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Herstellen von Löt-Raupen zwischen Pins ?

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Herstellen von Löt-Raupen zwischen Pins ?

Von Ebo am 27.03.2010 14:42

Hallo,
auf einer Lochraster-Platine 2,54 mm Raster möchte ich zwischen benachbarten DIL-Fassungen über zwei unbebutzte Lötpunkte hinweg Verbindungen mittels einer Lötraupe herstellen. Und das ca. 25 mal.

Nachdem ich Lötzinn auf die 2 freien Zwischenlötpunkte aufgetragen habe, versuche ich jetzt eine Verbindungsraupe mittels Lötzinn zu ziehen. Leider gelingt mir das kaum. Beim Wegziehen der Lötkolbenspitze reißen die Verbindungen wieder ab. Ich kann auch das Lötzinn nicht zu stark auftragen, da die gleichgeartige parallele Lötverbindung im Raster 2,54 mm daneben liegt.

Ich verwende eine geregelte Lötstation bei etwa 310 Grad C und habe die Temperatur auch schon nach unten und oben variert. Lötzinn ist 1 mm Durchmesser von Pollin.

Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich die Verbindungen sauber herstellen kann? :?:

Gruß Ebo

Von Sam am 27.03.2010 16:01

Du könntest ein kleines Stückchen Draht dazwischen legen.

Von Alv am 27.03.2010 17:45

Sam hat folgendes geschrieben:
Du könntest ein kleines Stückchen Draht dazwischen legen.


Lohnt sich bei benachbarten Lötaugen nicht.

"Lötraupe"? Den Begriff habe ich bislang noch nie gehört...

Ich verwende noch das gute alte bleihaltige Lötzinn von Elsold und eine alte Weller Magnastat, Spitzen Typ 7.
Damit ist es kein Problem, benachbarte Lötaugen zu verbinden. Einen Zinntropfen auf jedes Lötauge, dann die Lötspitze zwischen beide Lötaugen und weiter Zinn zuführen, bis beide Zinntropfen von selbst zusammenschwappen.

Bei längeren Strecken (da sollte man aber Draht verwenden) erst die Lötaugen 1/2, 3/4, 5/6 usw. verbinden, nach Erkalten dann die Lötaugen 2/3, 4/5. Dabei aber darauf achten, daß die vorher verbundenen Lötbrücken nicht wieder komplett durchschmelzen.

Von Hotzenplotz am 27.03.2010 18:31

Alv hat folgendes geschrieben:
...Einen Zinntropfen auf jedes Lötauge, dann die Lötspitze zwischen beide Lötaugen und weiter Zinn zuführen, bis beide Zinntropfen von selbst zusammenschwappen...


Das geht aber nur mit alten verbrannten Loetspitzen, die deswegen kein Zinn mehr aufnehmen koennen.
Wer mit gescheitem Werkzeug arbeitet, hat dann eben genau dieses Problem das es NICHT geht.

soldering bridges

Von krautteich am 27.03.2010 19:45

Ich mache es auf die gleiche Art und Weise wie Alv und das funktioniert 100%ig. Und ich kann bestätigen, dass das auch bei völlig intakten Magnastat-Spitzen klappt. Weller ist nunmal die Nr.1 was Löttechnik anbelangt und ich habe bei vernünftiger Behandlung noch niemals verbrannte Spitzen gehabt.

Von Hotzenplotz am 27.03.2010 20:35

Wenn Deine Spitzen ok sind, frage ich mich warum die dann das Zinn nicht aufnehmen. Wenn die Spitzen in Ordnung sind, kann das ganicht funktionieren, denk doch mal nach.

Von Ebo am 27.03.2010 21:24

,
Vielen Dank für Eure Beiträge. Ich bin nun dazu übergegangen, die Verbindungen mit versilberten Kupferdraht 0,6 mm Durchmesser herzustellen. Das ist sicher die richtige Methode.
Ebo

Und es geht doch!

Von krautteich am 28.03.2010 16:58

Hier mal eine eben entstandene Aufnahme von so einer Lötbrücke, ausgeführt mit einer Weller-Spitze Nr. 8.
Und freilich nimmt die Spitze an der Benetzungsfläche Lötzinn an und irgendwann wird's halt auch der besten zu viel, so dass es dann an der Lötstelle verbleibt.

Von Hotzenplotz am 28.03.2010 20:16

Respekt. Du bist ja ein richtiger Lochraster-Loetprofi

Von elkotron am 29.03.2010 07:29

Wenn - wie du sagst - die Lötspitze den ganzen Lötzinn aufnehmen würde dann hättest du das Problem, dass du keinerlei Lötzinn auf die Lötaugen bekommst.

...soviel zum Thema "denk doch mal nach".

Das Verbinden der Lötaugen so wie's beschrieben und vorgemacht wurde funktioniert wunderbar.
Das ganze erfordert ein bisschen Übung und ist in vielen Fällen nicht auf anhieb zu schaffen.
Einfach mal nen bisschen weiterprobieren irgendwann hat man den bogen raus.

MfG

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