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Motoransteuerung...

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Motoransteuerung...

Von Alv am 12.02.2012 19:35

Hi

Vorweg für alle, die es immer ganz genau wissen wollen und ihre Kristallkugeln verlegt haben :) : Mein Fahrrad wird durch einen Elektromotor unterstützt, um den geht es hier.

Dieser Motor ist nach außen hin ein 3-Phasen-Drehstrommotor in Dreiecksschaltung.
Angesteuert wird dieser Motor durch einen Kontroller, der im Wesentlichen aus 3 Halbbrücken und einem µC besteht.
Der µC verarbeitet Gas- und Bremssignale und steuert über die Halbbrücken den Motor mittels PWM an.

Und da sind wir schon bei meinen Verständnisproblem: Warum PWM?

Dieser Motor verhält sich auch wie ein Schrittmotor: Strom auf 2 Phasen, der Motor macht einen Schritt, Strom auf die nächste Phase, der Motor macht einen weiteren Schritt...

Wieso also nicht wie einen Schrittmotor ansteuern? Die Motordrehzahl wird einfach durch die Schrittgeschwindigkeit bestimmt und ich habe bei jeder Drehzahl das volle Drehmoment.

Wo ist mein Denkfehler? Oder welchen Grund hat es, daß solche Motoren alle mittels PWM-simulierten Sinus angesteuert werden?

Re: Motoransteuerung...

Von derguteweka am 12.02.2012 19:57

Moin,

Alv hat folgendes geschrieben:
Oder welchen Grund hat es, daß solche Motoren alle mittels PWM-simulierten Sinus angesteuert werden?


Vielleicht Laufruhe (und damit geringerer mechan. Verschleis von Lagern und Getriebe)? - aber ich kenn' mich da ueberhaupt nicht aus.

Gruss
WK

Von pcprofi am 13.02.2012 21:52

Letzenendes relativ einfach:

Was man mit PWM bezweckt ist dir hoffentlich klar: Energiesparen! -> Wikipedia, Leistungsbetrachtung bei PWM.

Und den Sinus generiert man, um das Material zu schonen. Würde man das nicht machen, würde der Motor sehr unrund laufen, wer einen ganz alten Frequenzumrichter zu Hause hat, der kann dieses Phänomen beim langsamen motorenlauf beobachten.

Von Hotzenplotz am 16.02.2012 00:28

@ALV

Wie viele Wicklungen und Magnete hat dieser Motor denn und bei welchem Durchmesser ? Innen- oder Aussenlaeufer ? Leistung ? Getriebe ?

Von Alv am 16.02.2012 06:54

Hotzenplotz hat folgendes geschrieben:
@ALV

Wie viele Wicklungen und Magnete hat dieser Motor denn

Keine Ahnung, ich habe ihn noch nicht aufbekommen.
Zitat:

und bei welchem Durchmesser ?

Mit Speichenflansch ca. 240mm
Zitat:

Innen- oder Aussenlaeufer ?

Der drehbare Teil ist der äußere Kranz mit den Magneten (= Gehäuse).
Zitat:

Leistung ?

Laut SN 48V/500W. Der Kontroller nimmt bei Spitzenbelastung bis zu 650W auf (Strombegrenzung), durchschnittlich ca. 250W.
Zitat:

Getriebe ?

Keins

Re: Motoransteuerung...

Von Alv am 09.06.2012 17:59

Hi

Zu diesem Motor/Kontroller kam mir eine Idee: Was würde passieren, wenn man ihn quasi per Konstantstrom betreibt?

Der Kontroller enthält eine Strombegrenzung von ca. 15A
Ab dann beschleunigt der Motor nicht weiter.

Wenn ich diese Strombegrenzung herabsetze, müßte der Motor seine Drehzahl doch der Belastung anpassen?

Wenn ich die Strombegrenzung von außen mittels Drehmomentsensor steuere, mußte ich doch eine "weiche" Unterstützung erhalten, gerade soviel, wie ich gerade benötige?

Oder sehe ich da etwas komplett falsch?

Bei der aktuellen Steuerung beeinflußt der Drehmomentsensor nur die Drehzahl des Motors.

Von Hotzenplotz am 09.06.2012 22:19

Dafuer kenne ich mich mit Motoren viel zu wenig aus. Aber vielleicht hilft Dir das hier weiter.

http://www.mikrocontroller.net/articles/Brushless-Controller_f%C3%BCr_Modellbaumotoren

http://www.mikrocontroller.net/topic/248509

PWM

Von Shifty am 09.08.2012 20:30

Die Antwort ist richtig.
Bei der Verwendung von PWM, geht es ausschließlich um Energie-und Leistungsmanagment. Der Vorteil einer Sinuskurve ist wie erklärt, dafür da den Motor rund bei einer bestimmt Frequenz laufen zu lassen.
So läuft er effektiv und hat eine höhere Standzeit.

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