lötspitze kaputt

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lötspitze kaputt

Von HBFIler am 10.11.2008 13:09

hallo,

ja wie sicher schon einige mitbekommen haben bin ich ganz neu auf dem Gebiet Löten.

nach den ersten Lötversuchen (ca 2mal eine halbe stunde Betrieb) muss ich mit bedauern feststellen dass sich meine Lötspitze verabschieden möchte, ein gutes viertel der Sptitze ich vllt noch da der rest ist iwie verschwunden..:evil:


An was liegt es dass so schnell die Spitze weg ist ??
Ist es einfach nur weils ein billig Lötkolben ist für 8€ ??

wenn jemand darauf eine Antwort hätte, wäre echt super^^
danke schonmal, gruß David

Von loetadmin am 10.11.2008 14:58

Ja, das liegt an der Lötspitze.
Kupfer wird durch das Lötzinn aufgelöst, was dann die Lötspitze zerstört.

Etwas bessere Lötkolben haben eine Dauerlötspitze, die ist mit einer Schutzschicht (aus Nickel, glaub ich..) überzogen, das verlängert die Lebensdauer enorm.

Aus einem dicken Kupferdraht (4 oder 6 qmm) kann man sich übrigens selbst Lötspitzen feilen, ich hatte mal einen Lötkolben, da passte der Draht gut rein. Die halten halt nicht besonders lange...

Von kalledom am 10.11.2008 15:43

loetadmin hat folgendes geschrieben:
Aus einem dicken Kupferdraht (4 oder 6 qmm) kann man sich übrigens selbst Lötspitzen feilen, ich hatte mal einen Lötkolben, da passte der Draht gut rein. Die halten halt nicht besonders lange...
Ja klar, das Feilen an der Lötspitze zerstört die glatte Oberfläche vom Kupfer und führt zu einer schnellen Zerstörung.
Kupferspitzen werden kalt "geschmiedet", damit die Oberfläche geschlossen bleibt.
Alles, was die Kupfer-Oberfläche angreift, und dazu gehören auch Lötfett, Salmiakstein und andere "Verkeleien", führt zu einer besonders schnellen Auflösung des Kupfers.

Von mÖre am 10.11.2008 16:54

Siehe http://loetstelle.net/forum/viewtopic.php?t=2446 Laughing Laughing

also ne Dauerlötspitze ist echt eine super Investtiotion. damals musste ich vor jedem Löten meine CU-Spitze "anspitzen" also feilen, damit ich eine gescheite, dünne Spitze habe... die nach spätestens ner Stunde löten wieder hin war ^^.
Dann hab ich mir für 8€ oder so eine Bleistift-Dauerlötspitze geholt, die lötet nach Jahren immernoch wie am erstem Tag.
Außerdem hatte ich bei CU-Spitzen immer das Problem, dass sich CU-Oxid abgelöst hat und auf die Lötstelle gefallen ist- sah doof aus und das Lötzinn wurde schlecht aufgenommen.

mÖre

Von HBFIler am 10.11.2008 17:55

aha, also war meine Lötspitze nur mist,

werde dann mal schauen dass ich so eine Dauerlötspitze mir zulegen werde...

danke^^

Von Rhodosmaris am 10.11.2008 17:58

Also ich als "Ossi" komm sehr gut mit einfachen unveredelten Kupferspitzen zurecht. Echte Dauerlötspitzen kenn ich von der bananenlosen Seite der Mauer gar nicht und auch vernickelte sind mit der Zeit verschlissen.

Demnach war Selbsthilfe in der Form von nachfeilen oder erneuern mit massivem Kupferdraht angesagt. Die Temperatur wurde entweder durch Längenverstellung der Spitze, oder später durch nen Thyristorregler (nicht Triac - zu teuer, bzw. nicht erhältlich) mit schaltbarer Dioden für die 2. Halbwelle geregelt. So arbeite ich noch heute, nur daß ein modernerer Triacsteller benutzt wird.

ciao Maris

Von akapuma am 10.11.2008 18:36

Hallo,

auch im Westen hatten wir "nur" Kupferlötspitzen, selbstgemacht aus dickem Kupferstab.

Der Stab hielt wochenlang! Dann waren einige oberflächliche Löcher drin, die weggefeilt wurden. Dem verbleiten Kupfer wurden vom Hersteller immer 2% Kupfer (Sn60PbCu2) beigemischt, um ein Auflösen der Spitze zu Reduzieren.

Also muß es noch andere Ursachen geben!

Aggressives bleifreies Lot (löst recht viele Metalle an/auf)?
Viel zu heiß?

Gruß

akapuma

Von HBFIler am 11.11.2008 16:51

hm, zu heiss = keine Ahnung ehrlich gesagt, ich habe zum Löten nur den Anschalter gedrückt, kurz gewartet bis sie genug Hitze hatte und losgelegt^^

Von Daedalus am 17.11.2008 13:25

Hm,... Ich löt' jetzt schon mehr als 2 Jahre mit so einem Billigsdorfer Lötkolben umher 5€ oder so,... bin eigentlich mehr als zufrieden damit, nach dem löten wird halt mit einer Stanley-Klinge der Dreck heruntergekratz noch mal leicht angezinnt und wieder zurückgelegt,...

Von RaZ_O am 17.11.2008 19:01

Und ich dachte immer, man soll da nichts wegkratzen, sondern die schwarzen Rest mit einem Schwamm entfernen, sodass eben die Oberschicht der Spitze nicht beschädigt wird..