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3-Kanal Frequenzweiche selbst bauen

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3-Kanal Frequenzweiche selbst bauen

Von Elektroniker1996 am 25.07.2012 19:35

Hi,
ich bin hobbyelektroniker und habe auch schon diverse elektronische Schaltungen aufgebaut wie 1 watt mono Verstärker, Miniaturorgel, Wechselblinker, Stromstossschaltung, Dämmerungsschalter usw.
Derzeit habe ich ein größeres Projekt in Planung hierbei handelt es sich um ein 3-Wege Lautsprechersystem mit jeweils einem Hochtöner von Visaton:
- Musikbelastbarkeit: 140 Watt
- Nennbelastbarkeit: 80 Watt
- Impedanz: 8 Ohm
- Übertragungsbereich: 1.200 - 30.000 Hz
- Mittlerer Schalldruckpegel: 88 dB
- Resonanzfrequenz: 1800 Hz
- Einbaudurchmesser: 64 mm
- Korbdurchmesser: 94 mm

einem mitteltöner auch von Visaton:
80 W
Musikbelastbarkeit
100 W
Impedanz
8 Ohm
Frequenzbereich
400 - 13000 Hz
Resonanzfrequenz
500Hz
Geräuschpegel
89 dB
Ø
136 mm
Einbaumaß
120 mm

und einem Tieftöner ebenfalls von Visaton:
Elektrische Werte
Leistung
150 W
Musikbelastbarkeit
200 W
Impedanz
8 Ohm
Frequenzbereich
fu - 4200 Hz
Resonanzfrequenz
23 Hz
Maße
Geräuschpegel
92 dB
Ø
332 mm
Einbaumaß
277 mm


daraus sollen zwei Boxen enstehen nun habe ich das Problem, dass ich noch einen Bauplan mit Stückliste, Schaltplänen usw. für zwei passende frequenzweichen brauche. An die Boxen kommt später ein passender ebenfalls selbstgebauter Verstärker.
ich plane dieses projekt im moment noch und habe deshalb auch noch nix dafür eingekauft ich will mein geld nicht zum fenster rausschmeissen brauche erst alle pläne dann wird eingekauft dann gebaut.
Ich würde mich über geeignetes Material wirklich sehr freuen!
Schonmal danke im voraus.

Von Hotzenplotz am 25.07.2012 21:12

Die Weiche ist garnicht so das Problem, eher ziemlich simpel. Aber hast Du auch das passendende Gehaeuse ? DAS zu berechnen ist eine Geschichte fuer sich und manche philosophieren heute noch darueber.
Dazu gibt es kostenloase Berechnungsprogramme, zumindest fuer Windows habe ich sowas mal gesehen. g00gle einfach mal.
Ein weiteres Problem ist der Schalldruck. Wenn Du bei allen drei Lautsprechern 90dB(A) faehrst, hoeren sich die Dinger an wie ein Telefon. Du musst den "Druck" an das Gehoer anpassen.
Hier dann mit irgendwelchen Mischern, Equalizern oder Einstellspielzeug am VV rumszuspieln ist Pfusch am System. Wenn die Boxen nichts taugen, nuetzen auch die besten Zusatzgeraete nichts. Man kann eben aus Kohle keine Diamanten pressen.

Du solltest Dich zu der Weiche erst mal schlau machen, wo Du denn die Trennfrequenzen haben willst und wie steil der Pass sein soll.
Der Rest ist in 30min ausgerechnet und aufgezeichnet. Evtl. passt gleich was fertiges.

Von Elektroniker1996 am 26.07.2012 12:41

Das Gehäuse ... wie gesagt ich will erst alles geplant und die ganzen Werte beisammen haben bevor ich einkaufe. Ich habe ja noch nie wirklich mit Akoustik gearbeitet das ist mein erstes richtiges Projekt auf diesem Gebiet. Und für die weiche nun man findet im net einfach keinen geeigneten Schaltplan und ich wollte auch nicht einfach irgendwas zusammenlöten. Dann gibt es da noch das Problem, Shocked
dass ich noch nie mit Spulen gearbeitet habe und ich gesehen habe, dass in Frequenzweichen unter Anderem auch Spulen verarbeitet werden. Das mit den 90db wie kriege ich das in den Griff muss ich mir da jetzt andere Lautsprecher aussuchen oder geht das auch anders?
Dann hätte ich noch eine kleine Frage was für einen Verstärker müsste ich davor hängen summiert sich zum Beispiel die watt zahl oder wie ist das?

Von Alv am 26.07.2012 18:16

Wenn du eh allles selbst entwickelst, warum keine aktiven Boxen?
Jeder Lautsprecher darin einen eigenen Verstärker, frequenz- und leistungsmäßig auf seinen Lautsprecher abgestimmt.

Von BellaD am 26.07.2012 19:58

moin

warum nicht eine fertige Weiche vom Hersteller deiner Lautsprecher
Visaton hatte früher passende Weichen für seine Speaker im Programm
und ist nicht viel teurer als selbstbau .... ausser du brauchst Plastikwiderstände,sauerstoffarme Kabel und dergleichen Wink

http://www.visaton.de/de/chassis_zubehoer/weichen/index.html

mfg

Von derguteweka am 26.07.2012 20:25

Moin,

Fragste fuenf, kriegste 7 Meinungen Very Happy
Und meine noch dazu:

Es kommt ein bisschen drauf an, was du mit den Lautsprechern vorhast und an was du beim Basteln Spass hast. Es wird dann immer Leute mit anderen Zielsetzungen geben, die dann unbegreiflich finden werden, dass du so vorgehst, wie du vorgegangen bist. Das haben imho Lautsprecherbau und Wuenschelrutengehen gemeinsam.
'Ne super high-end-Referenz-Box wirst du beim erstenmal sicherlich nicht zusammenspaxen koennen. Auch wenn du ganz fest dran glaubst. Irgendeinen Holzquader, der Hoellenlaerm macht und wo's kein Beinbruch ist, wenn er in einer Bierlache steht, ist aber auch erheblich partytauglicher...
So kann man eine Frequenzweiche auf der einen Seite so sehen, das man auf die Gruppenlaufzeitverzerrungen und den Phasengang an den Flanken achtet, moeglichst viele Dreckeffekte des Lautsprechers und des Gehaeuses elektrisch auskompensiert - oder man sieht die Frequenzweiche als ein Mittel, dass bewirkt, dass Hoch- und Mitteltoener nicht auch noch kaputt gehen, wenn Bier in die Endstufe laeuft. Oder irgendwo mittendrin...
Deshalb find' ich es recht schwer, da qualifizierte Ratschlaege zu geben - ausser vielleicht: Viel experimentieren, moeglichst nicht alle Kohle gleich am Anfang in irgendwelchen Hi-Tech Kram stecken.
Klar kann man auch eine Aktivweiche mittels DSP-Board und diversen getrennten Endstufen bauen - aber fuer den Anfang ist das wohl eher nix.

Gruss
WK

Von Elektroniker1996 am 27.07.2012 08:06

[quote="derguteweka"]Moin,

Es kommt ein bisschen drauf an, was du mit den Lautsprechern vorhast und an was du beim Basteln Spass hast. Es wird dann immer Leute mit anderen Zielsetzungen geben, die dann unbegreiflich finden werden, dass du so vorgehst, wie du vorgegangen bist.

Ja genau naja ich hab halt noch nie sowas gemacht und ich hab schon immer Spass an der Elektronik und auch an holzarbeiten. Also die Lautsprecher stehen nachher hauptsächlich in meinem Zimmer und ansonsten halt wo sie so gebraucht werden.
Also wenn ich eine Schaltung aufbaue wird die natürlich geätzt und lackiert!

'Ne super high-end-Referenz-Box wirst du beim erstenmal sicherlich nicht zusammenspaxen koennen.

ja soooo gut müssen sie auch nicht sein.

So kann man eine Frequenzweiche auf der einen Seite so sehen, das man auf die Gruppenlaufzeitverzerrungen und den Phasengang an den Flanken achtet, moeglichst viele Dreckeffekte des Lautsprechers und des Gehaeuses elektrisch auskompensiert.

Naja ich hab sowas noch nie gemacht daher weiss ich auch noch nicht wie das geht.
Und kaufen kann jeder, ich hab einfach spass dran sowas von null auf zu entwickeln und dann auch zu benutzen.

moin

warum nicht eine fertige Weiche vom Hersteller deiner Lautsprecher
Visaton hatte früher passende Weichen für seine Speaker im Programm
und ist nicht viel teurer als selbstbau .... ausser du brauchst Plastikwiderstände,sauerstoffarme Kabel und dergleichen Wink

http://www.visaton.de/de/chassis_zubehoer/weichen/index.html

mfg

Kaufen kann jeder und ich hab einfach Spass am basteln.

Wenn du eh allles selbst entwickelst, warum keine aktiven Boxen?
Jeder Lautsprecher darin einen eigenen Verstärker, frequenz- und leistungsmäßig auf seinen Lautsprecher abgestimmt.

Ich hätte das gerne getrennt also Verstärker und Boxen 1. weil ich sie wahrscheinlich auch mal ohne Verstärker irgendwo brauche.
2. weil ich den Verstärker gerne in einem externen Gehäuse hätte und da soll ein analoges VU-meter für den linken und eins für den rechten Kanal verbaut werden und so weiter. Jetzt fehlt mir nur noch ein Schaltplan mit werten und allem und ein layout und es wäre nett wenn mir jemand helfen könnte die ganzen werte zu berechnen nach obigem Schaltplan usw. ich habe ja z.b. auch noch nie mit Spulen gearbeitet.

Gruß

Von derguteweka am 27.07.2012 22:52

Moin,

Das mit dem Zitieren musste dir nochmal angucken Very Happy

Elektroniker1996 hat folgendes geschrieben:
Also wenn ich eine Schaltung aufbaue wird die natürlich geätzt und lackiert!

Naja, also grad bei Lautsprecherweichen gibts elektrisch eigentlich keinen Grund, auf einer geaetzten Platine zu bestehen. Da wird man messtechnisch zwischen einer Platine und einem Haufen Strippen und Klebeband nicht viel Unterschied sehen. Aber die Platinen fuer Weichen sind natuerlich auch schoene Uebungsprojekte, eben weil sie so simpel sind und nur wenige Bauteile drauf sind.
Geld sparen kannste wahrscheinlich, wenn du dir die Spulen selber wickelst, aber dann brauchste eine Messbruecke, das rentiert sich erst nach ein paar Weichen...

Elektroniker1996 hat folgendes geschrieben:
Naja ich hab sowas noch nie gemacht daher weiss ich auch noch nicht wie das geht.

Das ist halt Mathematik zum Erbrechen. Ein ganz popeliges Filter kannst du gerade noch so mit'm Taschenrechner, Papier und nem Kuli berechnen, aber fuer Laufzeit- und Phasenkorrektur wirds dann so heftig, das geht eigentlich nur noch mit entsprechender Software.
Ich hatte da mal ein sehr ernuechterndes Erlebnis in einer Uebertragungstechnikvorlesung, als dann mal endlich Filterschaltungen drankamen - und es ging erstmal damit los, dass man sich ein Polynom basteln darf, mit allen Nullstellen auf einem Einheitskreis in der linken Halbebene (Das sind dann Butterworthfilter) - bis dann daraus auch echte L und C Werte wurden, hat's noch viele schmerzhafte Polabspaltungen, Koeffizientenvergleiche, Entnormierungen etc. gebraucht.

Elektroniker1996 hat folgendes geschrieben:
Und kaufen kann jeder, ich hab einfach spass dran sowas von null auf zu entwickeln und dann auch zu benutzen.

Versteh' ich, war bei mir genauso. Aber dann musst du dich halt mit 1000 Fragen auseinandersetzen,wie zB. :Welcher Filtertyp und warum, welche Ordnung und warum, welcher Drahtdurchmesser (wie dick kannst du dir noch leisten), etc.

Fuer'n Anfang denk' ich mal, faehrst du garnicht schlecht, wenn du mal entweder direkt nach Hotzenplotz'-Kochrezept oder einer aehnlich gestrickten Geschichte (Da gibts doch sicher mittlerweile auch irgendwelche Online-Rechner) so'ne Weiche durchrechnest, incl. Bauteilkosten fuer 2 Kanaele...

Gruss
WK

Von Elektroniker1996 am 29.07.2012 19:17

Joa das Zitieren... Laughing Hehe ja ich weiss aber ich hatte aber da auch wenig zeit muss ich mir wirklich nochmal angucken.

Ja ich meine ich mache das gern, dachte ätzen währe ordentlicher und Material habe ich auch noch genug da.

Ja wenn ich wüsste was für Spulen ich bräuchte ich meine wie lang und wie dick der Draht sein muss und was für einen Durchmesser die Spule haben soll zum Beispiel.

Na wenn ich meine beiden Weichen fertig wären und funktionieren würden würde ich das gleiche evtl. nochmal nach seinen Wünschen für meinen Kumpel machen und es ihm dann verkaufen also Komplett mit Lautsprechern und gehäusen und so weiter und ich würde bestimmt noch ein paar andere Abnehmer finden, die sowas gut brauchen könnten.

Naja eigentlich hab ich mir das auch nicht sooooo schwierig vorgestellt ich wollte eigentlich nur etwas um die Lautsprecher richtig anzusteuern, dass halt der Hochtöner die hohen Frequenzen kriegt und der Tieftöner die tiefen.

Es ist halt mein grosses Hobby und meine leidenschaft... ich mache an so nem angefangenen projekt halt immer wenn mir grad langweilig ist weiter kann schonmal vorkommen, dass ich, wenn ich sowas am laufen habe nur noch zum essen aus meinem Zimmer komme. Rolling Eyes

Weiterhin kommt noch dazu, dass ich bisher nur solche online Rechner zum berechnen von Gehäusen gefunden habe aber nich zum berechnen von Weichen.

Was ich bräuchte wäre halt ein funktionierendes Schaltbild mit den ganzen formeln zum berechnen der ganzen Bauteile und so weiter.

Von Elektroniker1996 am 29.07.2012 19:19

Das Schaltbild von Hotzenplotz ist ja nich schlecht aber ich komme damit noch nicht so ganz klar... Confused

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