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Hilfe zu einem Bauteil, evtl. Kondensator ??

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Hilfe zu einem Bauteil, evtl. Kondensator ??

Von stocke91 am 29.05.2011 19:23

Hallo!
Ich bin neu hier im Forum.
Da ich schon seit Stunden vergebens nach einer Bezeichnung für ein Bauteil suche wollte ich mal fragen, ob das jemand hier kennt.

Also ich bin mir fast sicher es ist ein Kondensator...beim Durchmessen 46,6 uF. folge dessen ein Kondensator mit 47uF klingt realistisch. Außerdem die Angabe auf der Platine "C" würde ebenfalls für einen Kondensator sprechen

Nur leider hab ich noch nie so ein Bauteil gesehen. Sollte es ein Kondensator sein, weiß evtl. jemand die genaue Bezeichnung?

Ein Foto wird angehängt wo ich die Bauteile markiert habe.
Sie sind gelb und haben jeweils 3 Ringe: Braun, Schwarz und gelb.

MFG Thomas

Von BellaD am 29.05.2011 20:49

Induktivität 100µH ?

Von Alv am 30.05.2011 05:46

BellaD hat folgendes geschrieben:
Induktivität 100µH ?


Spulen hätten einen ohmschen Durchgang, außerdem heißen sie nicht "C".

Es gibt (bzw. gab) durchaus Kondensatoren in dieser Bauform.
Allerdings haben solche niemals Kapazitäten im µ-Bereich, sondern im p- allenfalls im n-Bereich.

Von Hotzenplotz am 30.05.2011 07:13

Alv hat folgendes geschrieben:
Allerdings haben solche niemals Kapazitäten im µ-Bereich, sondern im p- allenfalls im n-Bereich.


Und die misst man dann auch im ausgebauten Zustand, dann kaemen da auch keine 47µ bei rum.
Ich habe aber auch keine Idee, da fehlt mindestens ein Ring. 10p 20V kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.
Es sei denn die Gehaeusefarbe hat auch was zu sagen, gibt es ja bei Dioden.

Von krautteich am 30.05.2011 11:35

Mit der Valvo-Farbtabelle komme ich auf 100 nF.
braun - 1 , schwarz - 0 , gelb - Faktor 10 nF.
Und das ist ja auch ein Wert, der massenhaft verbaut wird.
Kannst Du denn nicht mal einen einseitig auslöten und messen?

Von stocke91 am 30.05.2011 18:25

Sooo...nachdem ich festgestellt habe dass die kleinen Dinger die Hitze des Lötkolbens überhaupt nicht vertragen hab ich zwei weitere Bauteile zerstört...

Mit viel Ausdauer einer feinen Pinzette und einer sehr dünnen Lötspitze hat es beim 3. mal geklappt.

Hier die Ergebnisse:

Widerstand:
OverLoad

Kondensatormessung:
erste Messung: Anzeige 120,1 nF bis 131,5 nF aufgeladen und bleibt auf diesem Wert
zweite Messung: 138,8 nF - Das Bauteil entlädt sich allerdings je länger ich es am Messgerät habe ca. 0,2 nF/s
dritte Messung: 137 nF - Bauteil entlädt sich weiterhin
vierte Messung: Messstrippen umgepolt - selbes Phänomen: 138,8 nF - Bauteil entlädt sich langsam ca. 0,2nF/s wie bei der zweiten Messung

Achja wegen der vielen Messungen...ich weiß "Wer viel misst, misst viel Mist" Very Happy
aber ich bin trotzdem noch nicht viel weiter. Kann irgendwer etwas mit den Werten anfangen?

MFG Thomas

Von Hotzenplotz am 30.05.2011 20:13

Man loetet doch heile Bauteile nicht einfach so aus, wenn man sie noch messen will. Die schneidet man ab und loetet nachher nur noch die Beinchen aus.

Dann kommt das von Krautteich doch hin, 100nF. 1 + 0 * 10^4. Nur warum 20 - 40% Schwankungen und "aufladen" ? Sowas wird mit Wechselspannung gemessen, da kann sich nichts aufladen und schwanken duerfte da auch nichts, jedenfalls nicht so stark. Selbst mein olles 20.- Kapazitaetsmessgeraet zeigt sehr konstant an. Es kommt natuerlich auch auf die Messstrippen und deren Laenge an. Das kann dann bei den kleinen Kondensatoren schon sehr schwanken. Normal sollte man die Dinger direkt in's Geraet stecken.
20-40% sind jedenfalls deutlich zu viel, da wird noch irgendwas faul sein.

Kein altes Hameg Oszi zur Verfuegung, die haben einen relativ guten Komponententester.

Kapazitaetsdiode scheidet aus. Normale Diode, Widerstand, Wicklung auch. Bleibt ja nur noch der Kondensator.

Also ich erhebe meine Hand und sage das ist ein stink normaler keramischer Kondensator mit 100nF. Weiss der Geier warum da solche Exoten drin sind. Was ist das ueberhaupt ? Gibt es keinen Hersteller dazu ?

Von stocke91 am 30.05.2011 20:49

Habe es nicht abschneiden können, da mein kleinster Seitenschneider zu groß war und ich leider (noch) keinen Elektronikerseitenschneider besitze.

Also das Messgerät ist jetzt auch nicht eins der Besten aber Kondensatoren hab ich damit bis jetzt noch immer eindeutig messen können ohne Schwankungen.

Nein ein Oszi hab ich auch nicht herumliegen Very Happy

Es ist eine Endstufe mit 4KW von Ground Zero, die mir letzte Woche abgeraucht ist...habe bereits alle defekten Bauteile ausfindig gemacht aber eben bei diesen Komponenten ist es gescheitert.

MFG Thomas

Von derguteweka am 30.05.2011 21:18

Moin,

stocke91 hat folgendes geschrieben:
Habe es nicht abschneiden können, da mein kleinster Seitenschneider zu groß war und ich leider (noch) keinen Elektronikerseitenschneider besitze.

Also das Messgerät ist jetzt auch nicht eins der Besten aber Kondensatoren hab ich damit bis jetzt noch immer eindeutig messen können ohne Schwankungen.

Nein ein Oszi hab ich auch nicht herumliegen Very Happy


Du hast doch sicherlich in der Kuechenschublade Messer und Gabeln rumliegen... Wuerdest du deshalb gehirnchirurgische Operationen durchfuehren? Ich hoff' mal nicht - aber warum glaubst du dann, du waerst imstande einen Verstaerker zu reparieren?

stocke91 hat folgendes geschrieben:
Es ist eine Endstufe mit 4KW von Ground Zero, die mir letzte Woche abgeraucht ist...habe bereits alle defekten Bauteile ausfindig gemacht aber eben bei diesen Komponenten ist es gescheitert.


Also nix fuer ungut und sorry fuer meine deutlichen Worte: Das glaubst du doch selber nicht.
Du erkennst nicht mal Kondensatoren, nur weil sie ein komisches Gehaeuse haben, kannst ihren Wert nicht bestimmen, kannst nicht mal durch hinschauen und verstehen der Schaltung erkennen, fuer was die eigentlich gut sind und willst dann eine Endstufe (wahrscheinlich mit Vorschlaghaemmern, Schweissgeraet, Spucke und doppelseitigem Klebeband) reparieren?

Lass die Finger davon, du machst bloss noch mehr kaputt (wieviel von den sicherlich voellig unschuldigen 100nF Abblock-Cs hast du mittlerweile durch ausloetversuche getoetet?) oder kriegst noch monstermaessig eine verbraten, weil in irgendwelchen Elkos noch mehr Energie schlummert als du dir vorstellen kannst.

Gruss
WK

Von stocke91 am 30.05.2011 22:26

Achja, rein zufälligerweiße bin ich angehender Mechatroniker also auch angehende Elektrofachkraft.
Außerdem ist es die dritte endstufe, die ich reparier (ja die anderen habe ich wieder zum laufen gebracht) dessweiteren habe ich auch schon 2 normale Verstärker repariert.
Die anderen Verstärker/Endstufen waren kleinere ok.

Nein ich bekomme keine geschlummert, da die Kondensatoren alle entladen sind (überhaupt braucht man die kondensatoren in dieser endstufe nicht extra entladen, eine Wartezeit von 30 Minuten ist mehr als ausreichend, den externen 50F kondensator im Auto habe ich selbstverständlich über widerstände entladen).
Ebenso habe ich alle anderen Kondensatoren zum messen ausgelötet nur eben diese nicht, da ich ja nicht mal sicher wusste ob es überhaupt welche sind...

Nur weil ich ein Bauteil nicht kenne da ich es noch nie gesehen habe, heißt das nicht, dass ich von der Materie keine Ahnung habe.
Ich weiß nicht alles und werde auch nie alles wissen aber ein bisschen Ahnung habe ich doch.

Außerdem habe ich defekte Z-Dioden, Spannungsregler und auch die Hälfte der Transistoren bereits gewechselt.

Und falls noch Fragen kommen, wie konnte die Endstufe dann abrauchen...es war kein technischer Fehler von mir bezüglich querschnitt, impedanz, sicherung oder sonstiges...der fehler den ich machte, die endstufe einzuschalten, nachdem sie einen Tag auf der heißen Sonne verbrachte -> Endstufe zu heiß -> Kühlrippen zu heiß -> Transistoren zu heiß -> Kein Schutz für äußere Einwirkungen -> Rauch -> kleines Feuerwerk im Auto...

Das ich noch nicht alles an Profiwerkzeug besitze und desswegen den Lötkolben benutz hat den Grund, dass ich im Moment daran arbeite mir das Werkzeug zu besorgen, das geht halt nicht von ein auf den anderen Tag alles zu kaufen...für den Vorschlaghammer wüsste ich aber eine Verwendung Wink

...
Danke nochmal für eure Hilfe!!

MFG Thomas



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