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Berechnung der Kondensatoren eines Netzgerätes

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Berechnung der Kondensatoren eines Netzgerätes

Von Kingofguitar am 15.09.2011 18:09

Hallo!

Ich habe jetzt mal schnell ein kleines Netzgerät aufgebaut welches am Ausgang +/- 30V liefert. Das Ganze ist in der Standardschaltung (siehe Anhang) mit einem 2x20V Rinkertrafo, einem 8A Brückengleichrichter und vier 470µF Elkos aufgebaut.
Die Elkos hab ich eigentlich zufällig ausgewählt, um zu sehen, auf wieviel Volt dann am Ausgang anliegen. Nun hab ich Testweise 4x1000µF eingebaut und siehe da, die gleiche Spannung! Wie kann das sein?
Bzw. worauf beruht denn die Berechnung dieser Elkos, für die Spannung, die man am Ausgang haben möchte?

Mfg

Re: Berechnung der Kondensatoren eines Netzgerätes

Von Alv am 15.09.2011 18:45

Als Faustformel für die Ladeelkos nimmt man 1000µF pro Ampere Laststrom.

Von dolf_66 am 15.09.2011 19:47

moin !!!
mach doch ma n paar angaben zum max. strom den du dem trafo entnehmen kannst ......
8a ?

bei 20v~ lädt sich der elko auf 20v-1,5v*wurzel aus 2 auf .
also 26v=
( -1,5v bei "normalen" si dioden )
es ist rartsam elkos mit 20% spannungsreserve zu verwenden.
( netspannungsschwankungen )
man nimmt also elkos mit 35v ... 40v spannungsfestigkeit .
mehr spannungsfestigkeit geht immer aber das verursacht höhere kosten .
bei so geringen spannungen sollte man sich über den einsatz von schottkydioden gedanken machen .
( z.b. die MBR20100 / 100v_20a )
bei reichelt ist die schottky doppeldiode für 50cent zu haben .
und nochwas .....
dioden die mit höhen strömen belastbar sind haben geringere spannungsfälle wenn man sie nur gering belastet ......
siehe auch das jeweilige datenblatt.


mfg

Von Kingofguitar am 15.09.2011 20:33

Alv hat folgendes geschrieben:
Als Faustformel für die Ladeelkos nimmt man 1000µF pro Ampere Laststrom.


Na ja, es geht mir weniger um den Laststrom als um die Spannung, die ich heraus bekomme. Es kann doch nicht sein, dass egal welche Kapazität ich da verbaue, hinten immer 30V herauskommen, wenn ich vorne 20V anlege oder?

EDIT: Obwohl, es soll ja das Netzgerät für eine 50W Endstufe sein, die auch etwas Strom zieht, weswegen mir laut der Faustformel 470µF etwas wenig erscheinen Razz 4x1000µF dürften schon reichen. Empfohlen sind 4x10.000µF. Aber die kosten ein schweine Geld bei Conrad, wenn sie auch noch 50V aushalten sollen.

dolf_66 hat folgendes geschrieben:
moin !!!
mach doch ma n paar angaben zum max. strom den du dem trafo entnehmen kannst ......
8a ?


Leider steht auf dem Trafo nix. Nur bei welchen Kabeln er welche Spannung hat. Ich wüsste auch gern, wieviel VA der hat. Hab auch schon gegoogelt, finde aber nix.

Zitat:

bei 20v~ lädt sich der elko auf 20v-1,5v*wurzel aus 2 auf .
also 26v=
( -1,5v bei "normalen" si dioden )
es ist rartsam elkos mit 20% spannungsreserve zu verwenden.
( netspannungsschwankungen )
man nimmt also elkos mit 35v ... 40v spannungsfestigkeit .
mehr spannungsfestigkeit geht immer aber das verursacht höhere kosten .
bei so geringen spannungen sollte man sich über den einsatz von schottkydioden gedanken machen .
( z.b. die MBR20100 / 100v_20a )
bei reichelt ist die schottky doppeldiode für 50cent zu haben .
und nochwas .....
dioden die mit höhen strömen belastbar sind haben geringere spannungsfälle wenn man sie nur gering belastet ......
siehe auch das jeweilige datenblatt.
mfg


Ach ja stimmt, dass mit der Ladung mit Wurzel aus 2 hab ich schon wieder vergessen Razz Schande über mich. Jedoch, die Formel mag ja stimmen, aber wo fließt da der Kapazitatsfaktor mit ein? Kann ja nicht sein, dass es egal is ob ich 470µF, 1.000µF oder 10.000µF nehme, oder?!

Von Hotzenplotz am 15.09.2011 22:02

>Es kann doch nicht sein, dass egal welche Kapazität ich da verbaue, hinten immer 30V herauskommen, wenn ich vorne 20V anlege oder?

Wenn Du den Elko mit 20V laedst, wieso sollte dann, bei einer anderen Kapazitaet, eine andere Spannung raus kommen ?
Und wenn Du Dir Dein Schaltbild mal ansiehst, siehst Du das die Kondensatoren parallel liegen. Was sagt uns das ?
"In einer Parallelschaltung verhalten sich die Spannungen...." Ja wie war das bloss...

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/index.htm

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0110192.htm

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0210251.htm

Und wenn Dir die Elkos schon zu teuer sind, lass das "Projekt" gleich bleiben.

Von Kingofguitar am 15.09.2011 22:37

Hotzenplotz hat folgendes geschrieben:

"In einer Parallelschaltung verhalten sich die Spannungen...." Ja wie war das bloss...

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/index.htm

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0110192.htm

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0210251.htm

Und wenn Dir die Elkos schon zu teuer sind, lass das "Projekt" gleich bleiben.



Nur weil ich nicht 50€ für 4 Elkos ausgeben will für ein kleines Wochenendprojekt, soll ich gleich alles bleiben lassen?! Sicher nicht...

Und danke, ich brauch keine Nachhilfe in Parallelschaltungen von Widerständen und Co.

Aber trotzdem. D.h. eigentlich ist einmal primär wichtig, dass der Kondensator die Ausgangsspannung aushält, also sind 50V schon mal gut. Die Kapazität ist dabei aber sekundär, aber trotzdem sind so werte wie 1000µF bei sowas nicht falsch. Richtig?

Von Hotzenplotz am 15.09.2011 22:41

Wenn Du alles kannst, was fragst Du dann ?

> D.h. eigentlich ist einmal primär wichtig, dass der Kondensator die Ausgangsspannung aushält, also sind 50V schon mal gut. Die Kapazität ist dabei aber sekundär, aber trotzdem sind so werte wie 1000µF bei sowas nicht falsch. Richtig?

Nein, komplett falsch. Aber das weisst Du ja schon.

> Nur weil ich nicht 50€ für 4 Elkos ausgeben will...

Wie kommst Du auf 4 Elkos ? Wie kommst Du auf 50.- ?

> für ein kleines Wochenendprojekt,

Ein Netzteil fuer eine 50W Endstufe haeltst Du fuer ein Wochenendprojekt, na Prost Mahlzeit.

Von Kingofguitar am 15.09.2011 22:51

Alter, sei nicht so hochnäsig verdammt! Ist ja zum kotzen.
Gib mir ne anständige Antwort oder lass es sein.

Von Hotzenplotz am 15.09.2011 22:57

Erst mal nennst Du mich nicht Alter und eine Antwort hast Du bekommen. Nein, komplett falsch.
Lies die Links dann weisst Du auch warum.

Und ja, ich lass es jetzt auch sein.

Von BellaD am 15.09.2011 23:04

moin moin

Der Elko soll bei Maximalstrom die Spannung nach dem Gleichrichter auf < 20% glätten, bei 9V Trafospannung und 1 Ampere Maximallast also 4700uF. Für 10% Ripple wären schon satte 10000uF notwendig (<10% Ripple ist eher unüblich, der kleinere Stromflusswinkel führt dann zu verstärkten Verlusten im Trafo, für die er nicht berechnet ist). Bei 50Hz nach Vollwellengleichrichtung, also 100Hz Ripple oder 0.01s, ist die Formel ganz einfach:

Ripplespannung [in V] = Volllaststrom [in A] x 0.01 / Siebelkogrösse [in Farad]

Formel kannste ja nach Siebelkogröße umstellen Wink


mfg

Ps. Quelle .. DSE-FAQ

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