Ätzstift, Leiterbahnenstift ?

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Von Anonymous am 18.03.2009 09:55

TheBug hat folgendes geschrieben:
Die Konzentration beim Salzsäure-Ätzprozess liegt wenn ich mich richtig erinnere bei 5-10%,
Kann hinkommen. Das Zeug, das ich damals gekauft habe, hatte allerhöchstens vielleicht 20% - und das war wie gesagt 1/3 von der ganzen Brühe...

TheBug hat folgendes geschrieben:
Salzsäure verdampft, dabei wird ständig HCl frei,...
Ich hab's also tunlichst vermieden, meinen Schnarchhaken direkt über die Flasche zu halten. Wink

TheBug hat folgendes geschrieben:
Flaschen aus Haushaltsglas werden von Natronlauge angegriffen, Quarzglas nicht.
Ach - und z.B. der erwähnte Abflussreiniger, dessen Hauptbestandteil Natronlauge ist...

Was ich mir hier als Zwangsbayer übrigens gar nicht erst angewöhnt habe: Die "Spezialität" Laugengebäck. Nachdem ich mal gelesen hatte, dass da der Teig echt mit Natronlauge behandelt wird - äääääääääääks. Rolling Eyes

Ok, mein Chemieunterricht (und sonstiger Umgang mit etwas "schärferen" Chemikalien) ist schon eine Weile her, wie gesagt - das letzte Mal hatte ich in meiner Diplomphase damit zu tun (1988 - mein Mentor war Chemiker, ich hab' da in seinem Labor gearbeitet)... Jedenfalls kenne ich nichts Flüssiges an Laugen oder Säuren, was nicht in normalen Glasflaschen aufbewahrt wird - außer Flusssäure, wie gesagt. Die stärkste Säure, die ätzt sogar Glas.

TheBug hat folgendes geschrieben:
Ein paar Liter gesättigter Ätzlösung enthalten genug Kupfersalz um die Bakterienkulturen im Klärwerk zu killen.
Gesättigte Lösung - hast du sehr schön gesagt. Und die paar Liter schon ...zigmal Verdünntes - verteilt in einigen ...zigtausend Kubikmetern Abwässern einer Stadt mit 200.000 Einwohnern, etlicher Industrie laberlaber, die von mir dann in der Erfurter Kläranlage ankamen?

Ich schlage vor: Gib's auf. Wink

Von Elektron am 18.03.2009 09:59

Man muss ja nicht erst die Kläranlage zum Kollabieren bringen. Es reicht ja schon wenn man - im wahrsten Sinne des Wortes - seinen Teil dazu beiträgt den Schadstoffpegel niedrig zu halten. Und da empfiehlt es sich eben, den Sud zum Schadstoffmobil zu bringen, kostet ja auch nichts (außer ein bisschen Zeit) und beschert ein gutes Gewissen.

Mag ja sein, dass es immer Leute gibt, die das tun werden, aber ich sag es mal gelinde: je nachdem wo man den Nullpunkt ansetzt..

Von Anonymous am 18.03.2009 10:02

Elektron hat folgendes geschrieben:
Man muss ja nicht erst die Kläranlage zum Kollabieren bringen. Es reicht ja schon wenn man - im wahrsten Sinne des Wortes - seinen Teil dazu beiträgt den Schadstoffpegel niedrig zu halten.
Mach' ich ja - ich löte seit Jahren nur noch auf Streifenleiterplatten 'rum. Wink

Von Elektron am 18.03.2009 10:03

Very Happy Very Happy So war das zwar nicht gemeint, aber ja, wo du es jetzt sagst Wink

Von TheBug am 18.03.2009 11:19

wodim hat folgendes geschrieben:
TheBug hat folgendes geschrieben:
Flaschen aus Haushaltsglas werden von Natronlauge angegriffen, Quarzglas nicht.
Ach - und z.B. der erwähnte Abflussreiniger, dessen Hauptbestandteil Natronlauge ist...

Was ich mir hier als Zwangsbayer übrigens gar nicht erst angewöhnt habe: Die "Spezialität" Laugengebäck. Nachdem ich mal gelesen hatte, dass da der Teig echt mit Natronlauge behandelt wird - äääääääääääks. Rolling Eyes


Geh mal in den nächsten Supermarkt und greif Dir ein Paket mit Abflussreiniger in Pulver- oder Pelletform und schau auf die Inhaltsangabe.

Natronlauge im Abwasser hat zwei Reaktionsendprodukte: Seife und Natriumkarbonat. Beides steht nicht zwingend auf meinem Speiseplan, würde aber keinerlei Schäden hervorrufen.

Die Reaktion mit stinknormalem Haushaltsglas weiss ich nicht mehr auswendig, auf jeden Fall versaut man die Oberfläche der Flasche und die Natronlauge bei längerer Lagerung. Desshalb wird Natronlauge in Plastikflaschen gelagert.

Der Fotolack auf den Leiterplatten ist organisch und silberfrei, es ist unbedenklich kleine Mengen davon über den Ausguss zu entsorgen. Dagegen sollte der Hobbyfotograf das mit seinen Entwicklerflüssigkeiten keinesfalls tun.

Von Anonymous am 18.03.2009 11:36

Ok, sagen wir mal so: Hat mir erst mal wieder Denkanstöße geliefert - aber womit soll "Amateur" nun seine Leiterplatten ätzen?

Von TheBug am 18.03.2009 11:52

Fe-III-Cl oder Ammoniumpersulfat.

Von Anonymous am 18.03.2009 11:58

Fragt sich, wer dann diesen ganzen Aufwand noch treibt. Für sich alleine, meine ich.

Von Elektron am 18.03.2009 11:59

wodim hat folgendes geschrieben:
Fragt sich, wer dann diesen ganzen Aufwand noch treibt. Für sich alleine, meine ich.


Ich denke nicht jeder Wert steht auf einer Rechnung ausgewiesen.

Von Anonymous am 18.03.2009 12:37

Ach so - jetzt musste ich mir da erst mal ein Komma denken - da sitzt es wohl falsch:

Elektron hat folgendes geschrieben:
Ich denke nicht, jeder Wert steht auf einer Rechnung ausgewiesen.


Verstehe ich das so richtig:
Elektron hat folgendes geschrieben:
Ich denke, nicht jeder Wert steht auf einer Rechnung ausgewiesen.