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Hochspannungsgleichrichtung & Versuche mit Hochspannung

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Hochspannungsgleichrichtung & Versuche mit Hochspannung

Von Beam-Power am 20.04.2011 20:41

Hallo,
dieser Thread wird ein Langzeitthread, der sich mit Hochspannung befasst.
Doch zuvor einige Sicherheitshinweise:
Ich übernehme keine Haftung für Sach- o. Personenschäden, die entstehen.
Es werden Spannungen von bis zu 50000V erzeugt, es ist mit höchster VORSICHT umzugehen!
Evtl können sogar Gasentladungen stattfinden, also Sicherheitsabstand einhalten!

...Wir fangen mit einer Stromversorgung für unsere Hochspannungsversuche an.
Da gibt es 2 Möglichkeiten:
- Man lässt sich den Trafo wickeln
- Man baut sich den Trafo aus einr Mikrowelle aus.
Letzteres ist deutlich billiger & genauso gut. Der Trafo sollte Upri = 230V & Usec = 2000V haben.

Wir fangen mit der einfachen Verdopplung an:
http://s7.directupload.net/images/110420/temp/kb64hm3j.png

Die Ausgangsspannung sieht so aus: ---
Eine normale Hochspannungsdiode kann verwendet werden, ich würde jedoch Schottky-Dioden oder sonstige schnelle Dioden bevorzugen, um auch höhere Frequenzen verwenden zu können. Als passende C's kommen für mich nur WIMA Hochspannungskondensatoren FKP1 für 700V ~ & 2000V - mit 0,068µF & 5% Toleranz. Von denen werden 3 Stück in Reihe geschalten.
Also in etwa so:
http://s7.directupload.net/images/110420/temp/vqnvyzmd.png

Die Ausgangsspannung beträgt theoretisch: Uout = (Uin * 2) * (Wurzel aus 2) = 5657V

Praktisch liegt die Spannung durch Verluste natürlich darunter.

Demnächst gehts mit der Greinacher Schaltung weiter.
Bis dahin,
Grüße!

Re: Hochspannungsgleichrichtung & Versuche mit Hochspann

Von derguteweka am 20.04.2011 23:07

Moin,

Beam-Power hat folgendes geschrieben:
Hallo,
dieser Thread wird ein Langzeitthread, der sich mit Hochspannung befasst.

Oh weia, also ein Thread der Zeit der langen, in dem's um die Spannung, die hohe geht - da werd' ich doch vielleicht ein paar Fragen haben, denn ich komme von der Schule der Hilfe Very Happy

Beam-Power hat folgendes geschrieben:
Doch zuvor einige Sicherheitshinweise:
Ich übernehme keine Haftung für Sach- o. Personenschäden, die entstehen.
Es werden Spannungen von bis zu 50000V erzeugt, es ist mit höchster VORSICHT umzugehen!
Evtl können sogar Gasentladungen stattfinden, also Sicherheitsabstand einhalten!


Uiuiui - ueberraschende Gasentladungen. Die hatte ich bisher eigentlich eher nach dem Verzehr von Huelsenfruechten.

Beam-Power hat folgendes geschrieben:
...Wir fangen mit einer Stromversorgung für unsere Hochspannungsversuche an.
Da gibt es 2 Möglichkeiten:
- Man lässt sich den Trafo wickeln
- Man baut sich den Trafo aus einr Mikrowelle aus.
Letzteres ist deutlich billiger & genauso gut. Der Trafo sollte Upri = 230V & Usec = 2000V haben.

Aha - wieso hat denn der Trafo aus der Mikrowelle manchmal noch so komische Zusatzbleche zwischen Primaer und Sekundaerwicklung, oder die Sekundaerwicklung hat einen deutlichen Abstand vom Kern? Ist das wichtig, wenn ich mir den Trafo wickeln lasse?
Koennte es sein, dass bei einem M.O.T. (Microwave Oven Transformer) ein Ende der Hochspannungswicklung mit dem Gehaeuse/Kern verbunden ist? Sollte uns das Sorgen bereiten oder zu Ueberlegungen fuehren?

Beam-Power hat folgendes geschrieben:
Wir fangen mit der einfachen Verdopplung an:


Die Ausgangsspannung sieht so aus: ---

Wie? 3x Minus gibt Plus oder es kommt garnix raus oder wie muss ich mir das vorstellen?



Beam-Power hat folgendes geschrieben:
Eine normale Hochspannungsdiode kann verwendet werden, ich würde jedoch Schottky-Dioden oder sonstige schnelle Dioden bevorzugen, um auch höhere Frequenzen verwenden zu können. Als passende C's kommen für mich nur WIMA Hochspannungskondensatoren FKP1 für 700V ~ & 2000V - mit 0,068µF & 5% Toleranz.
Von denen werden 3 Stück in Reihe geschalten.

Ah ja - also dann bestell ich beim grossen C oder beim R oder P mal eine "normale Hochspannungsdiode"...mal gucken was da rauskommt...
Was sind denn die Vorteile, wenn ich eine Schottky oder "schnelle" (Wieviele km/h sollens denn sein?) Diode nehm'? Aus dem Trafo kommen doch 50Hz, wenn ich mich nicht irre? Ob an einer Diode in Durchlassrichtung nun 1V oder 0.3V abfallen, sollte doch bei den vielen Kilovolts nicht so eine grosse Rolle spielen oder seh' ich das falsch?

Bei den Kondensatorendaten bist du ja dagegen recht genau - wie ist denn eigentlich sichergestellt, dass sich die Hochspannung gleichmaessig auf die 3 Kondensatoren aufteilt? Wie ist sichergestellt, dass die Kondensatoren sich sicher entladen, nachdem die Spannungsquelle ausgeschaltet/abgetrennt wurde?


Beam-Power hat folgendes geschrieben:
Die Ausgangsspannung beträgt theoretisch: Uout = (Uin * 2) * (Wurzel aus 2) = 5657V

Praktisch liegt die Spannung durch Verluste natürlich darunter.


Aha. Muss ich doch gleich mal nachbauen...Wegen meiner Aengste vor Gasentladungen und weil ich nur einen einzelnen WIMA FKP1 hier hab, nehm ich mal nur einen normalen Trenntrafo statt dem M.O.T. - es kommen also "nur" 230V~ in die "Verdopplerschaltung". Warum zeigt mir mein Voltmeter aber nur ca. 320V Gleichspannung an? Nach deiner Rechnung sollten es doch 650V sein - was stimmt denn da nicht?

Beam-Power hat folgendes geschrieben:
Demnächst gehts mit der Greinacher Schaltung weiter.

Bin schon maechtig gespannt - auf meinem Bild kann man ja deutlich erkennen, das ich jetzt schon voellig von den Socken bin.

Gruss
WK

Von BellaD am 21.04.2011 13:48

moin

schönes Multimeter Wink

Da bringt wohl jemand Spitzenwert / Scheitelwert usw ein bischen durcheinander ,na das kann ja noch lustig werden.

Info: http://home.arcor.de/d.mietke/analog/vervielf.html

Ich werde mal schon meine Spule raussuchen für den 500.000 Volt Versuch.


In freudiger Erregung
BellaD

Re: Hochspannungsgleichrichtung & Versuche mit Hochspann

Von Beam-Power am 25.04.2011 15:02

derguteweka hat folgendes geschrieben:
Moin,

Beam-Power hat folgendes geschrieben:
Hallo,
dieser Thread wird ein Langzeitthread, der sich mit Hochspannung befasst.

Oh weia, also ein Thread der Zeit der langen, in dem's um die Spannung, die hohe geht - da werd' ich doch vielleicht ein paar Fragen haben, denn ich komme von der Schule der Hilfe Very Happy

Beam-Power hat folgendes geschrieben:
Doch zuvor einige Sicherheitshinweise:
Ich übernehme keine Haftung für Sach- o. Personenschäden, die entstehen.
Es werden Spannungen von bis zu 50000V erzeugt, es ist mit höchster VORSICHT umzugehen!
Evtl können sogar Gasentladungen stattfinden, also Sicherheitsabstand einhalten!


Uiuiui - ueberraschende Gasentladungen. Die hatte ich bisher eigentlich eher nach dem Verzehr von Huelsenfruechten.

Beam-Power hat folgendes geschrieben:
...Wir fangen mit einer Stromversorgung für unsere Hochspannungsversuche an.
Da gibt es 2 Möglichkeiten:
- Man lässt sich den Trafo wickeln
- Man baut sich den Trafo aus einr Mikrowelle aus.
Letzteres ist deutlich billiger & genauso gut. Der Trafo sollte Upri = 230V & Usec = 2000V haben.

Aha - wieso hat denn der Trafo aus der Mikrowelle manchmal noch so komische Zusatzbleche zwischen Primaer und Sekundaerwicklung, oder die Sekundaerwicklung hat einen deutlichen Abstand vom Kern? Ist das wichtig, wenn ich mir den Trafo wickeln lasse?
Koennte es sein, dass bei einem M.O.T. (Microwave Oven Transformer) ein Ende der Hochspannungswicklung mit dem Gehaeuse/Kern verbunden ist? Sollte uns das Sorgen bereiten oder zu Ueberlegungen fuehren?

Beam-Power hat folgendes geschrieben:
Wir fangen mit der einfachen Verdopplung an:


Die Ausgangsspannung sieht so aus: ---

Wie? 3x Minus gibt Plus oder es kommt garnix raus oder wie muss ich mir das vorstellen?



Beam-Power hat folgendes geschrieben:
Eine normale Hochspannungsdiode kann verwendet werden, ich würde jedoch Schottky-Dioden oder sonstige schnelle Dioden bevorzugen, um auch höhere Frequenzen verwenden zu können. Als passende C's kommen für mich nur WIMA Hochspannungskondensatoren FKP1 für 700V ~ & 2000V - mit 0,068µF & 5% Toleranz.
Von denen werden 3 Stück in Reihe geschalten.

Ah ja - also dann bestell ich beim grossen C oder beim R oder P mal eine "normale Hochspannungsdiode"...mal gucken was da rauskommt...
Was sind denn die Vorteile, wenn ich eine Schottky oder "schnelle" (Wieviele km/h sollens denn sein?) Diode nehm'? Aus dem Trafo kommen doch 50Hz, wenn ich mich nicht irre? Ob an einer Diode in Durchlassrichtung nun 1V oder 0.3V abfallen, sollte doch bei den vielen Kilovolts nicht so eine grosse Rolle spielen oder seh' ich das falsch?

Bei den Kondensatorendaten bist du ja dagegen recht genau - wie ist denn eigentlich sichergestellt, dass sich die Hochspannung gleichmaessig auf die 3 Kondensatoren aufteilt? Wie ist sichergestellt, dass die Kondensatoren sich sicher entladen, nachdem die Spannungsquelle ausgeschaltet/abgetrennt wurde?


Beam-Power hat folgendes geschrieben:
Die Ausgangsspannung beträgt theoretisch: Uout = (Uin * 2) * (Wurzel aus 2) = 5657V

Praktisch liegt die Spannung durch Verluste natürlich darunter.


Aha. Muss ich doch gleich mal nachbauen...Wegen meiner Aengste vor Gasentladungen und weil ich nur einen einzelnen WIMA FKP1 hier hab, nehm ich mal nur einen normalen Trenntrafo statt dem M.O.T. - es kommen also "nur" 230V~ in die "Verdopplerschaltung". Warum zeigt mir mein Voltmeter aber nur ca. 320V Gleichspannung an? Nach deiner Rechnung sollten es doch 650V sein - was stimmt denn da nicht?

Beam-Power hat folgendes geschrieben:
Demnächst gehts mit der Greinacher Schaltung weiter.

Bin schon maechtig gespannt - auf meinem Bild kann man ja deutlich erkennen, das ich jetzt schon voellig von den Socken bin.

Gruss
WK


Also..
unter normaler Hochspannungsdiode verstehe ich eine Silizium-Diode, die für Hochspannungen ausgelegt ist. Wink
Die Cs entladen sich zwar nicht, aber wenn man vorsichtig ist, passiert auch nix, nachdem man sie ausgeschalten hat. Wink

bei geringerer Spannung muss die Kapazität des C höher sein. Wink nimm mal einen 1µ FKP.
Wenn du jetzt schon von den Socken bist, was wird dann wohl bei der Greinacher Schaltung passieren? Very Happy Razz

Grüße!

Re: Hochspannungsgleichrichtung & Versuche mit Hochspann

Von derguteweka am 26.04.2011 20:21

Moin,

Beam-Power hat folgendes geschrieben:
unter normaler Hochspannungsdiode verstehe ich eine Silizium-Diode, die für Hochspannungen ausgelegt ist. Wink

Das ist ja aeusserst erhellend. Mehr solche Infos.

Beam-Power hat folgendes geschrieben:
Die Cs entladen sich zwar nicht, aber wenn man vorsichtig ist, passiert auch nix, nachdem man sie ausgeschalten hat. Wink

Ja, klar - das haben die Jungs vor 25 Jahren in Tschernobyl auch gedacht: Wenn man vorsichtig ist, passiert auch nix - mann mann mann.

Beam-Power hat folgendes geschrieben:
bei geringerer Spannung muss die Kapazität des C höher sein. Wink nimm mal einen 1µ FKP.

Mumpitz. Da kann ich 10µF nehmen und an der Spannung aendert sich nix. Wie soll auch?

Beam-Power hat folgendes geschrieben:
Wenn du jetzt schon von den Socken bist, was wird dann wohl bei der Greinacher Schaltung passieren? Very Happy Razz

Vermutlich werd' ich mehrere Tage brauchen, um meine Zehennaegel wieder nach unten zu biegen, nachdem sie sich vor Entsetzen ueber so eine Ansammlung von Ahnungslosigkeit nach oben gekringelt haben.

Gruss
WK

Von pcprofi am 26.04.2011 21:28

@Beam Power:

Lieber Threadersteller,

die Versuche die du hier beschreibst, können äußerst gefährlich sein. Vor allem für jüngere oder nicht so erfahrene Elektronikneulinge und Bastler ist diese ganze Geschichte hochgefählich, und kann sogar LEBENSGEFÄHRLICH werden.

Bitte überarbeite deine Schaltungen SCHNELLSTENS auf einen aktuell gängigen Sicherheitsstandart! Aufgrund dieser Gefährlichkeit der Versuche müssen wir sonst tätig werden, auch da von dir Aussagen getroffen werden, die schlicht und einfach falsch sind, worauf du schon mehrfach hingewiesen worden bist.

Bitte bedenke, das elektrische Energie in dieser Form KEIN Spielzeug ist!!

Im Sinne der Sicherheit aller

Gruß Rainer
(Moderator)

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