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LED-Driver

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LED-Driver

Von Oliver S. am 20.03.2013 22:28

Liebe Experten,
ich habe zwei Frage zur Funktion von LED-Drivern.

1. Wenn ich für 10 LEDs (solche in weiss: http://www.wayjun.com/index.php?main_page=product_info&cPath=53_195&products_id=436), die je eine Spannung von 3-3.6 Volt brauchen und in Reihe geschaltet werden sollen, einen Driver kaufen will, sollte dieser ja eine output-Spannung von 30-36 Volt haben.
Meine Frage ist nun, ob ich auch auf die output-Strommenge achten muss, oder ob die LEDs bei der richtigen Spannung einfach so viel durchlassen, wie sie brauchen.
2. Der Grund für diese Frage ist natürlich, dass ich derzeit noch nicht weiss, wie ein LED-Driver aus Wechselstrom aus der Steckdose, den für die LEDs benötigten Gleichstrom macht. Könnte das jemand mit einfachen Worten mal erklären bzw. auf eine einfache Erklärung im Internet verweisen, damit ich mich da mal ein bisschen einlesen kann?
Gruss, Oliver

Re: LED-Driver

Von Alv am 21.03.2013 06:50

Leds sind keine ohmschen Widerstände!
Bei ihnen muß der Strom begrenzt werden, dann stellt sich die richtige Spannung selbst ein.

Von dolf_66 am 22.03.2013 10:09

wie man aus wechselspannung gleichspannung macht-->grundlagen.
led´s sind dioden die licht aussenden.
erklär ma was du mit den led´s genau machen willst.
wenn du die in reihe schalten willst (was ok ist) und nur leuchten lassen willst brauchst n netzteil und nen vorwiderstand.
den vorwiderstand kannst mit dem ohmschen gesetz ausrechnen.
-->grundlagen.....

ub sollte etwas höher als uf_gesamt sein.
den rest vernichtet der vorwiderstand.
besorg dir das datenblatt der led.
ich bin zum nachschauen zu faul.

Von derguteweka am 22.03.2013 10:45

Moin,

dolf_66 hat folgendes geschrieben:
besorg dir das datenblatt der led.
ich bin zum nachschauen zu faul.

Ich hab' mich mal dem moerderischen Stress ausgesetzt; bevor ich hier was schreib, mal das Datenblatt anzuschauen, auf das verlinkt wird. Ist aber nicht sehr erhellend. Eine wichtige Groesse, naemlich max. zulaessiger Dauerstrom If (in mA, nicht der Lichtstrom in mcd) find' ich da nirgends. Das ist aber das entscheidende Kritierium fuer die Auswahl und Dimensionierung der Stromversorgung der LEDs.
Ich wuerde bei einem anderen Hersteller kaufen, der solche grundlegenden techn. Daten auch so veroeffentlicht, dass man nicht ewig suchen muss und dann ggf. doch nix findet...

Gruss
WK

Von Hotzenplotz am 22.03.2013 18:10

Ich setz noch einen drauf..

http://www.pur-led.de/online/rechner/index.php

Von Oliver S. am 23.03.2013 11:22

Lieber Alv, dolf, weka, BellaD und Hotzenplotz,
vielen Dank für Eure Infos. Ich muss mir das jetzt mal in Ruhe anschauen.
Ich will übrigens aus den 10 LEds eine Lampe für unser kleines Gästeklo bauen.
Ist es denn tatsächlich so, dass ein LED-driver überschüssige Energie vernichtet? Gibt es denn dann eine optimale Zahl von LEDs die man quasi ohne Stromvernichtung betreiben kann?
Gruss, Oliver

Von BellaD am 23.03.2013 14:11

Oliver S. hat folgendes geschrieben:
Lieber Alv, dolf, weka, BellaD und Hotzenplotz,

Ist es denn tatsächlich so, dass ein LED-driver überschüssige Energie vernichtet?

Gruss, Oliver


moin

Es gibt da leider ein paar Dinge die leider immer noch gelten , sei es die Thermodynamik oder der Lehrsatz vom Erhalt der Energie.

Und genau da fängt es an Interessant zu werden.
Led sollen mit Konstantem Strom betrieben werden !
Warum wirst du dich jetzt fragen, das liegt daran das sie als Diode geboren werden.Wenn man eine LED bestromt wird Anhand Ihrer Physikalischen Eigenschaften eine Bestimmte Spannung über Ihr Abfallen ( da kommt erstmal der olle OHM ins Spiel) diese nennt man Flussspannung oder auch Vorwärtssp..
Wenn du jetzt die LED einfach so an eine Batterie anschliessen würdest, könnte sie (die LED) so grossen Hunger bekommen und alle Elektronen der Batterie aufessen wollen das sie darann kaputt geht , geht den Menschen eigentlich genauso - tot gefressen .
Um das zu verhindern muss mann den Stromfluss begrenzen (die Menge der freien Elektronen) das tut man dadurch das man einen Widerstand einfügt der es den kleinen Elektronen sehr schwer macht die LED zu besuchen und dort Ihrer Arbeit nachzugehen. Jetzt kommt dann wieder die blöde Physik dazu und fordert ihren Tribut in Form von Wärme in dem Widerstand (da fliest ja alles was durch die LED fliesst ja auch durch).
Das kann man jetzt alles ausrechnen, da der Hersteller der LED das Datenblatt fein ausgefüllt hat, ansonsten wäre er kein feiner Hersteller und die Elektroniker usw. würden, wenn sie es merken, seine Produkte nicht mehr kaufen und der Hersteller würde Pleite gehen.
Also können wir da wir ja jetzt schon soviel Wissen mal versuchen das Auszurechnen:

Im Datenblatt steht die Spannung die bei einem bestimmten Strom abfällt.
Wir glauben dem und nehmen diesen Strom als Betriebsstrom unserer LED . Also da steht jetzt 20 mA und eine Spannung von 1,6 Volt,
wir wollen 10 Stück davon in Serie schalten also fliest durch alle der gleiche Strom aber die Spannungen addieren sich zu 10 * 1,6 V =16 V.
Damit die LED nicht kaputt geht haben wir gesagt das der Strom begrenzt werden muss ,in dem Fall auf 20mA . Was wir jetzt noch brauchen ist die Betriebsspannung für unsere zusammengeschalteten LED. Die müsste nun ein bischen höher sein da wir (wieder der olle Ohm) ja irgend was verbrutzeln müssen um da einen Konstanten Strom hinzubekommen. Wir wollen uns auch auf was fertiges beschränken und denken da an diese schönen Wandwarzen die es vom Chinaman besonders billig überall zu kaufen gibt , leider aber nicht in 16,18 Volt oder so sondern als Schnäpchen in 24V (nur für die Berechnung jetzt mal angenommen).
Also müssen wir jetzt 24V - 16V = 8Volt vernichten da diese ja zu viel sind für unsere Leds (ohne deppenapostroph !) ,das kann man am einfachsten mit einem Widerstand (s.o.)
Das können wir jetzt dank des ollen Ohm ausrechnen
R =u/i 8/0,02 = 400
wir brauchen also einen Widerstand von 400 Ohm und der muss jetzt den Strom der zuviel ist verbrutzeln, tut er auch, aber er wird dabei Warm,wie warm ? also welche Leistung muss er verkraften können ?
kann man auch ausrechnen
Leistung im Widerstand - P = (I*I)*R
(0,02 *0,02)* 400 = 0,16 = 160 mW

nu gibt es aber diesen Widerstand so nicht bei Reichelt also nehmen wir den nächsten erhältlichen Wert der wäre dann 390 Ohm (da gibt es so Normreihen ) und für die Belastbarkei reicht dann einer mit 250mW kann aber gerne auch grösser sein z Bsp. 1Watt oder auch 100W Hauptsache er Verträgt die Leistung die ihm abverlangt wird.

Das alles Spielt jetzt bei uns noch keine Geige da bei der geringen Leistung alles noch gut ist aber stell dir mal vor du hättest jetzt eine Led Lampe die 10 * 3 Watt Led eingebaut hat, das sind jetzt 30 Watt und du müsstes diese Leistung ( den konstanten Betriebsstrom ) mit einem Widerstand erzeugen(begrenzen). Da müsstes du einen ganz schön dicken nehmen und würdest unnötigerweise viel Energie in zusätzliche Wärme umwandeln und das ist nicht schön, da dann ja der Sinn der energieeffizienten LED dahin wäre und man wieder Glühlampen benutzen könnte . (könnte man sowieso da die Gesammt Energiebilanz incl. Erzeugung,Entsorgung + Bereitstellung der Benötigten .....will ich mich jetzt nicht drüber auslassen ).
Darum ist es besser und auch Sinnvoll das mit einer geschalteten Konstantstromquelle zu bewerkstelligen, die einen vielfach besseren Wikungsgrad hat als ein Widerstand.

mfg

Von Hotzenplotz am 23.03.2013 15:40

Oliver S. hat folgendes geschrieben:
Ich will übrigens aus den 10 LEds eine Lampe für unser kleines Gästeklo bauen.


In Badezimmern gelten immer ganz besondere Vorschriften was Strom angeht. Eine einfache Wandwarze dort dauernd in der Steckdose zu lassen ist eine davon.

Warum will man sowas denn selber bauen ? Da wird doch eine ganz normale Lampe drin sein. Tausch die gegen eine LED und alles wird gut. Kosten ein paar Euro halten ewig und sparen auch noch jede menge Strom.

http://such002.reichelt.de?SID=11US5poX8AAAIAAHiye3Yf9228ae7b10e149bc84be5ef8d6d6171;ACTION=446

Sollte der Link nicht gehen.

www.reichelt.de und dort nach "LED-Leuchtmittel 230V" suchen. Nur mal als V
ergleich. Bekommen tut man sowas von Aldi bis Fachgeschaeft.

Und Deine LED Experimente machst Du dann erst mal mit einem Simulationsprogramm a la Pspice (Kostenlos und nicht uebel) und / oder Steckbrett.

Eie LED an Wechselspannung und null Ahnung, ist nicht "mal eben" in einem Forum geklaert, dass sind schon einiges an Grundlagen und auch nicht in 3 Tagen gelernt.

Allein das hier kommt nur fuer die popelige LED auf Dich zu

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/0208071.htm
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/1008151.htm
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0201071.htm
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0210251.htm
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0210251.htm
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/0201113.htm
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0201113.htm
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0201113.htm

Von Oliver S. am 24.03.2013 01:19

Liebe BellaD, lieber Hotzenplotz,
ihr seid wirklich grossartig und nett, dass ihr euch so viel arbeit macht, mir das zu erklären! Very Happy
Ich will die Lampe übrigens nicht bauen, um Geld zu sparen, sondern eher aus Interesse an der neuen Technik. (Das ist halt meine Art, mal was Neues zu lernen.)
Bei der Gelegenheit: Gibt es noch einen empfehlenswerten Link auf eine Quelle die erklärt, was eine geschaltete Konstantstromquelle ist und wie sie funktioniert oder kann das jemand mit wenigen Worten erklären?
Gruss und 1000 Dank
Oliver

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