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Vorstellung: SE-Amp mit ECC83 & EFL200

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Vorstellung: SE-Amp mit ECC83 & EFL200

Von SledgeHammer am 09.10.2010 13:32

Hallo,
Hier werde ich einen SE-Amp mit den Röhren ECC83 & EFL200 vorstellen. Die ECC83 dient als Vorstufe, die die F-Sektion der 1. EFL200 versorgt. Weiter geht es zur F-Sektion der 2. EFL200 & schließlich zu den 2 parallel geschalteten L-Sektionen der EFL200s.
Als AÜ kommt ein Hammond 125FSE Universal zum Einsatz.

Der Schaltplan im Anhang.
Grüße

Re: Vorstellung: SE-Amp mit ECC83 & EFL200

Von Alv am 09.10.2010 22:44

Ich bin in Röhrenschaltungen nicht so bewandert, deshalb die Frage:
Warum haben die parallelgeschalteten EFL200 getrennte Gitterwiderstände R14 und R17?
Könnte man die Gitter nicht direkt verbinden und nur einen Widerstsnd verwenden?

Die entspechenden Gitter der Vorstufenröhren müssen wahrscheinlich getrennt sein, da es sonst Übersprecher geben könnte?

Re: Vorstellung: SE-Amp mit ECC83 & EFL200

Von SledgeHammer am 13.10.2010 17:35

Alv hat folgendes geschrieben:

Könnte man die Gitter nicht direkt verbinden und nur einen Widerstsnd verwenden?

Hallo,
Ja, man könnte das machen, allerdings müsste man den Widerstand dann verdoppeln.
Ich bevorzuge getrennte Schirmgitterwiderstände.
Grüße

Von derguteweka am 13.10.2010 19:52

Moin,

Da haett' ich doch auch mal n paar Fragen zu dem Schaltbild:

*Warum haben die Kathodenwiderstaende an allen Penthoden so "komische" Werte wie 830Ohm oder 6.6KOhm?

*Warum sind die nicht mit Kondensatoren ueberbrueckt, um die Wechelspannungsverstaerkung zu erhoehen?

*Warum hat der Heiztrafo nur 1.5A Belastbarkeit? Selbst wenn nur ein System der ECC83 geheizt wird (was sicherlich auch recht merkwuerdig ausschaut), kommen bei mir schon ueber 1.7A fuer 0.5*ECC83+2*EFL200 raus.

* Warum sind die Schirmgitter nicht mit einem C nach Masse abgeblockt?

* Warum ist die Anodenspannung fuer die Vorstufen nicht nochmal extra gesiebt?

* Die typische g1 Spannung der L-Pentode ist mit -2.7V angegeben, der typ. Anodenstrom mit 30mA; g2 Strom mit 7mA. Wenn ich 830Ohm*37mA rechne, kaeme ich auf eine g1 Spannung von weniger als -30V. Bei -30V fliesst aber niemals mehr ein so ein Anodenstrom - Was stimmt denn da nicht? Wo ist denn geplant, wo der Arbeitspunkt liegen soll?

* Hast du mal Photos vom Aufbau so eines Verstaerkers?

Gruss
WK

Von SledgeHammer am 13.10.2010 20:38

Zitat:
Moin,
*Warum haben die Kathodenwiderstaende an allen Penthoden so "komische" Werte wie 830Ohm oder 6.6KOhm?


830R wurden in 35R geändert. Der Rk der ECC83 ist geändert in 1,6k.

Zitat:

*Warum sind die nicht mit Kondensatoren ueberbrueckt, um die Wechelspannungsverstaerkung zu erhoehen?


Kein Röhrenverstärker, den ich gebaut habe, hatte gebrückte Kathodenwiderstände. Auch ohne ist die Verstärkung mehr als ausreichend Wink Es werden immerhin 3 Vorstufen verwendet.

Zitat:

*Warum hat der Heiztrafo nur 1.5A Belastbarkeit? Selbst wenn nur ein System der ECC83 geheizt wird (was sicherlich auch recht merkwuerdig ausschaut), kommen bei mir schon ueber 1.7A fuer 0.5*ECC83+2*EFL200 raus.


Ja, mir ist das auch aufgefallen. Es müssen 2A Ausgangsstrom sein.

Zitat:

* Warum sind die Schirmgitter nicht mit einem C nach Masse abgeblockt?


Ohne gehts auch. Es soll ein Amp für Anfänger sein, der sich nur aufs Nötigste beschränkt.

Zitat:

* Warum ist die Anodenspannung fuer die Vorstufen nicht nochmal extra gesiebt?


Es reichen die 220µ vom Siebelko, damit es nicht brummt. Ein zusätzlicher Siebelko kann natürlich eingebaut werden, es muss aber evtl. die Leistung des Gleichrichters & des Trafos erhöht werden, sonst erhöht sich die Brummspannung.

Zitat:

* Die typische g1 Spannung der L-Pentode ist mit -2.7V angegeben, der typ. Anodenstrom mit 30mA; g2 Strom mit 7mA. Wenn ich 830Ohm*37mA rechne, kaeme ich auf eine g1 Spannung von weniger als -30V. Bei -30V fliesst aber niemals mehr ein so ein Anodenstrom - Was stimmt denn da nicht?

Zitat:

Wo ist denn geplant, wo der Arbeitspunkt liegen soll?


Die Versorgungsspannung ist 250V. ein 5k-AÜ dran. Wenn die Gittervorspannung zu gering ist, ist der Anodenstrom im absolut unzulässigen Bereich. Die Gittervorspannung ist -2V (extern-es fallen somit Gitterableitwiderstände weg), das macht einen Anodenstrom von ca. 60mA bei den 250V. Auch das ist obere Grenze. Den Kathodenwiderstand habe ich im Nachhinein kleiner gewählt. Er beträgt 35R.

Zitat:

* Hast du mal Photos vom Aufbau so eines Verstaerkers?


Im Moment ist er nur auf Steckboard aufgebaut. Ins Chassis kommt er, wenn ich Dekal Fassungen bekommen habe. Die sind schwer zu bekommen.

Von derguteweka am 13.10.2010 22:10

SledgeHammer hat folgendes geschrieben:
830R wurden in 35R geändert. Der Rk der ECC83 ist geändert in 1,6k....

Ja, mir ist das auch aufgefallen. Es müssen 2A Ausgangsstrom sein.
...
Ohne gehts auch. Es soll ein Amp für Anfänger sein, der sich nur aufs Nötigste beschränkt.


Hmm, naja also die Bauanleitung fuer einen Anfaengerverstaerker stell' ich mir doch etwas besser durchgerechnet, dimensioniert, nachgebaut und schwingsicherer vor. Ohne dass ichs jetzt mit Rechnung begruenden kann, glaub' ich, dass das Dingens hochgradig schwinggefaehrdet ist - wegen der vielen Roehren in Reihe und der mangelhaften Entkopplung der Betriebsspannung der einzelnen Stufen.
Aber ich fabulier' da grad ueber was, was ich schon seit Jahren nicht mehr in den Fingern gehabt hab' - kann also gut sein, dass ich daneben lieg'.

Gruss
WK

Von SledgeHammer am 14.10.2010 11:26

derguteweka hat folgendes geschrieben:

Hmm, naja also die Bauanleitung fuer einen Anfaengerverstaerker stell' ich mir doch etwas besser durchgerechnet, dimensioniert, nachgebaut und schwingsicherer vor. Ohne dass ichs jetzt mit Rechnung begruenden kann, glaub' ich, dass das Dingens hochgradig schwinggefaehrdet ist - wegen der vielen Roehren in Reihe und der mangelhaften Entkopplung der Betriebsspannung der einzelnen Stufen.
Aber ich fabulier' da grad ueber was, was ich schon seit Jahren nicht mehr in den Fingern gehabt hab' - kann also gut sein, dass ich daneben lieg'.


Hallo,
Also schwingen tuts gar nicht. Es sollte aber evtl. die ECC83 geschirmt werden. Natürlich kann man die Ub weiter entkoppeln. Ohne zusätzliche Entkopplung reicht es auch.
Grüße

Von GüntherGünther am 24.12.2013 22:11

derguteweka hat folgendes geschrieben:
*Warum sind die nicht mit Kondensatoren ueberbrueckt, um die Wechelspannungsverstaerkung zu erhoehen?


Hallo,
mal abgesehen davon, dass der Thread uralt ist, die Röhren am Hitzetod sterben und die Klirwerte gegen 100% gehen..

Das nennt man Stromgegenkopplung. Sie senkt den Klirr der jeweiligen Stufe und erhöht die max. Aussteuerbarkeit, da die Kathodenspannung der Gitterwechselspannung folgt. Bevorzuge ich auch, aber es stellt sich immer die Frage, wie groß die Klirrminderung ist. Wenn die Verstärkung der einzelnen Stufe derart absinkt, dass man eine weitere Stufe benötigt, so klirrt diese wieder und der Nutzen geht gegen 0. Da bevorzuge ich persönlich eine stramme ÜAGK oder ein Lag-Netzwerk.

Für die Leute, die sich sowas bauen wollen: Lasst es! Sämtliche Widerstandswerte sind falsch Rolling Eyes

Grüße,
Thomas

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