Die liebe ePost - und ihre Gegner

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Die liebe ePost - und ihre Gegner

Von Elektron am 05.08.2010 15:34

Ich höre sie schon überall schreien, aus jeder Straße krächzen schon die Begriffsschwachen, egal wo man hinsieht. Bisher war eine Email stets zu unsicher, ein Brief zu schwerfällig, jetzt bietet die Post eine Übergangslösung - und schon sammeln sich überall technikresistente, um einen richtigen³ Schritt der Post mit negativen Kommentaren zu bombardieren, ohne selbst überhaupt verstanden zu haben.

Wenn ich nur an die möglichen Einsparungen an Papier denke wird mir schwindelig. Was haltet ihr davon?

Von TheBug am 05.08.2010 15:48

Mit "epost" hat sich die Deutsche Post AG schon mal versucht, Emailadresse auf Lebenszeit, ohne weitere Kosten. War dann doch eher kurzlebig, keine 5 Jahre.

http://de.wikipedia.org/wiki/EPost_(Markenname)

Das DeMail Verfahren sehe ich primär als Hype und dahinter steckt eine ordentliche Portion Technikgläubigkeit. Jedes System ist knackbar, von daher wird es auch bei diesem Sicherheitslücken und erfolgreiche Angriffe geben. Viel kritischer sehe ich aber, dass das Verfahren möglicherweise von den Behörden zum Standard erklärt wird und damit ein Zwang zur Nutzung folgt.

Also kurz: Nette Idee, ich gehe davon aus, dass sie vor die Wand fährt.

Von BellaD am 05.08.2010 16:02

moin

Das ist genau das worauf ich gewartet habe Wink
mir wäre es lieber die PinAG würde jedesmal meinen Briefkasten finden
anstatt die Post zurückzusenden.

Ich kann darauf verzichten meine Daten kostenlos zur Verfügung zu stellen -
e-mail wird sowieso schon in Irland für Europa mitgelesen.

mfg

Chimäre

Von krautteich am 05.08.2010 18:49

Ich habe mich, kurz nachdem es spruchreif war, angemeldet und so meine Wunschadresse gesichert (kost ja erstmal nix). In der Zwischenzeit habe ich schon drei Briefe (herkömmliche) aus Bielefeld erhalten mit Anweisungen bzgl. Registrierung und Freischaltung, Postidentverfahren , Registrierungscodes und Adress-TAN mit jeweiligen Bestätigungen auf’s Mobilfon. Ich habe den Eindruck, dass schon sehr viel für die Sicherheit getan wird. Wenn ich allerdings in die Preisliste schaue und sehen muss, dass ein E-Brief genau so viel kostet wie der klassische Standardbrief, dann fehlt mir irgendwie der finanzielle Anreiz.
Von daher kann ich mir auch nicht vorstellen, dass diese Sache sich langfristig durchsetzen wird.

Von Elektron am 05.08.2010 19:56

So kann man nicht rechnen, allein das Porto macht noch lange nicht den Brief, sondern zusätzlich Papier/Toner und der Briefumschlag + die Zeit die man länger braucht um zu frankieren, es einzutüten und zur Post zu bringen. Außerdem gehe ich davon aus, dass die Preise sich langfristig legen werden, ich vermute ganz stark dass die Post die Preise der Einfachheit (für den Kunden) halber so gesetzt hat.

Von krautteich am 05.08.2010 20:05

Da hast du mich etwas missverstanden, ich meinte den reinen E-Brief ohne Ausdruck usw., der ja wirklich nichts weiter als eine Email darstellt.

Von Elektron am 05.08.2010 20:20

Ahcos okay, ja, da hast du Recht. Wie ist das denn, man kann doch den Ausdruck "am anderen Ende" explizit wählen, oder?

Re: Die liebe ePost - und ihre Gegner

Von Alv am 05.08.2010 20:30

Dumme Frage eines Unwissenden: Worum handelt es sich bei diesen E-Briefen? Woduch unterscheiden sie sich von E-Mail?

Ich sehe zwar dauernd die Werbung davon, aber dabei gibt es keinerlei Informationen...

Von Elektron am 05.08.2010 21:09

Zwei wesentliche Unterschiede zur Email:

1.) Schnittstelle zur "normalen" Post. Du kannst eine Email an jemanden schicken, der keine Emailadresse hat. Dann druckt die Post den Brief für dich aus, tütet ihn ein und schickt ihn ganz normal an den Empfänger. Der Vorteil liegt ja klar auf der Hand: Anstatt bergeweise Papier durch die Gegend und möglicherweise über weite Entfernungen zu karren, druckt man ihn vor Ort aus. Umweltschutz und gleichzeitig geringere Zustellkosten, außerdem sparst Du dir das lästige Eintüten. Es profitieren also alle davon, selbst wenn nicht jeder die ePost nutzen kann oder will.

2.) E-Briefe werden behandelt wie "normale" Briefe. Du kannst also zum Beispiel auch per E-Brief Verträge kündigen, es hat den gleichen Stellenwert wie ein Papierbrief.

Mit verschiedenen Mitteln wird dann auch gleich sichergestellt, dass der Empfänger auch tatsächlich der ist, von dem Du glaubst, dass der es ist (per PostIdent). Gleichzeitig kosten E-Briefe auch "Porto". Schön fände ich es, wenn ePost zu ePost wesentlich günstiger wäre. Ganz kostenlos sollte es nicht sein zwecks Spam.

Von Hotzenplotz am 05.08.2010 22:13

Und warum kann man das alles nicht mit normalen e-mails machen ?