Dimensionierung Kondensator

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Dimensionierung Kondensator

Von FabianLurz am 09.08.2010 16:59

So Hallo liebes Forum,
dies ist mein erster Eintrag hier und ich bin noch neu in der Welt der Elektronik.
Es geht um folgendes:
Ich habe an einen Microcontroller über Transistoren ein paar RGB-LEDs gehängt. Diese hängte ich mit Vorwiderstand parallel...ich weiß soll man nicht unbedingt aber das Netzteil liefert nur 5V und die Farbe blau braucht ja schon 4.5V.
So nun will ich...dass wenn die LED-Farbe gewechselt wird (sozusagen ein Ausschaltvorgang) dass die LEDS gedimmt werden. Gut dachte ich mir...hängste Kondensator parallel....die Berechnung war allerdings merkwürdig und brachte mich auf ein stutzig machendes Ergebnis.
Die Rechnung:

Formel: C=Q/U --> C=(I*t)/U
So in diesem Fall ist I 80mA (4 LED's a 20mA parallel) und U=5V. Die Zeit ist jetzt der entscheidende Faktor....ich wählte 0.125s.
Da kam ich auf ein Ergebnis von 2mF das wären ja 2000microF.
So einen Kondensator gibt es ja kaum zu kaufen.
Kann es nun sein dass ich einen Denkfehler habe mit der Zeit? Ist die Zeit die Zeit die er braucht um abzuklingen oder ist es die Zeit in der der Kondensator den Strom bzw. Spannung komplett konstant hält:) Bitte um reichlich antworten da es komisch ist für ein paar Led's einen lebensgefährlichen Kondensator aufzufahren.
MfG und sorry dass es so viel wurde
Fabian

Von pcprofi am 09.08.2010 19:38

Die Formel ist richtig, und vermutlich stimmt auch das Ergebnis.

Allerdings ist es sinnfrei, sowas mit Kondensatoren in dieser Form zu machen, das funktioniert nur scheinbar vernünftig. Die einfachste Variante wäre vermutlich, mit einer Art Treiber (Transistor?) zu arbeiten, damit würde das schon eher und mit kleineren und damit auch wesentlich günstigeren C's gehen

Gruß Rainer

Von BellaD am 09.08.2010 19:41

moin

Ich hab keine Lust zu rechnen...

grün = Spannungsquelle
blau = Spannung über dem Kondensator
rot = Strom durch eine von den LED

und nu kannste weiter denken

Rolling Eyes

vielleicht denkst du ja nun das das mit nem Kondensator parallel zu einer LEd so nicht geht , dann denkst du richtig.

Kondensator = exponentielle Entladekurve
Led braucht aber Konstantstrom,Strom ist abhängig von Spannung usw,
deswegen hat man dann ja schlussendlich die sogenannte PWM oder auch Phasenanschnittsteuerung erfunden.

Das simu programm gibts bei Linear ,es nennt sich LTspice ( Switchercad)
http://www.linear.com/

Von klaus am 10.08.2010 08:42

Wenn die LEDs ohnehin an einem Mikrocontroller hängen, warum dimmst du dann nicht per Software (PWM)?

Von _elko_ am 12.08.2010 15:40

klaus hat folgendes geschrieben:
Wenn die LEDs ohnehin an einem Mikrocontroller hängen, warum dimmst du dann nicht per Software (PWM)?


Denke auch, dass das die beste möglichkeit ist.
Und falls nicht PWM könntest du an deinem µC doch bestimmt nen D/A-Wandler benutzen um deinen Transistor anzusteuern. Damit könntest du für ne langsam sinkende Spannung sorgen und du bekommst die LED auch gedimmt.