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Elektret-Mikrofonkapseln parallel schalten

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Elektret-Mikrofonkapseln parallel schalten

Von talljohn am 18.09.2012 00:20

ich möchte an einem Musikinstrument an verschiedenen Stellen gleiche Mikrofonkapseln anbringen und daraus EIN gemeinsames Signal machen ( ohne dass ich zunächst mal unterschiedliche Wichtung oder Frequenzgänge der Mikrofone vornehme)

Reicht das, wenn ich hinter den Koppelkondensatoren die Signale einfach sternförmig zusammenbringe?

Danke und Gruß

Johannes

Von loetadmin am 18.09.2012 11:29

Der korrekte Weg ist hier, einen kleinen Summierverstärker zu verwenden. Ein OpAmp in Addierer-Grundschaltung kann so praktisch beliebig viele Sigale summieren, ohne dass sich die Quellen gegenseitig beeinflussen. Auch ist die individuelle Pegelanpassung damit praktisch auch schon gelöst!

Von talljohn am 18.09.2012 22:28

besten Dank!
Habe mir OpAmp-Addierer-Schaltungen angeguckt ... die Signale werden aber über Widerstände kommend auch in Sternschaltung zusammengefasst und gehen dann gemeinsam durch einen Verstärker. Habe eine Schaltung mit Tl072CN gefunden (hab zwar das Bild runtergeladen aber finde Link nicht mehr ...) , wo Mikrofon mit 200k bei Rückkopplung 100K angeschlossen ist. Verstehe ich so, dass durch diese Vorwiderstände der Einfluss der Signale(Mikrofone) aufeinander gemindert wird und der damit verbundene Pegelverlust durch den Amp wieder angehoben wird ... ?

Von loetadmin am 19.09.2012 08:30

Bei einem korrekt beschalteten Operationsverstärker stellt sich der Ausgang immer so ein, dass + und - Eingang auf gleichem Potential liegen.

Bei einem Addierer nach Lehrbuch liegt der + Eingang auf 0V (Masse), somit wird der - Eingang ebenfalls 0V aufweisen, egal welche Spannungen an den daran angeschlossenen Widerständen anliegen. Für die daran angeschlossenen Signalquellen sieht es dann also so aus, als ob jede einzelne für sich unabhängig nach Masse (0V) geschaltet wäre, sie merken also nichts voneinander und beeinflussen sich nicht.

Natürlich nur innerhalb der korrekten Betriebsgrenzen (Frequenzen, Spanungen) der Schaltung, die aber für Audiosignale idR leicht einzuhalten sind.

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