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Lötdraht verzinnen

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Lötdraht verzinnen

Von elektroniker15817 am 07.07.2010 11:48

Hallo,

ich will mit meiner Lötstation einen Kupferlackdraht verzinnen (0,15mm Durchmesser). Das Problem liegt beim Verzinnen. Oft schmilzt der Kupferlack (sogar bei 450 Grad) nicht weg. Wenn ich dann Glück habe, kann ich aufeinmal problemlos 2-3 Drahtstücke verzinnen, obwohl ich gar nichts an der Temperatur verändert habe. Und dann geht es aufeinmal nicht mehr . An was kann das liegen?
Ich verwende übrigens bleifreies Lötzinn mit Flussmittel (Sn60Pb40) und eine Conrad Lötstation mit 30 Watt.

Danke schon im Vorraus!

CuL verzinnen

Von krautteich am 07.07.2010 12:46

Der Lack ist in der Tat recht hartnäckig, da habe ich auch so meine lästigen Erfahrungen. Ich bin irgendwann dazu übergegangen mit feinem Schmirgelpapier die Lackschicht zu entfernen. Zusätzlich pinsle ich den so behandelten Draht noch mit Kolophonium ein, dann klappt es ausgezeichnet.

Von Tim Sasdrich am 07.07.2010 12:47

Herzlich Willkommen im Forum!

Man kann den Lack auch schon vor dem Löten entfernen. Entweder wegkratzen oder eben mit dem Feuerzeug schnell abbrennen.

Von elektroniker15817 am 07.07.2010 13:25

Danke.
Habe es gerade mit dem Feuerzeug ausprobiert - der Lack ist weggeschmolzen.
Leider lässt sich der Kupferlackdraht trotzdem nicht verzinnen Sad .
Wenn ich den abisolierten Draht an die Lötspitze mit Lötzinn halte, nimmt der Draht das Lötzinn nicht an Sad

Oxidschicht

Von krautteich am 07.07.2010 13:31

Mach's mal so wie ich es beschrieben habe.
Ansonsten wirst du wohl mit aggressiven Flussmitteln, bspw. Lötfett rangehen müssen.

Re: Oxidschicht

Von Alv am 07.07.2010 14:37

Probier mal, ob sich der Lack mit Aceton (Nagellackentferner) entfernen läßt.
Ansonsten lötfähigen Lachdraht verwenden.

Re: Lötdraht verzinnen

Von derguteweka am 07.07.2010 18:00

Moin,

elektroniker15817 hat folgendes geschrieben:
Ich verwende übrigens bleifreies Lötzinn mit Flussmittel (Sn60Pb40) und eine Conrad Lötstation mit 30 Watt.


Aeh - wassn jetzt? bleifreies oder Sn60Pb40? Fuer was steht wohl Pb40? Aber vielleicht bedeutet das ja: Nur Personen bis 40 glauben, dass das bleifrei ist Smile

Also fuer daheim kann ich jedem nur dringend zu verbleitem Loetzinn raten - dann sollte es auch mit dem verzinnen besser klappen...

Gruss
WK

Von Hotzenplotz am 09.07.2010 20:31

Und es gibt Lackdraht und loetbaren Lackdraht. Vielleicht mal nach loetbaren Lackdraht oder Faedeldraht suchen, dann erspart man sich die Kratzerei. Anders geht es naemlich wirklich sehr schlecht.
Fuer masochistisch Veranlagte, gibt es Lackabziehpinzetten.

http://www.mikrocontroller.net/attachment/75396/18.04.jpg

Von TheBug am 12.07.2010 10:46

Urethanlack ist meist gut geeignet, stabil genug um einen versehentlich aufgesetzten Lötkolben auszuhalten, lässt sich aber an den Enden durch Verzinnen abbrennen und mitten im Draht durch kurzes Ankratzen und dann Verzinnen ebenfalls.

Von elektroniker15817 am 23.08.2010 15:40

Hallo,
ich habe jetzt alle Tipps probiert - es hilft leider nichts Sad .

Ich habe mir inzwischen eine neue lötstation gekauft (regelbar - 48W)
Ich weiß - es hört sich komisch an - aber es lässt sich nur der rote Kupferlackdraht verzinnen.
Der schwarze geht einfach nicht... Ich habe all eure Tipps ausprobiert.

Ich habe den Kupferlackdraht damals bei einem Hobby Elektroniker aus einem Forum abgekauft und der verwendet genau die gleichen Werkzeuge wie ich.
Ich habe genau die gleiche Lötstation gekauft wie er hat.
Es kann ja eigentlich nur noch am Zinn liegen oder?

Grüße
Martin

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