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s: Verstärker-IC

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s: Verstärker-IC

Von Alv am 13.07.2014 13:36

Hi

Ich möchte eine elektronische Hupe/Sirene bauen, der Sound befindet sich auf SD-Karte und wird mit einem mp3-Modul abgespielt.

Dafür suche ich ein Verstärker-IC mit folgenden Eigenschaften:

Betriebsspannung 36-50V asymmetrisch,
Standby,
Mono reicht, Brücke wäre schön,
Pinraster muß kompatibel mit Lochrasterplatinen sein (z.B. Multiwatt-Gehäuse),

Halbwegs Klangqualität (Telefonqualität sollte reichen), dabei aber möglichst laut!

Egal, wie alt und abgekündigt so ein IC ist, es muß nur erhältlich und bezahlbar sein.

Was gäbe es da?

Von derguteweka am 13.07.2014 14:10

Moin,

TDA2040 oder TDA2050 wuerd' ich mal ins Rennen schicken.
Erfuellen alle deine Anforderungen bis auf Standby. Aber ich fuercht': Standby und altmodisches(=Lochrasterkompatibles) Gehaeuse schliessen sich aus.
Also brauchste noch 1-2 separate Transistoren, um die Spannung ein/auszuschalten.

Gruss
WK

Von Alv am 13.07.2014 17:13

derguteweka hat folgendes geschrieben:
TDA2040 oder TDA2050 wuerd' ich mal ins Rennen schicken.

Auf den ersten kurzen Blick scheinen die symmetrische Versorgungsspannung zu benötigen.
Zitat:

Aber ich fuercht': Standby und altmodisches(=Lochrasterkompatibles) Gehaeuse schliessen sich aus.

Tja, Platinen herzustellen ist mir zu aufwändig geworden, und SMD-Rasterplatinen scheint es nicht zu geben...

Ich habe auch schon den LM4731 gefunden,
Aber da kapiere ich nicht wie die Schaltung für asymmetrische Betriebsspannung und Brückenschaltung aussehen müßte.

Und Angaben über den Pinabstand habe ich auch nicht gefunden...

Von derguteweka am 13.07.2014 17:40

Moin,

Alv hat folgendes geschrieben:
Auf den ersten kurzen Blick scheinen die symmetrische Versorgungsspannung zu benötigen.


Dann werf' mal einen zweiten, laengeren Blick drauf Wink

Alv hat folgendes geschrieben:
Tja, Platinen herzustellen ist mir zu aufwändig geworden, und SMD-Rasterplatinen scheint es nicht zu geben...

Mangels "SMD-Raster" (da gibts halt einfach viel zu viele verschiedene Gehaeuse mit den verschiedensten Rastermassen) kein Wunder.

Alv hat folgendes geschrieben:
Ich habe auch schon den LM4731 gefunden,
Aber da kapiere ich nicht wie die Schaltung für asymmetrische Betriebsspannung und Brückenschaltung aussehen müßte.


Die asymmetrische Betriebsspannung ist bei den ganzen Verstaerkern kein Hexenwerk. Das laeuft immer drauf raus, dass du dir irgendwo mal mittels Spannungsteiler und Elko einen "kuenstlichen" (Signal)Massepunkt machen musst, der auf der halben Betriebsspannung liegt.

Alv hat folgendes geschrieben:
Und Angaben über den Pinabstand habe ich auch nicht gefunden...

0.05inch; steht im Datenblatt zum Gehaeuse.

Gruss
WK

Von Alv am 15.07.2014 19:31

derguteweka hat folgendes geschrieben:
Alv hat folgendes geschrieben:
Ich habe auch schon den LM4731 gefunden,
Aber da kapiere ich nicht wie die Schaltung für asymmetrische Betriebsspannung und Brückenschaltung aussehen müßte.


Die asymmetrische Betriebsspannung ist bei den ganzen Verstaerkern kein Hexenwerk. Das laeuft immer drauf raus, dass du dir irgendwo mal mittels Spannungsteiler und Elko einen "kuenstlichen" (Signal)Massepunkt machen musst, der auf der halben Betriebsspannung liegt.

Den Teil verstehe ich auch noch, aber bei symmetrischer Betriebsspannung des LM4731 gibt es keine Extrawiderstände an den Eingängen, bei asymmetrischer Betriebsspannung ein ganzes Netzwerk!
Wie soll dieses Netzwerk dann bei Brückensschaltung aussehen?
Zitat:

Alv hat folgendes geschrieben:
Und Angaben über den Pinabstand habe ich auch nicht gefunden...

0.05inch; steht im Datenblatt zum Gehaeuse.

In meinen Datenblatt (von TI) ist keine bemaßte Zeichnung vom Gehäuse...

Also Halbraster. Das ginge noch auf Lochraster.

Von derguteweka am 15.07.2014 23:19

Alv hat folgendes geschrieben:
Den Teil verstehe ich auch noch, aber bei symmetrischer Betriebsspannung des LM4731 gibt es keine Extrawiderstände an den Eingängen, bei asymmetrischer Betriebsspannung ein ganzes Netzwerk!
Wie soll dieses Netzwerk dann bei Brückensschaltung aussehen?

Hm, ja - das ist da grad etwas unangenehmer, als bei den TDAs. Der LM4731 braucht anscheinend die Masse (=U/2) auch noch an den Pins 5 und 10. Und da wohl auch ein bisschen Strom, daher schlagen die keinen simplen Spannungsteiler vor, sondern die Schaltung mit dem Transistor und den beiden verschieden grossen Ra. Damit entsteht am Emitter des Transistors ungefaehr die halbe Betriebsspannung, also die virtuelle Masse.
Ich wuerd' sagen: Diese Transistorschaltung brauchst du bei einer Brueckenendstufe hoechstens 1x. An diesen virtuellen Massepunkt kommt dann auch der Pin 8 dran; zwischen Ri und RB (in Fig.4) und der Eingangsbuchse kommt dann auch ein Koppel-C, wie in Fig. 5.
Aber insgesamt ist das schon etwas Gewuerge mit der Endstufe. Und wie sich's auf den Standby(Stromverbrauch) auswirkt, weissich auch nicht.
Und soviel Bohei, wie sei um's Einschalt-Ploppen machen - das sieht nicht gut aus...

Alv hat folgendes geschrieben:
In meinen Datenblatt (von TI) ist keine bemaßte Zeichnung vom Gehäuse...

In meinem auch nicht. Aber der Verweis auf ein Extradatenblatt nur fuer das Gehaeuse. (="See Package Number TA15A"). Da sind dann alle Abmessungen drinnen. Wink

Gruss
WK

Von Alv am 16.07.2014 19:41

Beim TDA2050 ist asymmetrische Betriebsspannung wesentlich einfacher.

Das mp3-Modul hat einen Busy-Ausgang, dieser soll den Verstärker einschalten, solange der Sound läuft.

Kann ich einfach per Längstransistor die Betriebsspannung des TDA2050 ein-/ausschalten ohne negative Effekte wie z.B. Einschaltknacken oder lange Einschaltverzögerung befürchten zu müssen?

Von derguteweka am 16.07.2014 20:07

Moin,

Alv hat folgendes geschrieben:
Kann ich einfach per Längstransistor die Betriebsspannung des TDA2050 ein-/ausschalten ohne negative Effekte wie z.B. Einschaltknacken oder lange Einschaltverzögerung befürchten zu müssen?

Ich hab' sowas noch nicht gebaut, aber ich wuerde es so machen, wenn ich es bauen sollte.
Ein Einschaltgeraeusch wirds wahrscheinlich schon geben; insbesondere bei einer Endstufe mit Ausgangskoppel-C. Vielleicht kann man's minimieren, wenn die Endstufenversorgung dann nicht zu schnell hochgefahren wird.
Schlimmstenfalls musste dann noch ein paar Millisekunden Stille vor dein eigentliches mp3 sample bauen, bis die Endstufe soweit ist, aber nachdem im TDA2050 recht wenige geheizte Kathoden integriert sind Wink sollte das schon schnell gehen...

Gruss
WK

Von Alv am 13.08.2014 19:11

Ich habe die Beispielschaltung des TDA2050 für "Single Supply" mit der Brückenschaltung des TDA2040 kombiniert (beim TDA2050 ist ja leider kein Brückenbeispiel dabei).

Leider kommt kein Ton raus und bei 5V fließen bereits 200mA und der TDA2050, dessen +-Eingang auf halber Betriebsspannung liegt, wird heiß.

Schaltungsaufbau sollte korrekt sein und es schwingt nichts.

Wie könnte ich dem Problem auf die Spur kommen?

Von derguteweka am 13.08.2014 20:03

Moin,

Alv hat folgendes geschrieben:
Wie könnte ich dem Problem auf die Spur kommen?


Naja, durch scharfes Hingucken und Kombinieren Smile
Oder du malst mal ein Schaltbild deiner Schaltung und machst Fotos...

Gruss
WK

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