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Antischall

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Von TheBug am 27.07.2009 09:45

Also langsame Auffassungsgabe und arrogantes Verhalten sind keine vorteilhafte Kombination...

Gesang ist meistens mittig im Stereosignal, also gleichphasig auf beiden Kanälen. Wenn man dann die Phasenverschiebung macht und die Signale subtrahiert ist alles weg was mittig aufgenommen wurde. Schön ist das Ergebnis nicht unbedingt, aber das trifft auf Karaoke ja ohnehin zu.

Von Alv am 27.07.2009 21:07

Hotzenplotz hat folgendes geschrieben:
Hmm, habe ich bei der Übertragungsart Stereo etwas falsch verstanden ?

Scheinbar ja
Zitat:

Angenommen wir haben eine Band mit Klavier, Gesang und Trompete, dann stelle ich zu jeder Quelle ein Mikrofon oder Tonabnehmer. Klavier links, Trompete rechts, Gesang legen wir mal auf beide, also Mono.
Wenn ich nun das Klavier invertiere, dann ist es doch trotzdem noch links, was soll sich denn da aufheben ?

Das ist Multikanal. Jede einzelne Signalquelle wird entweder separat aufgenommen und später zusammengemischt oder gleich gemischt.
Beim Mischen kann man auch bestimmen, wo die Instrumente sich dann im Stereosignal befinden, das muß nicht mit dem tatsächlichen Standort übereinstimmen.
Das Rechts- und Links-Signal, das dann aus dem Mischpult rauskommt und z.B. auf CD gebrannt wird, wird dann "Stereo" genannt.
Zitat:

Kannst Du mir das mal erklären ?

Ich hoffe, ich habe es verständlich erklärt.

Von Hotzenplotz am 28.07.2009 00:34

@TheBug

Nein, wohl nur missverstanden. Und wo ich da arrogant geworden sein soll, weiss ich nicht, ich habe nur nachgefragt.

@Alv

Gut, dann sind wir uns also was Stereo betrifft schon mal einig, denn wir meinen wohl beide das Gleiche. Wie man nun wie was zusammenmixen oder auf irgendwelche Spuren verschieben kann hat ja nun nichts mit Stereo zu tun.

Ich meinte eher das hier.

Alv hat folgendes geschrieben:

................Bei normalen CDs kann das nicht richtig funktionieren.
Es wird der eine Kanal invertiert und über den anderen gemischt. Dadurch heben sich die Signale in der Stereomitte, wo sich normalerweise der Gesang befindet, auf.........


Und da möchte ich nochmal auf das Klavier und die Trompete zurück kommen.
Wieder ist das Klavier links, Trompete rechts, Gesang mono, also links UND rechts.
Nun willst Du einen "Kanal" oder eine Spur oder wie man das auch immer nennen will invertieren. Wir invertieren also jetzt mal den linken Kanal mit dem Klavier und dem Gesang.
Lege ich dann das linke Signal auf das rechte Signal ist erst mal alles mono, dass Klavier ist invertiert und der Gesang hebt sich im Idealfalle auf.
Nur ist das Klavier noch immer invertiert, wie bekomme ich das dann aus dem Monosignal wieder raus ?

Und das Klavier ist ja nur EIN Instrument. Was passiert wenn man das bei einer Rockband macht, wo sie mit den Gitarren kreuz und Quer über die Bühne rennen oder gar bei einem Symphonieorchester mit 100 Violinen, 50 Bässen usw.und drei Tenore die jetzt zufällig auf der rechten Seite stehen ?
Einen ganzen Kanal zu invertieren und wieder zu invertieren, wenn der Gesang raus ist, halte ich für kaum bis nicht machbar. Wäre vielleicht mit Zwischenspeichern machbar, aber halte ich auch nicht für DIE Lösung.
Ich denke bei diesen Karaoke Dingern macht man das mit Filtern und versucht die irgendwie "intelligent" zu halten.
Es gibt für einige Player wie Winamp oder XMMS plugins die sowas machen, aber ich glaube, je nach Musikrichtung kommt am Ende eher Gekreische statt Musik raus. Habe ich noch nicht ausprobiert.

Von Hobbybrater am 16.03.2013 19:23

Kanal Invertieren ist nicht ganz korrekt.

Eher Kanal rechts von kanal links Subtrahieren.

Das geht technisch ganz einfach:

Man nehme von beiden Kanälen den "Pluspol" und schalte diese OHNE MASSEBEZUG auf einen(!) Lautsprecher.
Das Ergibt dann einen SEITENKANAL dem NUR Instrumente enthalten sind die ENTWEDER auf dem Rechten ODER dem linken Kanal hörbar sind.
Meistens (!) Fehlt diesem Kanal die "Stimme" weil sie RECHTS UND LINKS Gleichlaut ist (Relativ).



Marcus

Von Hotzenplotz am 16.03.2013 19:49

Keine Ahnung warum man 4 Jahre alte Threads ausgraben muss.

> Kanal Invertieren ist nicht ganz korrekt.

Das ist voellig korrekt.

> Eher Kanal rechts von kanal links Subtrahieren.

Bei Stereo voelliger Humbug, bei Mono kommt genau das Gleiche raus.

Von Hobbybrater am 16.03.2013 20:48

Mono ist ADDIEREN beider Kanäle !

Edit:
http://universal_lexikon.deacademic.com/288454/Pseudoquadrophonie

Marcus

Von Hotzenplotz am 16.03.2013 22:49

Mono ist EIN Kanal, was willste da addieren ?

Von Hobbybrater am 16.03.2013 23:18

Mit mono will ich gar nichts addieren ...
Mono ist bereits addiert.

Tut auch nichts zur Sache,da ich von den Seitenkanälen rede ...
Und die sind nunmal die Subtraktion beider Stereo-Kanäle.
Siehe oben Erklärt.
Und das Ist DEFINITIV was anderes als die ADDITION weswegen ich oben schrieb: OHNE MASSE

Mit Massebezug (Direktem Anlegen) wäre es eine Addition.

Nicht immer gleich alles als "Schwachsinn" abtun.
Diese Verschaltung war in den 70er durchaus Gebräuchlich und wurde auch in etlichen "Teureren" Geräten verbaut.
Damit war die Stimme aus den Hinteren Lautsprechern entfernt (meistens)
und man erreichte eine Räumlichere Abbildung des Orchesters / Band ... Was auch immer.

Im Grunde beruht das auf den "Antischall" der besprochen wurde,nur das per Interferenz schon in der Spule des Lautsprechers (Dort wird erst der Stromkreis geschlossen) Passiert.

Wichtig ist Schaltungstechnisch nur das KEINE MASSE an die Hinteren Lautsprecher kommt weil sonst hat man das Klassische mono oder Kurzschluss aber nicht die Gewollten Seitendifferenzsignale.

Gegen Unglauben hilft Probieren.

Marcus

Von LNewbie76 am 26.03.2013 10:39

Hobbybrater hat folgendes geschrieben:
Mit mono will ich gar nichts addieren ...
Mono ist bereits addiert.

Tut auch nichts zur Sache,da ich von den Seitenkanälen rede ...
Und die sind nunmal die Subtraktion beider Stereo-Kanäle.
Siehe oben Erklärt.
Und das Ist DEFINITIV was anderes als die ADDITION weswegen ich oben schrieb: OHNE MASSE

Mit Massebezug (Direktem Anlegen) wäre es eine Addition.

Nicht immer gleich alles als "Schwachsinn" abtun.
Diese Verschaltung war in den 70er durchaus Gebräuchlich und wurde auch in etlichen "Teureren" Geräten verbaut.
Damit war die Stimme aus den Hinteren Lautsprechern entfernt (meistens)
und man erreichte eine Räumlichere Abbildung des Orchesters / Band ... Was auch immer.

Im Grunde beruht das auf den "Antischall" der besprochen wurde,nur das per Interferenz schon in der Spule des Lautsprechers (Dort wird erst der Stromkreis geschlossen) Passiert.

Wichtig ist Schaltungstechnisch nur das KEINE MASSE an die Hinteren Lautsprecher kommt weil sonst hat man das Klassische mono oder Kurzschluss aber nicht die Gewollten Seitendifferenzsignale.

Gegen Unglauben hilft Probieren.

Marcus


Ich kenne die Verschaltung aus den 70ern auch noch, davon hat mir mein Vater letztens einen 30min langen Vortrag gehalten. Ich finde auch, learning by doing!

LG

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