für eine 2x40Watt Stereoendstufe gekauft. Das kommt mir gelegen, weil ich ohnehin zwei Mitteltöner betreiben will. Also das Monosignal der Gitarre einfach parallel an jeden Kanal gelegt. Preis: 25€

3.) Für die Box wollte ich 2 Tieftöner verbauen, die ich in zwei alten 3-Wege-Boxen meines Vaters gefunden hatte, die für 180 Watt ausgelegt waren (die gesamte HiFi-Box). Allerdings ist mir einer kaputtgegangen, deshalb bin ich noch auf der Suche nach zwei anderen Tieftönern. Preis: ?

4.) Als Gehäuse wird eine einfache Holzkiste dienen. Preis: 10-20€ + ein wenig Zeit für das Löcherbohren etc.

Eine Vorstufe habe ich absichtlich nicht mit eingeplant. Ich glaube, Vorstufe werden in Gitarrenverstärkern heute nur noch aus Nostalgiegründen eingebaut, ich jedenfalls kenne keinen Musikerkollegen, der ohne ein Effektpedal auskommt. Das Signal ist dann jedoch vorverstärkt, sodass die Vorstufe so gut wie nie genutzt wird, außer man möchte mal direkt einstöpseln. Angehängt ein paar Bilder.

Aus was muss ich bezüglich der Sicherheit beim Einbau in ein Holzgehäuse beachten? Es geht hier nicht um irgendwelche Vorschriften, dieses Gerät werde ohnehin nur ich persönlich betreiben. Ich meine die rein praktischen Aspekte, um ein Unglück zu verhüten.

Von akapuma am 02.09.2008 12:51

Hallo,

sicherheitstechnisch geht man immer so vor, daß man alle möglichen Fehler berücksichtigt, jedoch immer nur einen (ausgenommen Folgefehler). Und ein einziger Fehler darf nicht gefährlich werden.

Ein Fehler ist zum Beispiel, daß sich eine der vielen Leitungen ablöst. Mögliche Ursachen sind Leitungsbruch, gelöste Schraubverbindung oder aber auch wegen Überhitzung selbst ausgelötet. Jetzt kann die Leitung mit Schutzkleinspannung (SELV) an ein netzspannungsführendes Teil kommen. Und das wäre gefährlich.

Mögliche Abhilfe:
Wenn es fertig ist werden gruppierbare Leitungen mit Kabelbindern verbunden. Wenn sich eine Leitung löst hält diese mit dem Kabelbinder an den anderen Leitungen fest.

"Gruppierbar" sind z.B. die Netzleitungen. Oder die Gleichspannungsseite des Netzteils. Aber nicht z.B. Netzleitung mit Gleichspannung etc...

Weiterhin sind alle Kleinspannungsleitungen so zu legen, daß sie nicht an die Teile des Netzteils kommen, an dem 230V liegen. Dafür sind sie nicht ausreichend isoliert. Also auch nicht an den Kühlkörper, wie im Bild unten rechts zu sehen ist!

Gruß

akapuma

Von Elektron am 02.09.2008 23:20

So, ich hab mich dann heute mak in die Garage begeben und angefangen ein Gehäuse aus Holzresten zu zimmern. Ich habe noch keine Versenkungen für die Schraubenköpfe gebohrt, da ich unter Zeitdruck stand, da muss ich noch etwas nacharbeiten. Ich habe zusätzlich einen alten "Tuning"-Lüfter hinzugefügt, den ich mal geschenkt bekommen habe. Dieser ist mit gelben und roten LEDs bestückt und befeuert den Kühlkörper mit frischer Luft. Ansonsten eben die Anschlussbuchsen angebracht, die Frontplatte fehlt noch, Deckel ist vorhanden.

Habe einfach mal ein paar Bilder der Innenansicht angehängt. Funktionieren tut es jetzt schon und das Ding ist so dermaßen kräftig, dass der Speaker das Ausloten der Maximalen Lautstärke wegen heftigen Schlaggeräuschen verhindert. Ich werde den mal am Sonntag im Proberaum an eine großer Box anschließen und darüber berichten.

edit:

Das Gehäuse hat mich nichts gekostet und ist von Hand gesägt Razz

Anzeige: