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Beleuchtung Personenwagen

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Beleuchtung Personenwagen

Von modellfreund am 20.12.2008 22:48

Hallo,

ich habe für ein Gartenbahn Personenzug folgende Schaltung für die Zugbeleuchtung aufgebaut. 3 Lampen (je 6V/80mA) sollen immer leuchten, desweiteren sollen 10 LED's (je (2,3V/20mA) bei einbruch der Dunkelheit angeschaltet werden.
Die Steuerung funktioniert, allerdings wird der Festspannungsregler 7806 kochend heiß, bei 110°C habe ich die Steuerung von der Spannungsquelle getrennt. Ich habe an dem 7806 einen Kühlkörper angebracht!
Was kann ich ändern/verbessern?

Gruß Felix

Von kalledom am 20.12.2008 23:37

22V AC * 1,414 = 31V DC
31V - 6V = 25V * 0,1A = 2,5W
Für 2,5W wird einen größerer Kühlkörper erforderlich.
Ich empfehle einen Schaltregler.

Was Spannungsregler nicht mögen, wenn am Ausgang eine höhere Spannung anliegt, als am Eingang.
Mit 470µF am Eingang und 6.800µF am Ausgang passiert aber beim Ausschalten genau das, weil der 470µF schneller entladen sein wird, als die 6.800µF. außerdem kann der Regler durch die hohe Kapazität am Ausgang nicht mehr richtig regeln. Evtl. wird der Regler dadurch zusätzlich warm.
Am Eingang der Spannungsregler fehler Keramikkondensatoren 100nF. Sie könnten evtl. schwingen und dadurch zusätzlich warm werden.
Setze die 6.800µF mit einem 100nF an den Eingang des 5V-Reglers. Damit bleibt die Glühlampe länger gleich hell.
Am Ausgang des 12V-Reglers ebenfalls die hohe Kapazität weg und am Eingang einen 100nF.

Von TheBug am 21.12.2008 01:40

Ich würde die Glühlampen ebenfalls gegen LEDs austauschen und dann den 6V Regler völlig einsparen. Möglichst viele LEDs in Reihe schalten, dann geht weniger Leistung im Vorwiderstand drauf.

Von modellfreund am 21.12.2008 08:30

Hallo und vielen Dank.

den Kondensator mit 6800µF kann ich nicht vor den 7806 setzen weil er nur bis 25V ausgelegt ist. Das muss ich wohl alles nochmal überdenken.
Und die Glühlampen durch Leds ersetzen geht auch nicht, da es sich dabei um Zugschlusslichter und Schreibtischlampe handelt.

Gruß Felix

Von yyyy am 21.12.2008 11:05

Das mit der Scheibtischlampe verstehe ich nicht. Fährt die mit , ist die im Wagon ?

Schmeiß die 6800µF heraus. Vielleicht 10 µF Tantal oder so, geht aber wahrscheinlich auch ohne.

Nimm Vorwiderstände in einer der Zuführungsleitungen direkt vor oder hinter dem Gleichrichter.

Für 10 V am Vorwiderstand wird:

R = U/I =10 V / 0,1 A = 100 Ohm

N = U*I = 10 V * 0,1 A = 1 W

Viel Spaß beim Eisenbahnspielen.

Von derguteweka am 21.12.2008 11:25

Moin,

Also die simpelste - aber dadurch auch eine der schlechtesten Loesungen, die ich derzeit vorschlagen koennte, waere ein 39Ohm/10W Widerstand direkt in die Eingangsleitung des 7806 zu schalten. Zwischen diesen Widerstand und den 7806 kann dann hoechstwahrscheinlich der 6800 uF Elko.
Nur ist das fuerchterlich, weil die enorme Verlustleistung halt nicht mehr am 7806 entsteht, sondern in gleicher Hoehe am Widerstand.
Ich nehm' mal an, dass das ja in Wirklichkeit nicht nur 3 Birnchen à 80mA sondern auch 10 LEDs mit 10 Vorwiderstaenden parallel sind.
Da laesst sich natuerlich vieles stark optimieren.
Fragen dazu:

* Sind die 22V~ halbwegs stabil oder wuerden z.B. 22V Laempchen, direkt daran angeschlossen zu stark flackern, wenn der Zug faehrt (ich hab's nicht vor, die Info waere aber trotzdem wichtig)?

* Koennen die 6V Birnchen auch in Reihe geschaltet werden, oder sind die so eingebaut, dass ein Anschluss fest an Masse haengt?

* Wozu das Relais? Willst du das Klickgeraeusch beim Schalten haben oder hast du keinen 2. Transistor?

Gruss
WK

Von modellfreund am 21.12.2008 11:39

Die Schreibtischlampe ist im Gepäckwagen, da steht ein kleiner Schreibtisch mit einer Lampe Laughing . Ich habe mir folgendes gedacht:

- ich schalte 2 x 6V Glühlampen und 1 x 18V Glühlampe in Reihe
- weiterhin schalte ich alle 12 LEDs + Vorwiderstand in Reihe

Somit habe ich schonmal den Strom in grenzen gehalten.
Die Wechselspannung wird für die Verbraucher erst Gleichgerichtet. Dann noch ein 7812 zur Versorgung des Dämmerungsschalters.

Zum Relais: Ich habe mich für ein Relais enschieden weil ich damit die 10 Leds schalten möchte, die müssen aber an die 30V. Außerdem könnte ich später noch einen anderen Verbraucher schalten.

Gruß Felix

Von derguteweka am 21.12.2008 12:00

Moin,

modellfreund hat folgendes geschrieben:
- ich schalte 2 x 6V Glühlampen und 1 x 18V Glühlampe in Reihe
- weiterhin schalte ich alle 12 LEDs + Vorwiderstand in Reihe

Guter Ansatz - wo kommt das 18V Gluehlaempchen her? Brauchen die alle den selben Strom?
Kannst du nochmal ne Liste machen, wieviel Gluehlaempchen oder LEDs mit welchen Daten wann leuchten sollen?

modellfreund hat folgendes geschrieben:
Dann noch ein 7812 zur Versorgung des Dämmerungsschalters.

Zum Relais: Ich habe mich für ein Relais enschieden weil ich damit die 10 Leds schalten möchte, die müssen aber an die 30V. Außerdem könnte ich später noch einen anderen Verbraucher schalten.

Die LEDs sind fuer einen Transistor ueberhaupt kein Problem (In jedem Popelschaltnetzteil ist ein Transistor drinnen, mit dem koenntest du ein paar 100LEDs in Reihe ein und ausschalten).
Entscheidend ist der Strom, den die Verbraucher ziehen - wenn du da noch was anderes (evtl. dickeres) im Hinterkopf hast, dann bleib' beim Relais.

Gruss
WK

Von modellfreund am 21.12.2008 12:16

Also im Original haben die Leuchten alle 18V Glühlampen. Ich kann also zwischen 6V und 18V Glühlampen wählen.

Welchen Strom die 18V Glühlampen brauchen weiß ich nicht.

3 Glühlampen sollen immer leuchten, die 10 LEDs sollen über das Relais geschaltet werden.

Gruß Felix

Von derguteweka am 21.12.2008 12:45

Moin,

modellfreund hat folgendes geschrieben:
Also im Original haben die Leuchten alle 18V Glühlampen. Ich kann also zwischen 6V und 18V Glühlampen wählen.

Welchen Strom die 18V Glühlampen brauchen weiß ich nicht.

Dann kannst du sie auch nicht so ohne weiteres mit 6V Laempchen in Reihe schalten. Das geht nur, wenn sie auch 80mA brauchen. Sonst stellen sich nicht die richtigen Betriebsspannungen an den einzelnen Laempchen ein.
Einheitliche Betriebsspannungen bei allen Gluehlaempchen wuerde dir wahrscheinlich auch Nerven und Ersatzteilvielfalt sparen.
Von daher mein Vorschlag:
3x 6V80mA Laempchen in Reihe schalten, dazu in Reihe einen Vorwiderstand von (22V-18V)/80mA= ~51 Ohm, das ganze direkt an die 22V~. Der Widerstand sollte 0.5W vertragen koennen. Oder du schaltest 2 Widerstaende mit 100Ohm und 0.25W parallel.
Wenn die Laempchen zu stark flackern, dann kannst du sie an die Gleichspannung haengen, der Vorwiderstand ist dann aber hoeher: (31V-18V)/80mA= ~110Ohm. Der sollte dann 1W abkoennen.

Verwendest du 18V Gluehbirnen musst du mal den Strom messen oder sonstwie rauskriegen, den die brauchen. Da wird sich's anbieten, jeder Gluehlampe ihren eigenen Vorwiderstand fuer 22V~ oder 31V= zu spendieren. Damit leuchten auch die restlichen Lampen weiter, wenn mal eine durchbrennt.

Prinzipiell ist es eine gute Idee, Gluehlaempchen ueber kleine Vorwiderstaende an Spannungsquellen anzuschliessen. Damit sinkt der Einschaltstromstoss (Wenn der Gluehfaden noch kalt ist, ist sein Widerstand viel niedriger als wenn er glueht) und die Lampen halten laenger.

Gruss
WK

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