Magische Augen

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Magische Augen

Von Hahn am 14.10.2009 09:23

Guten Morgen an alle. Ich hab letztens ma wieder meine Röhrenkisten durchwühlt und war erstaunt was ich im Keller noch so rumliegen hab :shock: . Darunter bin ich auch auf ein par Magische Augen (bzw magische Bänder) gestoßen. Da ich ja ne Menge mit Röhrentechnik zu tun hab und auch schon einige Jahre mit denen rumbastle, habe ich ma wieder ein Projekt gestartet, wobei ich einen kleinen ollen Transistoren-Gitarrenverstärker zum gutklingenden Röhren-Gitarrenverstärker umbauen wollte :P . Natürlich wurde ich sofort wie elektrisiert als ich all die EM80 und EM84 gefunden hab und sofort in der nächsten Millisekunde, zumindest eine von denen, in meinem neuen Gitarrenverstärker gesehen hab. Das Problem ist nur, ich hab mich mit denen seit 6 Jahren nicht mehr beschäftigt und hab genau keine Ahnung mehr wie genau die Funktionieren. Hab im Netz schon bisl gesucht, aber nix brauchbares gefunden. Da hab ich einfach ma bisl rumgestöbert und in die Datenblätter geguckt, was da so für Angaben gibt. Prompt die erste Versuchsschaltung aufgebaut und gleich die erste (zum Glück völlig verbrauchte) EM84 gesprengt :? . Das zur Einleitung ^^
So... bevor ich nun nach und nach meine Bestandsliste an Magischen Augen verkürze, frage ich lieber die Meister vom Fach:
Ich hab mal in meiner Praktikumszeit vor 8 Jahren einen kleinen Testsockel gebaut. Dieser Testsockel beinhaltet einen Ovalsockel (9Pin) und einen Trafo aus nem kaputten Lindau. Dieser liefert gleichgerichtet 330V. Die EM84 hat eine maximale Anoden- und Leuchtschirmspannung von 250V. Mit Berücksichtung der Ströme hab ich die Vorwiderstände berechnet. Beim testen flog mir das Magische Auge um die Ohren und ich hatte fast das selbige :? . Woran liegt das? Ich weiß noch als ich damals bisl mit rumexperemtiert hab, daß ich da auch ma vor einem etwas ähnlichen Problem stand. Da hat sich alles gegenseitig beeinflußt. Die Leuchtspannung (komm gerade nicht auf den richtigen Namen) brach immer zusammen bei unterschiedlicher Anondenspannung, obwohl diese getrennt gespeist worden ist. Kann mir evtl einer eine kleine Anregung geben, wie ich die Schaltung mit 330V berechne?
Verzeiht, wenn ich gerade kreuz und quer schreibe, aber ich bin gerade in einer Vorlesung und bisl Abgelenkt. ABER ICH WILLS WISSEN :cry:
Bedanke mich schon ma im vorraus.
Gruß Gockel

Von Hahn am 12.01.2010 10:47

Diesen Threat gibs ja auch noch Shocked . Naja mach ich ma ein Doppelpost, da ich ja irgendwie der einzige bin Wink .
Also ich das Problem gelöst (bzw auch nicht). Für die die es interessiert:
Im Prinzip braucht man ja nur einen Vorwiderstand vor der ganzen Schaltung (was ich ja auch hatte). Das magische Auge hat einen relativ konstanten Gesamtstrom bei Vollausteuerung und ohne Aussteuerung. Da bräuchte man noch nicht ma ein Siebelko. Soweit hatte ich auch alles berücksichtigt und ausgerechnet und doch ist mir die Röhre entgegengeflogen. Ich schätze das war wohl, das ich die Röhre noch nicht komplett aufheizen hab lassen und die Anodenspannung angelegt habe ohne daß ein Strom fließen konnte. Also da keine Spannung am Vorwiderstand abfallen konnte und dadruch die Anodenspannung gleich der gleichgerichteten Trafospannung war. Das ist der Röhre wohl nicht gut bekommen zumal die auch schon 40 Jahre und demnach gebraucht alt war ^^.
Also achtet immer auf eine Einschaltverzögerung oder Spannungsbegrenzung bei Röhrenverstärkern Wink
Hab das gleiche Prinzip wiederholt und diesmal gewartet bis die Röhre aufgeheizt war und siehe da, die Augen leuchten Very Happy